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Berlin (ots) -
- Riverty und Adyen führen repräsentative Folgestudie zu Agentic Commerce in
Deutschland durch
- 49 Prozent der Verbraucher in Deutschland erwarten, dass KI-Assistenten in den
nächsten fünf Jahren einen Großteil ihrer alltäglichen Einkäufe übernehmen
- Rückläufiger Trend beim Budget: Nur noch 39 Prozent würden einer KI ein
monatliches Shopping-Budget von 51 Euro und mehr anvertrauen - ein Rückgang
gegenüber Ende 2025
Innerhalb der nächsten fünf Jahre könnte Künstliche Intelligenz den alltäglichen
Einkauf der Deutschen grundlegend verändern: 49 Prozent der Verbraucher halten
es für wahrscheinlich, dass KI-Assistenten künftig einen Großteil ihrer
Besorgungen übernehmen. Das geht aus einer neuen repräsentativen Folgestudie zu
Agentic Commerce von Riverty und der Finanztechnologie-Plattform Adyen
(https://www.adyen.com/) hervor. Obwohl das Konzept noch jung ist, stößt es auf
hohes Grundverständnis: 67 Prozent der Befragten geben an, das Prinzip von
KI-Einkaufsagenten zu verstehen. Doch die Haltung der Bevölkerung bleibt
gespalten - während jeweils ein Viertel der Befragten dem Thema klar positiv
beziehungsweise negativ gegenübersteht, verharrt die Mehrheit noch in einer
abwartenden oder leicht skeptischen Haltung.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Kontrolle bleibt das zentrale Thema beim Einsatz von KI-Assistenten: Bereits die
erste, im Dezember durchgeführte Agentic-Commerce-Studie von Riverty und Adyen
zeigte, dass Transparenz und Kontrollmöglichkeiten entscheidende Voraussetzungen
für das Vertrauen der Nutzer sind. So gaben bei der Befragung im Dezember 93
Prozent der Verbraucher an, dass sie Einkaufsentscheidungen einer KI jederzeit
einsehen oder stoppen können möchten.
Die aktuelle Befragung geht einen Schritt weiter: Verbraucher formulieren heute
sehr konkrete Erwartungen - sie möchten Käufe manuell bestätigen können,
Benachrichtigungen erhalten, Budgets festlegen und Transaktionen im Zweifel
abbrechen. 21 Prozent nennen die eigene Kontrolle als wichtigsten Faktor für ihr
Vertrauen in eine Einkaufs-KI, 19 Prozent sehen den Schutz vor Betrug an erster
Stelle und 14 Prozent den Datenschutz. Fast ein Fünftel der Befragten (19
Prozent) gibt an, einer KI beim Einkaufen niemals zu vertrauen. Wie erfolgreich
KI-Assistenten künftig sein werden, hängt also nicht davon ab, ob sie möglichst
autonom handeln, sondern ob die Nutzer bei wichtigen Entscheidungen die volle
Kontrolle behalten.
KI darf helfen, aber nicht entscheiden
Vollständige Automatisierung gilt oft als logischer Endpunkt von Agentic
Commerce. Die Daten zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild: Fast jeder
zweite Verbraucher (48 Prozent) möchte einen KI-Assistenten ausschließlich für
die Produktrecherche und Empfehlungen nutzen, um nach einer Weiterleitung auf
die Produktseite selbst zu entscheiden und den Kauf selbstständig abzuschließen.
Etwa 16 Prozent halten es für akzeptabel, wenn ein KI-Agent nach Beauftragung
via Chat direkt kauft - ohne Weiterleitung auf die Produktseite. Bei 11 Prozent
dürfen KI-Agenten zumindest kleinere Käufe autonom ausführen.
Gleichzeitig lehnt jeder vierte Befragte (25 Prozent) jegliche
Entscheidungsfreiheit für KI beim Einkaufen komplett ab - wobei dieser Anteil in
der Altersgruppe ab 45 Jahren deutlich höher liegt. Dies verdeutlicht, dass für
Verbraucher das Delegieren repetitiver Aufgaben, die Zeitersparnis und bessere
Produktempfehlungen im Vordergrund stehen. Agentic Commerce entwickelt sich
damit weniger zum vollautonomen Einkaufen als vielmehr zum intelligenten
Co-Piloten.
Eher Routinen als komplexe Entscheidungen
Am ehesten würden die Deutschen einem KI-Assistenten beim Kauf von Lebensmitteln
und Haushaltswaren vertrauen (33 Prozent). Auf Platz 2 folgen Abonnement-Käufe
wie Streaming-Services oder Fitnessstudio-Mitgliedschaften (25 Prozent
Zustimmung), gefolgt von Ticketing (24 Prozent), Mobilität (23 Prozent) sowie
Mode & Kleidung und Elektronik (jeweils 21 Prozent).
Der Rechnungskauf bleibt mit Abstand die bevorzugte Zahlungsart, wenn eine KI
einen Einkauf ausführt: Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent)
präferiert diese Option. Das digitale Wallet konnte an Zustimmung gewinnen und
landet damit auf Platz zwei: Die Zahlungsmethode wird mittlerweile von 15
Prozent bevorzugt (bei der ersten Befragung lag dieser Wert noch bei 10
Prozent).
Zudem zeigt sich eine geringere Bereitschaft beim Budget: Aktuell würden 39
Prozent der Deutschen einer KI ein monatliches Shopping-Budget von 51 Euro und
mehr anvertrauen - ein Rückgang im Vergleich zur ersten Befragung im Dezember
2025, bei der dieser Wert noch bei 50 Prozent lag.
Die Beziehung zwischen Händler und Kunden
Eine der zentralen Fragen rund um den Einsatz von KI-Assistenten betrifft die
direkte Kundenbeziehung: Händler befürchten zunehmend eine Disintermediation,
also den Verlust des direkten Kontakts zum Kunden.
Die Studienergebnisse zeigen jedoch, worauf es Verbrauchern im Kern ankommt -
denn die eigentliche Vertrauensarbeit findet im Hintergrund statt: Die Mehrheit
wünscht sich weiterhin direkten, menschlichen Support bei Problemen mit dem
Produkt oder der Lieferung (56 Prozent) sowie volle Transparenz über die
gespeicherten Daten (41 Prozent). 30 Prozent haben Interesse an exklusiven
Angeboten oder Rabatten für die nächste Bestellung, die ihnen direkt zugeschickt
werden, und 23 Prozent wünschen sich personalisierte Tipps oder Updates zum
Produkt. Lediglich 6 Prozent geben an, überhaupt keinen Kontakt mehr zum Händler
zu wünschen.
"Agentic Commerce verändert grundlegend, wie Menschen und Marken interagieren.
Die Studienergebnisse zeigen deutlich: Verbraucher suchen Unterstützung, wollen
aber nicht die Kontrolle abgeben. Für Händler ist das eine entscheidende Chance.
Es geht nicht darum, den Kundenkontakt an KI-Plattformen zu verlieren, sondern
darum, die direkte Kundenbeziehung auch in der KI-Ära zu sichern", so Hella
Fuhrmann, Country Managerin DACH bei Adyen. "Mit einer flexiblen, sicheren
Infrastruktur schaffen Händler nahtlose Übergänge zwischen KI-Assistenten und
ihren eigenen Angeboten - und stellen sicher, dass Vertrauen, Betrugsschutz und
die volle Kontrolle immer an erster Stelle stehen."
"Die Studie zeigt, dass Verbraucher KI nicht grundsätzlich ablehnen, sondern ihr
klare Leitplanken setzen möchten. Wer Agentic Commerce erfolgreich gestalten
will, muss Vertrauen in den gesamten Kaufprozess integrieren. Dazu gehören
transparente Entscheidungen, wirksamer Betrugsschutz und vor allem
Zahlungsmethoden, die den Menschen jederzeit die Kontrolle über ihre Ausgaben
geben. Payment wird damit vom reinen Transaktionsschritt zu einem entscheidenden
Vertrauensfaktor für den Einkauf mit KI." so Alexander Scheibel, Product Lead
BNPL bei Riverty.
Über die Umfrage
Die Umfrage wurde vom 14.08.2026 bis 17.08.2026 unter 1.000 Befragten in
Deutschland über das Umfrageinstitut Appinio durchgeführt. Befragt wurden
jeweils 500 Frauen und Männer. Die erste Erhebung zu diesem Thema wurde vom
03.12.2025 bis 04.12.2025 durchgeführt.
Über Riverty
Riverty ist eine treibende Kraft im Fintech-Sektor und in zehn europäischen
Ländern aktiv. Mit mehr als 4.000 Mitarbeitenden bietet das Unternehmen der
Bertelsmann-Gruppe Payment-, Inkasso- und Factoring-Lösungen, die Unternehmen
und Privatpersonen beim Management finanzieller Prozesse und Zahlungsströme
unterstützen. Das Unternehmen verfügt über mehr als 60 Jahre Erfahrung im
Finanzdienstleistungsbereich, die bis ins Jahr 1960 zurückreicht.
Über Adyen
Adyen (AMS: ADYEN) ist die bevorzugte Finanztechnologie-Plattform führender
Unternehmen. Mit seinen End-to-End-Zahlungsfunktionen, datengesteuerten Analysen
und Finanzprodukten in einer einzigen globalen Lösung hilft Adyen Unternehmen,
ihre Ziele schneller zu erreichen. Adyen hat Niederlassungen auf der ganzen Welt
und arbeitet mit Unternehmen wie Meta, Uber, H&M, eBay, Zalando, Flix, Robert
Bosch GmbH und Microsoft zusammen.
Pressekontakt
Riverty
Polina Dmitrenko
External Communications Manager | Marketing & Communication
mailto:press@riverty.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/165621/6358073
OTS: Riverty
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