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Berlin (ots) - Das Musikfest Berlin
(https://www.berlinerfestspiele.de/musikfest-berlin) , veranstaltet von den
Berliner Festspielen in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker,
beendet seine 22. Ausgabe im Zeichen von 75 Jahren Berliner Festspiele mit einem
Rekord von 53.240 Besucher*innen. Bei den 34 Veranstaltungen in der Philharmonie
Berlin, im Konzerthaus Berlin, in der Deutschen Oper Berlin und im Haus der
Berliner Festspiele erlebte das Publikum internationale Spitzenorchester,
Musiktheaterproduktionen, zahlreiche Solist*innen sowie mehrere Uraufführungen.
Das Musikfest Berlin 2027 startet am 28. August. Im Dezember 2026 gehen die
ersten Konzert-Highlights in den Ticketvorverkauf. Das Gesamtprogramm wird im
April 2027 veröffentlicht.
Das Festivalprogramm des Musikfest Berlin
(https://www.berlinerfestspiele.de/musikfest-berlin/programm/2026/kalender)
stand dieses Jahr im Zeichen des 75-jährigen Bestehens der Berliner Festspiele
und präsentierte über 60 Werke von rund 40 Komponist*innen, darunter
halbszenisches Musiktheater und zahlreiche Uraufführungen. Das internationale
Orchesterfestival der Berliner Festspiele hatte neben den Orchestern und Chören
der Musikstadt Berlin Ensembles aus Finnland, Spanien, den USA, der Schweiz,
Österreich, Südafrika, England, Japan und Deutschland zu Gast und endete gestern
(23. September) mit einem Konzert des RIAS Kammerchor Berlin und des Deutschen
Symphonie-Orchester Berlin. Außerdem sind am kommenden Wochenende weitere
Aufführungen von Karlheinz Stockhausens Mittwoch aus Licht zu sehen, eine
Produktion der Deutschen Oper Berlin, die am 19. September im Rahmen des
Musikfest Berlin ihre Premiere gefeiert hat.
Die halbszenische Inszenierung der Oper Le Grand Macabre von György Ligeti aus
Helsinki zur Eröffnung des Musikfest Berlin 2026 am 28. August in der
Philharmonie Berlin begeisterte das Publikum. Der Aufführung dieses in Musik
gefassten sarkastischen Weltuntergangsszenarios ging eine Festrede von Meron
Mendel (https://www.berlinerfestspiele.de/magnoliaPublic/dam/bfs-de/indizierte-p
dfs/DE/Berliner-Festspiele/2026/bfs26_festrede_meron_mendel.pdf) voraus. Darin
blickte er in die 75-jährige Geschichte der Berliner Festspiele zurück und
zugleich in eine mutige Zukunft voraus - und schlug einen Bogen zu den
Thementagen " Reflexe und Reflexionen
(https://www.berlinerfestspiele.de/reflexe-und-reflexionen) ", die er gemeinsam
mit Saba-Nur Cheema im Haus der Berliner Festspiele unter dem Titel "Die große
Unordnung" kuratierte.
Dieses dem Jubiläum übergeordnete Thema fand mit der "tobenden Ordnung" des
abendfüllenden Orchesterrituals Tutuguri von Wolfgang Rihm eine weitere
musikalische Fortsetzung, ein vom Publikum gefeiertes Gastspiel der Lucerne
Festival Academy mit rund 100 Studierenden aus 23 Nationen.
Die Geschichte der Berliner Festspiele zeigte sich in weiteren Bezügen im
Festivalprogramm, insbesondere durch die Aufführung von Werken von
Komponist*innen, die in besonderer Weise die Festspielgeschichte prägten: Igor
Strawinsky, Wolfgang Rihm, Sofia Gubaidulina und Hans Werner Henze, dessen 100.
Geburtstag mit drei Konzerten gewürdigt wurde. Zum anderen knüpfte das Programm
auch in sehr Gegenwärtigem an die Traditionen der ehemaligen Festwochen an wie
zum Beispiel durch die Präsenz der zeitgenössischen Musik in fast allen
Konzertprogrammen und zahlreiche Uraufführungen, die Aufführung von Gershwins
Porgy and Bess durch das Chineke! Orchestra aus London, die Erinnerung an den in
den 1980er-Jahren etablierten Ost-West-Dialog der Berliner Festspiele mit Werken
von Edison Denisov, Alfred Schnittke, Sofia Gubaidulina und Anatol Vieru sowie
die Präsentation von Kunstformen außereuropäischer Kulturen mit der Einladung
des traditionsreichen Kanze No Theaters aus Tokio.
Mit 53.240 Besucher*innen erreichte das Musikfest Berlin einen neuen Rekord in
seiner Geschichte. Insbesondere die Solist*innen wurden mit Standing Ovations
für ihre Interpretationen gewürdigt: Isabelle Faust mit ihrem Ensemble in
Strawinskys Die Geschichte vom Soldaten in der Produktion des Salzburger
Marionettentheaters und bei ihrem Auftritt mit Schumanns Violinkonzert mit dem
Freiburger Barockorchester, Tamara Stefanovich mit Henzes Klavierkonzert Tristan
und Dominik Wollenweber bei der Uraufführung des Konzertes für Englischhorn und
Orchester why feather yellow von Cathy Milliken durch die Berliner
Philharmoniker. Ebenfalls gewaltigen Beifall erntete Sopranistin Sarah Aristidou
nach der über 90-minütigen Uraufführung des neu entdeckten Werkes La Sainte Face
von Yvonne Loriod durch das WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Kent
Nagano - eine musikgeschichtliche Sensation. Weitere solistische Höhepunkte
setzten Siyabulela Ntlale und Nonhlanhla Yende in den Hauptrollen von Porgy and
Bess . Eine emotionale Rückkehr erlebte Brett Dean, früherer Bratschist der
Berliner Philharmoniker, nun als Dirigent seines ehemaligen Orchesters mit der
Uraufführung eines eigenen Werkes.
Großen Anklang beim jungen Publikum fanden die beiden ausverkauften "Konzerte
mit der Maus" mit dem WDR Sinfonieorchester sowie das Kanze No-Theater-Ensemble
aus Tokio, das nicht nur drei klassische Werke in der ausverkauften Philharmonie
Berlin präsentierte, sondern zudem im Education-Programm der Berliner
Philharmoniker eine Einführung in das No-Theater für rund 600 Schüler*innen mit
dem XXVI. Großmeister Kanze möglich machte. Die beiden
No-Theater-Veranstaltungen waren Teil des festivalübergreifenden Focus Japan der
Berliner Festspiele.
13 Konzerte wurden von Deutschlandfunk Kultur
(https://www.deutschlandfunkkultur.de/konzert-100.html) und radio3 vom rbb
(https://www.radiodrei.de/) live übertragen oder aufgezeichnet und bundesweit
ausgestrahlt, ergänzt um das Diskussionsformat "Quartett der Kritiker" in
Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur und dem Preis der deutschen
Schallplattenkritik. Die Konzertübertagungen stehen bereits zum großen Teil in
den jeweiligen Mediatheken und in der Berliner Festspiele Mediathek (https://med
iathek.berlinerfestspiele.de/de/suche?fi=metaGroupName%3AMusikfest+Berlin#search
) zum Nachhören bereit.Die Präsentation des No-Theater-Ensembles in der
Philharmonie Berlin zeichnete zudem der japanische Fernsehsender NHK
(https://www3.nhk.or.jp/nhkworld/) auf.
In Kooperation mit der Yorck-Kinogruppe (https://www.yorck.de/) wurden vor und
während des Musikfest Berlin mehrere Filme präsentiert, die thematisch mit dem
Festivalprogramm in Verbindung standen.
Pressekontakt:
Patricia Hofmann
mailto:presse@berlinerfestspiele.de
+49 30 254 89 223
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/131950/6358291
OTS: Berliner Festspiele
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