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Gießen (ots) - Univ.-Prof. Dr. med. Elke Roeb prägte als Kongresspräsidentin die
Viszeralmedizin 2026 - Thannhauser-Medaille für Hepatitis-B-Pionier Prof.
Wolfram H. Gerlich
Mit der Viszeralmedizin 2026 ist in Hamburg der größte deutschsprachige Kongress
für Gastroenterologie, Viszeralchirurgie und Endoskopie zu Ende gegangen. Unter
dem Leitmotiv "Prävention, Translation, Perspektiven" standen vom 14. bis 19.
September aktuelle Entwicklungen in der Verdauungsmedizin, der Hepatologie und
Viszeralchirurgie ebenso im Mittelpunkt wie Prävention, personalisierte Medizin
und der Einsatz Künstlicher Intelligenz.
Kongresspräsidentin der Viszeralmedizin 2026 war Univ.-Prof. Dr. med. Elke Roeb
, Leiterin des Schwerpunktes Gastroenterologie am Universitätsklinikum Gießen.
Mit ihrer Präsidentschaft setzte sie auch ein besonderes Zeichen für die
Entwicklung des Faches: Roeb war die erste Frau an der Spitze der
DGVS-Jahrestagung . Ihr Anliegen war es, die Vielfalt und wissenschaftliche
Dynamik der Gastroenterologie sichtbar zu machen und gleichzeitig den
interdisziplinären Austausch mit der Viszeralchirurgie und Endoskopie zu
stärken. Die DGVS betont dabei insbesondere die Verbindung von klinischer,
translationaler und wissenschaftlicher Forschung sowie die Förderung des
viszeralmedizinischen Nachwuchses.
" Prävention, Translation und Perspektiven " beschreibt dabei nicht nur die
Themen des Kongresses, sondern auch die Entwicklung der modernen
Viszeralmedizin: Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen schneller bei den
Patientinnen und Patienten ankommen, Erkrankungen möglichst früh verhindert oder
erkannt und Therapien zunehmend individuell auf den einzelnen Menschen
zugeschnitten werden. Zu den Schwerpunkten der diesjährigen Tagung gehörten
unter anderem die Prävention von Krebs, metabolisch bedingte Lebererkrankungen
und Adipositas, Biomarker und personalisierte Therapien sowie die zunehmende
Bedeutung Künstlicher Intelligenz in der Gastroenterologie.
Thannhauser-Medaille für Prof. Wolfram H. Gerlich
Ein besonderer Höhepunkt der Tagung war die Verleihung der Thannhauser-Medaille
der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und
Stoffwechselkrankheiten (DGVS) an Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Wolfram H.
Gerlich . Mit der Medaille würdigt die DGVS sein wissenschaftliches Lebenswerk
und die herausragenden Verdienste des emeritierten Gießener Virologen um die
Erforschung des Hepatitis-B-Virus.
"Mit Prof. Wolfram Gerlich zeichnet die DGVS einen Wissenschaftler aus, dessen
Arbeit beispielhaft dafür steht, wie aus grundlegender virologischer Forschung
konkrete Fortschritte für Prävention, Diagnostik und Patientensicherheit
entstehen können", würdigte Prof. Dr. Elke Roeb die Auszeichnung. Gerlich habe
die Hepatitis-B-Forschung über mehr als fünf Jahrzehnte geprägt und damit auch
die moderne Hepatologie nachhaltig beeinflusst.
Wissenschaft, Prävention und Nachwuchs im Mittelpunkt
Die Viszeralmedizin 2026 machte zugleich deutlich, wie breit sich das Fachgebiet
entwickelt hat. Neben aktuellen diagnostischen und therapeutischen Verfahren
standen Präventionsstrategien, metabolische und onkologische Erkrankungen,
moderne Endoskopie, digitale Medizin und Künstliche Intelligenz auf dem
Programm. Ein besonderes Augenmerk lag zudem auf der nächsten Generation von
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Mit Formaten wie dem NEXT GEN Day und
zahlreichen Workshops und Hands-on-Angeboten wurde der viszeralmedizinische
Nachwuchs gezielt einbezogen.
Damit knüpfte die Tagung an die Tradition der DGVS an, wissenschaftliche
Erkenntnisse, klinische Erfahrung und den Austausch zwischen den verschiedenen
Disziplinen zusammenzuführen. Die Jahrestagung der Gesellschaft geht auf den
ersten Kongress der Gesellschaft für Gastroenterologie im Jahr 1914 zurück;
heute gehört die Viszeralmedizin zu den bedeutendsten medizinischen
Fachkongressen im deutschsprachigen Raum.
Mit der Präsidentschaft von Elke Roeb und der Ehrung von Wolfram Gerlich verband
die Viszeralmedizin 2026 dabei zwei wichtige Botschaften: Die Gastroenterologie
lebt von wissenschaftlicher Neugier und von der Bereitschaft, neue Erkenntnisse
in die Versorgung zu übersetzen - und sie braucht zugleich Menschen, die über
Jahrzehnte hinweg den Weg für solche Entwicklungen bereiten.
Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM)
(https://www.ukgm.de/home.html) mit seinen 86 Kliniken und Instituten an den
beiden Standorten Gießen und Marburg ist das drittgrößte Universitätsklinikum
Deutschlands. Seit Februar 2006 trägt die RHÖN-KLINIKUM AG
(https://www.rhoen-klinikum-ag.com/) zu 95 Prozent die Verantwortung als
Betreiber dieses privatisierten Universitätsklinikums. http://www.ukgm.de/
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