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Essen (ots) -
- Bevölkerungsumfrage zeigt hohes Vertrauen der Bevölkerung in die Wirtschaft in
Sicherheitsfragen
- Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Bundeswehr und dem Ausland tauschen sich
zur Krisenvorsorge aus
- Ruhrgebiet könnte als größter Ballungsraum Deutschlands Vorreiter für
regionale Resilienz und Sicherheit werden
Parallel zur European Defense Expo (EUDEX) haben führende Vertreterinnen und
Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Bundeswehr und Wissenschaft beim ersten
Resilienz-Dialog des Initiativkreises Ruhr über die Widerstandsfähigkeit von
Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert. Vor dem Hintergrund geopolitischer
Spannungen und zunehmender hybrider Bedrohungen wurde deutlich: Resilienz ist
längst nicht mehr nur eine Aufgabe des Staates, sondern auch der Wirtschaft.
Teil der Diskussion war eine repräsentative dimap-Bevölkerungsumfrage im Auftrag
des Initiativkreises Ruhr . Demnach traut mehr als die Hälfte der Menschen im
Ruhrgebiet der Wirtschaft zu, im Krisenfall zur Stabilität der Region
beizutragen . Damit liegt sie direkt hinter Polizei und Bundeswehr.
"Auf Krisen müssen wir vorbereitet sein, bevor sie eintreten. Dafür müssen
Wirtschaft, Staat und Gesellschaft enger zusammenarbeiten und ihre jeweiligen
Kompetenzen zusammenbringen. Gerade das Ruhrgebiet mit seiner starken
industriellen Basis kann zeigen, wie regionale Zusammenarbeit unsere
Widerstandsfähigkeit erhöht", sagte Guido Kerkhoff, Moderator des
Initiativkreises Ruhr und CEO von Klöckner & Co. Eröffnet wurde die
Veranstaltung von Nathanael Liminski, NRW-Minister für Bundes- und
Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei NRW. Weitere Impulse kamen von
Teemu Seppälä, Technology and Innovation Director of the City of Riihimäki in
Finnland. Finnland gilt als Vorreiter in Sicherheitsfragen. Markus Kankeleit,
Oberstleutnant Referatsleiter Kooperationen und Grundlagen im Operativen
Führungskommando der Bundeswehr informierte zum Operationsplan Deutschland und
zur Rolle von Unternehmen, die diese in der Vorbereitung auf den
Verteidigungsfall spielten. Über Fragen der Finanzierung von
Sicherheitsmaßnahmen berichtete Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der
NRW.Bank.
Auch die Landesregierung unterstrich die Bedeutung des branchenübergreifenden
Schulterschlusses. Nathanael Liminski betonte in seinem Impuls die gemeinsame
Verantwortung von Staat und Wirtschaft: "Angesichts hybrider Bedrohungen und
wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen müssen wir unsere Kräfte
bündeln. Nordrhein-Westfalen bringt dafür seine starke industrielle Basis,
seinen innovativen Mittelstand und seine zentrale Rolle in der europäischen
Sicherheitsarchitektur ein. Wenn wir Wirtschafts- und Sicherheitspolitik
zusammendenken, stärken wir die Widerstandsfähigkeit unseres Landes und leisten
einen konkreten Beitrag zur Sicherheit Europas."
In vier Workshops zu Transport und Logistik, Energie und Wasser, Zivil- und
Gesundheitsschutz sowie Cybersecurity und Finanzen diskutierten daher
Vertreterinnen und Vertreter u. a. von Duisport, Flughafen Düsseldorf, Amprion,
Ruhrverband, Universitätsmedizin Essen, Regionalverband Ruhr, NRW.BANK und TÜV
NORD gemeinsam mit weiteren Unternehmensvertreterinnen und -vertretern über die
Krisenfestigkeit zentraler Infrastrukturen und Versorgungssysteme.
Die vom Initiativkreis Ruhr beauftragte, repräsentative Bevölkerungsumfrage von
dimap untersuchte, wie die Menschen im Ruhrgebiet die Krisenfestigkeit der
Region, die Rolle von Wirtschaft und Staat sowie die Bereitschaft zur
Zusammenarbeit in Krisen und Bedrohungslagen bewerten. Die zusammengefassten
Umfrageergebnisse finden Sie HIER (https://initiativkreis-ruhr.de/grundlagenstud
ie-resilienz-bevoelkerungsumfrage-im-ruhrgebiet-im-auftrag-des-initiativkreises-
ruhr/) und nachfolgend auf einen Blick:
- Die Wirtschaft wird als Teil der Krisenlösung gesehen. Mehr als die Hälfte der
Menschen im Ruhrgebiet traut Unternehmen zu, zur Krisenvorsorge und Stabilität
der Region beizutragen: Bei der Krisenvorsorge trauen 52 % der Bevölkerung den
Unternehmen Verlässlichkeit zu, direkt nach den Ordnungskräften und noch vor
der Landesregierung.
- 76 % sagen: Wirtschaft und Kommunen sollten gemeinsam für den Ernstfall üben.
Die Bevölkerung spricht sich damit deutlich für mehr Kooperation und
praktische Krisenvorsorge zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand aus.
- 85 % sehen Industrie und Mittelstand als Stabilitätsanker. Wirtschaftliche
Stärke wird zu einer Frage der Resilienz: Wer im Krisenfall handlungsfähig
bleiben will, braucht eine starke industrielle Basis.
Pressekontakt:
Katja Mazurek
Leiterin Kommunikation & Pressesprecherin
Initiativkreis Ruhr GmbH
Telefon: +49 201 89 66-660
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