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Redwood City, Kalifornien (ots) - Die Bedrohungslage hat sich verändert. Längst
dringen nicht mehr nur cyberkriminelle Banden in Websites und Dienste ein, um
Daten zu stehlen. Inzwischen häufen sich Vorfälle, in denen KI-Agenten bei der
Erledigung ihrer Aufgaben eigenmächtig Sicherheitssperren umgehen und sich
Zugang zu fremden Systemen verschaffen. Im Fall der Behördensysteme von
Australien waren nach bisherigem Kenntnisstand keine personenbezogenen Daten
betroffen. Thomas Boele, Global Director, Solutions Engineering - AI Security
bei Check Point Software erklärt: "Der Agent hat allerdings nicht nur Daten
gelesen, sondern auch Dateien auf einen internen Server geschrieben. Träfe
dasselbe Verhalten ein Krankenhaussystem, ein Energienetz oder eine
Wasseraufbereitungsanlage, wäre das eine ganz andere Dimension. Sind Systeme
betroffen, die die Sicherheit von Menschen gewährleisten, geht es bei der
Cybersicherheit nicht mehr nur um Daten, sondern darum, ob kritische Dienste
weiter funktionieren und ob Menschen zu Schaden kommen. Der Vorfall ist eine
Frühwarnung, die wir ernst nehmen sollten, bevor ein vergleichbarer Fall
kritische Infrastruktur trifft."
Fähigkeiten, mit denen KI-Agenten Sicherheitskontrollen beharrlich umgehen,
stehen auch Kriminellen und staatlich unterstützten Akteuren zur Verfügung, die
tatsächlich Schaden anrichten wollen. Angriffe in Maschinengeschwindigkeit
lassen sich manuell kaum abwehren. Boele konstatiert: "Umso wichtiger ist es,
Cybersicherheit als Business Faktor zu verstehen und nicht als IT-Kostenstelle:
Sie schützt den Umsatz, hält den Betrieb am Laufen und bewahrt das Vertrauen von
Kundschaft und Öffentlichkeit. Für Betreiber kritischer Infrastrukturen ist sie
zudem Teil ihrer Sorgfaltspflicht. Vorstände und Geschäftsführer sollten ihre
Sicherheitsteams deshalb nicht nur fragen, ob das Unternehmen die gängigen
Compliance-Vorgaben erfüllt, sondern auch, ob der Betrieb weiterläuft und
Menschen sicher bleiben, wenn ein autonomer Agent oder ein Angreifer in die
Systeme eindringt. Um die KI-Bedrohungslage in den Griff zu bekommen, braucht es
einen automatisierten, präventionsorientierten Ansatz."
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