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München (ots) - Die Medienbranche sieht im täglichen Umgang mit KI Chancen, aber
auch Risiken und Kompetenzlücken. Besonders deutlich wird der Wunsch nach
Zusammenarbeit - vor allem untereinander und mit der Wissenschaft. Das zeigt
eine Befragung des AI for Media Network des Bayerischen Rundfunks in
Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität
der Bundeswehr München und der Hochschule Magdeburg-Stendal.
Künstliche Intelligenz gehört in vielen Medienunternehmen der DACH-Region längst
zum Arbeitsalltag. Das zeigt eine Befragung unter Mitgliedern des AI for Media
Network des BR: Mehr als 80 Prozent nehmen in ihrem Unternehmen eine
befürwortende Haltung gegenüber KI wahr. Genutzt wird KI vor allem für
Übersetzungen, Transkriptionen, Recherche, Themenfindung sowie die Produktion
und Bearbeitung von Texten.
Chancen, Risiken und Kompetenzlücken
Nachholbedarf sehen die Befragten vor allem bei der technischen Integration von
KI und bei der Datenkompetenz. Für den erfolgreichen Einsatz braucht es neben
technologischen Lösungen auch Know-how, geeignete Strukturen und gemeinsame
Standards. Die Befragten sehen KI zugleich als Chance und Risiko für den
Journalismus. Genannt werden Effizienzgewinne, die Entlastung von
Routineaufgaben, neue journalistische Formate und bessere Möglichkeiten bei
Analyse, Verifikation und Barrierefreiheit. Risiken sehen sie vor allem in
Desinformation, KI-Fakes, verzerrten Daten, dem Verlust journalistischer
Kompetenzen sowie Abhängigkeiten von großen Technologieunternehmen.
Medienhäuser wollen bei KI kooperieren
Besonders deutlich ist der Wunsch nach Zusammenarbeit: 91,7 Prozent der
Befragten wollen im Bereich KI mit anderen Medienunternehmen kooperieren, 90,5
Prozent mit wissenschaftlichen Einrichtungen. Kooperation wird damit zu einer
zentralen Antwort der Branche auf die Herausforderungen durch KI.
Über die Befragung
Die Online-Befragung wurde gemeinsam mit Dr. Sina Thäsler-Kordonouri von der
Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof. Dr. Jonas Schützeneder von der
Universität der Bundeswehr München und Prof. Dr. Michael Graßl von der
Hochschule Magdeburg-Stendal durchgeführt. Zwischen 13. Februar und 24. März
2026 nahmen 204 Mitglieder des AI for Media Network teil.
AI for Media Network des BR trifft den Bedarf der Branche
Das AI for Media Network hat sich seit seiner Gründung 2024 zu einem der
wichtigsten Netzwerke für KI und Journalismus in der DACH-Region entwickelt und
zählt inzwischen mehr als 1.400 Mitglieder. Eine aktuelle wissenschaftliche
Befragung unter 204 Mitgliedern bescheinigt dem Netzwerk eine hohe
Zufriedenheit. Besonders geschätzt werden praxisnahe Impulse, der fachliche
Austausch und der Zugang zu Expertinnen und Experten. Mit Veranstaltungen wie
dem Meetup am 29. September bei der dpa in Berlin zum verantwortungsvollen
KI-Einsatz oder dem AI for Media Hackathon vom 23. bis 25. November in München
fördert das Netzwerk die Entwicklung innovativer Anwendungen für den
Journalismus.
Weitere Informationen zum AI for Media Network finden Sie hier:
https://aiformedia.network/ .
Die vollständigen Ergebnisse der Befragung zur KI-Nutzung in der deutschen
Medienbrache finden Sie hier (https://aiformedia.network/ki-in-medienhaeusern-br
eiter-einsatz-grosse-abhaengigkeit-hohe-kooperationsbereitschaft/) .
Fotos über: http://www.br-foto.de/ ; E-Mail: mailto:bildmanagement@br.de
Pressekontakt:
BR-Pressestelle
Julia Perz
E-Mail: mailto:julia.perz@br.de
Tel. +49 (0)89 5900-10553
http://www.br.de/presse
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7560/6360118
OTS: BR Bayerischer Rundfunk
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