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Wiesbaden (ots) - "Gib ACHT für ein starkes Herz" lautet das diesjährige Motto
der Deutschen Herzstiftung zum Weltherztag am 29. September. Im Mittelpunkt
stehen acht Faktoren, die die Herzgesundheit beeinflussen: Blutdruck,
Cholesterin, Blutzucker, Gewicht, Rauchfreiheit, Ernährung, Schlaf und Bewegung.
International steht der Aktionstag unter dem Motto "Don't Miss a Beat" und soll
für Herzgesundheit und mögliche Warnzeichen sensibilisieren.
Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. nimmt den Weltherztag zum
Anlass, auf einen weiteren Aspekt aufmerksam zu machen: Nicht jede Beschwerde im
Brustbereich hat ihre Ursache im Herzen. Brustschmerzen, Atemnot oder
Herzstolpern können unterschiedliche Ursachen haben und müssen zunächst
medizinisch abgeklärt werden.
"Beschwerden sollten immer sorgfältig eingeordnet werden. Erst wenn eine
Herzerkrankung ausgeschlossen oder behandelt ist, können auch funktionelle
Zusammenhänge des Bewegungsapparates betrachtet werden", betont VOD-Vorsitzende
Prof. Marina Fuhrmann.
Herz, Atmung und Bewegungsapparat im Zusammenspiel
Herz, Lunge, Rippen, Brustwirbelsäule, Muskeln, Faszien und Zwerchfell stehen in
engem anatomischem und funktionellem Zusammenhang. Bewegungseinschränkungen oder
erhöhte Spannungen im Bereich der Rippen, der Brustwirbelsäule oder der
umgebenden Muskulatur können Beschwerden im Brustkorb verursachen. Auch nach
längerem Husten oder Atemwegsinfekten können sich Spannungen im Brustkorb
entwickeln.
Eine besondere Rolle spielt das Zwerchfell. Als zentraler Atemmuskel bewegt es
sich bei jedem Atemzug und steht zugleich mit zahlreichen Strukturen im Brust-
und Bauchraum in Verbindung. Stress, langes Sitzen oder ein ungünstiges
Atemmuster können mit erhöhter Spannung und eingeschränkter Beweglichkeit
einhergehen.
Bei entsprechenden Beschwerden untersuchen Osteopathinnen und Osteopathen unter
anderem die Beweglichkeit von Rippen und Wirbelsäule, das Zwerchfell sowie
angrenzende muskuläre und fasziale Strukturen. Mit ihren Händen können sie dabei
komplexe Bewegungsabläufe und funktionelle Störungen gezielt untersuchen und
behandeln. Unter Einbeziehung orthopädischer und neurologischer Zusammenhänge
sowie von Aspekten aus der Inneren Medizin entsteht eine individuell auf den
jeweiligen Patienten abgestimmte Behandlungsstrategie.
Osteopathie als ergänzende Perspektive
Osteopathie ersetzt dabei keine kardiologische oder hausärztliche Diagnostik.
Sie kann nach entsprechender medizinischer Abklärung eine ergänzende Perspektive
auf funktionelle Beschwerden des Bewegungsapparates bieten. Entscheidend ist
dabei der interdisziplinäre Austausch.
Wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Medizin und Osteopathie sein kann, hatte
auch Prof. Dr. med. Stefan Sack, Chefarzt der Klinik für Kardiologie,
Pneumologie und Internistische Intensivmedizin der München Klinik Neuperlach,
bei einer VOD-Veranstaltung in München hervorgehoben. Insbesondere nach
Operationen am Herzen habe man im Bereich der Rehabilitation gute Erfahrungen
mit Osteopathie gemacht.
Herzgesundheit beginnt im Alltag
Zum Weltherztag gehört der Blick auf das eigene Verhalten: Regelmäßige Bewegung,
ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, Rauchfreiheit und ein bewusster
Umgang mit Stress können laut Deutscher Herzstiftung zur Herzgesundheit
beitragen.
Der VOD appelliert zugleich, Beschwerden und mögliche Warnzeichen ernst zu
nehmen: Bei akuten, starken oder ungewohnten Brustschmerzen, Atemnot oder
anderen möglichen Anzeichen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung ist unverzüglich
medizinische Hilfe erforderlich.
Gib ACHT für ein starkes Herz: Warnzeichen ernst nehmen, Beschwerden abklären
lassen und den Körper in seiner Gesamtheit im Blick behalten.
Gut zu wissen:
Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin, in der
Diagnostik und Behandlung mit den Händen erfolgen. Osteopathie geht dabei den
Ursachen von Beschwerden auf den Grund und behandelt den Menschen in seiner
Gesamtheit. Osteopathie ist bei vielen Krankheiten sinnvoll und behandelt
vorbeugend.
Hintergrund:
Als deutscher Bundesverband für Osteopathinnen und Osteopathen mit mehr als
7.000 Mitgliedern setzt sich der VOD e.V. für Patientensicherheit und
Verbraucherschutz ein. Der VOD fordert hierfür eine berufsgesetzliche Regelung
und die Schaffung des eigenständigen Berufs des Osteopathen auf qualitativ
höchstem Niveau. Er klärt über die Osteopathie auf, informiert sachlich und
neutral, fördert Forschungsprojekte und betreibt Qualitätssicherung im Interesse
der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte Osteopathen.
Über 2,8 Millionen Besucher informieren sich jedes Jahr auf osteopathie.de. Fast
100 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie.
Weitere Informationen:
Verband der Osteopathen Deutschland e.V.
Wilhelmstraße 42
65183 Wiesbaden
Telefon: 0 611 / 5808975 - 0
mailto:info@osteopathie.de
http://www.osteopathie.de/
Pressekontakt:
Michaela Wehr
Tel. 0 15 20 / 2 14 71 05
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/79623/6361053
OTS: Verband der Osteopathen Deutschland e.V.
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