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Mainz (ots) - In der "frontal"-Dokumentation "Tatort Schule - Missbrauch durch
Lehrer" brechen junge Frauen ihr Schweigen und prangern sexuellen Missbrauch
während ihrer Schulzeit an - zu sehen ab Montag, 12. Oktober 2026, 6.00 Uhr im
ZDF-Streaming-Portal, am Dienstag, 13. Oktober 2026, 21.00 Uhr in der
"frontal"-Magazinausgabe im ZDF und in der Nacht von Mittwoch, 14., auf
Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 1.00 Uhr im ZDF.
In der "frontal"-Dokumentation "Tatort Schule - Missbrauch durch Lehrer"
schildertMorea aus Berlin, wie ihr Lehrer sie vor zehn Jahren in seiner
Gartenlaube zum Sex gedrängt habe: "Er meinte, dass er es nicht mag, wenn Leute
in Straßenklamotten auf seinen Möbeln sitzen. Und deshalb musste ich mich
ausziehen. Ich war wie versteinert." Morea ist nicht das einzige Opfer. Ihr
ehemaliger Lehrer wurde im Juni 2026 vom Landgericht Berlin zu fünf Jahren und
drei Monaten Haft verurteilt - für eine Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch
von vier Schutzbefohlenen. Er geht gegen das Urteil vor.
Die Schule sollte ein sicherer Ort sein für Kinder und Jugendliche. Doch es gibt
Lehrer, die ihre Macht missbrauchen - ein Tabuthema. Bundesbildungsministerin
Karin Prien (CDU) zeigt sich in der "frontal"-Dokumentation des ZDF schockiert
über die geschilderten Missbrauchsfälle: "Das ist eine besonders brutale und
grausame Art, Kindern und Jugendlichen Schaden zuzufügen. In der Schule von
Lehrkräften dann auch noch im Abhängigkeitsverhältnis ist besonders
verwerflich."
Morea ist heute selbst Lehrerin und fordert, dass Kinder und Jugendliche besser
geschützt werden. Doch erst jetzt erarbeiten viele Schulen in Deutschland
Schutzkonzepte gegen sexualisierte Gewalt. Und es gibt immer noch fünf
Bundesländer, die ihre Schulen nicht zu Schutzkonzepten verpflichten: Hamburg,
Bremen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Bayern.
Bundesbildungsministerin fordert Schutzkonzepte in allen Bundesländern
Bundesbildungsministerin Prien fordert, dass Schutzkonzepte in allen Ländern
verpflichtend werden: "Am Ende muss es so sein, dass es in jeder Schule
verwirklicht wird. Und das kann man versuchen, über freiwillige Maßnahmen,
Leitfäden und so weiter. Aber am Ende kommt man nicht drumherum, es auch
wirklich überall verpflichtend zu machen. Der Staat hat hier die Aufgabe, Kinder
und Jugendliche zu schützen."
Der Film beleuchtet auch systemische Fehler und Versäumnisse. Aufgrund der
Recherche ist ein Lehrer suspendiert worden, polizeiliche Ermittlungen haben
begonnen.
Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Kerstin Claus, sagt in der
"frontal"-Dokumentation: "Es wird keine Schule geben, die schon länger besteht,
an der es nicht zu solchen Übergriffen durch Lehrkräfte gekommen ist. Überall,
wo sich Kinder und Jugendliche aufhalten, gibt es Menschen mit Täterstrategien,
die mit dem Ziel der sexuellen Ausbeutung versuchen, ein Näheverhältnis, ein
Abhängigkeitsverhältnis, ein Machtverhältnis zu erreichen."
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