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Kiel, Itzehoe, Schleswig-Holstein (ots) - Die Hauptzollämter Kiel und Itzehoe
blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit hoher Präsenz auf Straßen,
Seewegen und in Häfen sowie Kontrollen im internationalen Warenverkehr und
Ermittlungen gegen illegale Beschäftigung hat der Zoll in Schleswig-Holstein
seine zentrale Rolle für Sicherheit, fairen Wettbewerb und den Schutz der
Gesellschaft unterstrichen.
Ein Schwerpunkt lag im vergangenen Jahr erneut auf der Bekämpfung des
Rauschgiftschmuggels. Mehrere größere Aufgriffe auf Autobahnen und an den
Seehäfen machten deutlich, welche Bedeutung Schleswig-Holstein auch für
internationale Schmuggelrouten hat. Die Fälle unterstreichen die Bedeutung
wirksamer Zollkontrollen auf den Verkehrswegen des Landes für die Bekämpfung
grenzüberschreitender Kriminalität.
Auch im Bereich der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) und der Ahndung setzte
der Zoll deutliche Zeichen. Allein in einem größeren Verfahrenskomplex wurden
mehr als 1.200 Verstöße gegen das Mindestlohngesetz aufgedeckt und Forderungen
von knapp 3,8 Millionen Euro geltend gemacht. Zudem ordnete das Amtsgericht Kiel
die Einziehung von Taterträgen in Höhe von mehr als 1,7 Millionen Euro an.
In einem weiteren Ermittlungsverfahren befreiten Einsatzkräfte des Zolls mehrere
Personen aus ausbeuterischen Arbeits- und Lebensverhältnissen. Die Betroffenen
waren unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht, eingesperrt und zur
Arbeit gezwungen worden.
"Gerade bei Fällen von Schwarzarbeit und massiver Arbeitsausbeutung zeigt sich,
wie wichtig konsequente Kontrollen und ein langer Atem in den Ermittlungen sind.
Der Zoll geht hier mit aller Konsequenz gegen organisierte Schwarzarbeit vor und
schützt gleichzeitig die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Ausbeutung ", so
Robert Dütsch, Leiter des Hauptzollamts Kiel.
Neben der Bekämpfung von Kriminalität gewährleistet der Zoll zugleich den
reibungslosen Ablauf des internationalen Handels. Über die Häfen, Verkehrswege
und Zollämter des Landes werden täglich umfangreiche Warenströme abgefertigt und
überwacht.
Ein besonderes Ereignis des Jahres war die feierliche Taufe und Indienststellung
des neuen Zollschiffs "Fehmarn" des Hauptzollamts Kiel. Das moderne
Einsatzschiff mit emissionsarmem LNG-Antrieb stärkt die maritime Zollflotte der
Hauptzollämter in Schleswig-Holstein, zu der insgesamt neun Zollschiffe und
-boote gehören. Die "Fehmarn" wird in der Ostsee eingesetzt und dort unter
anderem Schmuggel bekämpfen, den grenzüberschreitenden Warenverkehr überwachen
und Aufgaben des Umwelt- und Küstenschutzes übernehmen.
2025 beging der Zoll zudem sein 75-jähriges Bestehen in der Bundesrepublik
Deutschland. Kaum eine andere Bundesbehörde hat ihr Aufgabenspektrum in den
vergangenen Jahrzehnten so stark erweitert wie der Zoll. Längst geht es nicht
mehr nur um die Erhebung von Steuern und Zöllen, sondern auch um die Bekämpfung
von Schmuggel, organisierter Kriminalität und Schwarzarbeit sowie umfangreiche
Kontroll- und Vollstreckungsaufgaben.
"Der Zoll ist heute moderner und vielseitiger denn je, und das ist angesichts
stetig wachsender Aufgaben auch notwendig. Internationale Warenströme, digitale
Handelswege und neue Formen der Kriminalität erfordern Leistungsfähigkeit,
Flexibilität und konsequentes Handeln", ergänzt Francesca Ramus, Leiterin des
Hauptzollamts Itzehoe.
Seit 75 Jahren steht der Zoll für Sicherheit, fairen Wettbewerb und den Schutz
der Gesellschaft. Diese Verantwortung erfüllt er auch auf den Straßen, Seewegen
und in den Häfen Schleswig-Holsteins.
Einzelheiten zu den Einnahmen und Ergebnissen können der beigefügten
Jahresstatistik entnommen werden.
Rückfragen bitte an:
Hauptzollamt Kiel
Gabriele Oder
Telefon: 0431-20083-1106
Mobil: 016091162783
E-Mail: presse.hza-kiel@zoll.bund.de
www.zoll.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/121233/6275289
OTS: Hauptzollamt Kiel
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