|
Münster/ Emsdetten/ Ibbenbüren/ Neuenkirchen/ Rheine (ots) - Im Auftrag der
Staatsanwaltschaft Münster vollstreckte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS)
des Hauptzollamtes Münster am heutigen Donnerstag insgesamt neun
Durchsuchungsbeschlüsse im Kreis Steinfurt.
An der Maßnahme waren über 100 Einsatzkräfte des Hauptzollamtes Münster sowie
weiterhin das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF, vormals
Steuerfahndung) und die Kreispolizeibehörde Steinfurt beteiligt. Darüber hinaus
kamen auch die Spezialeinheit ZUZ (Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll) des Zolls
sowie ein Sprengstoffspürhund der Polizei zum Einsatz.
Im Rahmen der Durchsuchungen sowohl in den Privatwohnungen der Beschuldigten als
auch in Betriebsstätten und Büroräumen in Emsdetten, Ibbenbüren, Neuenkirchen
und Rheine beschlagnahmten die Beamtinnen und Beamten neben diversen
Geschäftsunterlagen und weiteren Dokumenten auch eine scharfe Waffen inklusive
Munition für verschiedene Kaliber sowie ein verbotenes Springmesser. Darüber
hinaus stießen die Einsatzkräfte auf eine Schreckschusswaffe, 20 Böller ohne
vorgeschriebene Kennzeichnung sowie auf insgesamt rund 1.400 Euro Bargeld in
verschiedenen Fremdwährungen.
Es besteht der dringende Verdacht des Vorenthaltens und Veruntreuens von
Arbeitsentgelten, des Betrugs sowie der Steuerhinterziehung mit einem
geschätzten Mindestschaden von bislang rund 930.000 Euro. "Es steht zu vermuten,
dass sich die bisherige Schadenssumme, die als Tatzeitraum die Jahre 2021 bis
heute erfasst, noch deutlich erhöhen wird", erläutert Britta Flothmann,
Pressesprecherin beim Hauptzollamt Münster.
"Entsprechend der bisherigen Ermittlungen besteht der Verdacht, dass
Arbeitnehmer pflichtwidrig und entgegen den tatsächlichen Verhältnissen bei der
Sozialversicherung, der SOKA-BAU und dem Finanzamt nicht gemeldet wurden.
Dadurch wurden Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung
vorenthalten sowie Beiträge zur SOKA-Bau in nicht richtiger Höhe geleistet und
Steuern hinterzogen", führt Flothmann weiter aus.
Die weiteren Ermittlungen der FKS des Hauptzollamtes Münster und des LBF des
Landes Nordrhein Westfalen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Münster dauern an.
Die Auswertungen der sichergestellten Unterlagen sowie der weiteren Asservate
wird Zoll und LBF nun in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen.
Rückfragen bitte an:
Hauptzollamt Münster
Pressesprecherin
Britta Flothmann
Telefon: 0251-4814-1304
E-Mail: presse.hza-muenster@zoll.bund.de
www.zoll.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/121253/6279559
OTS: Hauptzollamt Münster
|