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Giessen (ots) - Gießen: Verfolgungsfahrt mit Kraftroller in Gießen
Einer Streife fiel am Mittwochabend (19. Mai) ein mit zwei Männern besetzter
Roller in der Gießener Ludwigstraße auf. Beide trugen keinen Helm und am Roller
war kein gültiges Versicherungskennzeichen angebracht. Nachdem die
Einsatzbeamten den Rollerfahrer zum Anhalten aufforderten, beschleunigte dieser
und versuchte durch teils riskante und verkehrswidrige Fahrweise zu flüchten.
Der Roller geriet aufgrund dessen und der regennassen Fahrbahn ins Rutschen, die
beiden nicht verletzten Jugendlichen versuchten daraufhin zu Fuß weiter zu
flüchten.
Die Polizeibeamten reagierten schnell und nahmen die beiden Flüchtigen bereits
nach wenigen Metern vorläufig fest. Bei den folgenden Ermittlungen stellte sich
heraus, dass der Roller gestohlen war, der Fahrer keinen Führerschein besaß und
mutmaßlich unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln stand. Die beiden 17 und
18 Jahre alten Männer wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen von der
Polizeidienststelle wieder entlassen.
Fernwald-Steinbach: Täterfestnahme nach sexueller Belästigung
Ein schneller Fahndungserfolg führte zur Festnahme eines 20-jährigen Mannes,
nachdem dieser zuvor gezielt zwei 13- und 14-jährige Mädchen rund um das
Sportplatzgeländer in Fernwald-Steinbach ansprach und gegen ihren Willen
umarmte.
Am Donnerstagabend (21. Mai) gegen 19 Uhr gingen bei der Polizei mehrere
Hinweise ein, dass ein Mann in Steinbach gezielt junge Frauen und Mädchen
anspreche und belästige. Die sofort entsendete Streife konnte durch intensive
Erstermittlungen und Fahndungsmaßnahmen zeitnah den Täter in Tatortnähe
festnehmen.
Im Zusammenhang mit der Meldung und der möglicherweise entstandenen
Verunsicherung macht die Polizei auf Folgendes aufmerksam:
- Sprechen Sie mit Kindern über derartige Situationen, um sie
kindgerecht darauf vorzubereiten.
- Erlauben Sie ihrem Kind ausdrücklich, dass es "Nein" sagen darf,
wenn ihm etwas "komisch" vorkommt, es sich unwohl fühlt oder es
sich in Gefahr wähnt. Die Botschaft ist: "Keiner darf etwas von
dir verlangen was du nicht möchtest!"
- Üben Sie mit Ihrem Kind, wie es sich in bedrohlichen Situationen
verhalten soll. Es soll weglaufen, andere Erwachsene ansprechen,
um Hilfe bitten oder auch laut um Hilfe schreien.
- Ermuntern Sie Ihr Kind, um Hilfe zu bitten, wenn es Hilfe
braucht.
- Im Zweifel immer die "110" wählen! Die Polizei hilft immer und
sofort!
Werden Kinder von fremden Personen auf der Straße oder aus Fahrzeugen heraus
angesprochen, beunruhigt das aus nachvollziehbaren Gründen Eltern und
Erziehungsverantwortliche. Dennoch gilt es, Hysterie, Gerüchte und
Überreaktionen zu vermeiden und gleichzeitig besonders aufmerksam zu sein, um
sexuelle Gewalttaten an Kindern zu vermeiden.
Erhaltene Informationen, dass Kinder angesprochen worden, sollten nicht
ungeprüft (wie z. B. über WhatsApp-Gruppen) weitergegeben werden! Zuerst bei der
Polizei unter "110" nachfragen, ob ein derartiger Vorfall bekannt ist!
Weitere wichtige Tipps finden Sie auch hier: https://www.polizei-beratung.de/akt
uelles/detailansicht/was-tun-wenn-fremde-kinder-ansprechen/
Friederike Morello, Pressesprecherin
Rückfragen bitte an:
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ferniestraße 8
35394 Gießen
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Außerhalb der Regelarbeitszeit
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