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Stendal (ots) - Für einen ungewöhnlichen Einsatz wurden Beamte der Bundespolizei
am Sonntag, den 31. Mai 2026, zur Mittagszeit alarmiert. Der Bundespolizei wurde
eine Ziege gemeldet, die sich im Gleisbereich der Bahnstrecke zwischen Stendal
Hauptbahnhof und Demker aufhielt. Eine Streife des Bundespolizeireviers Stendal
begab sich umgehend zum Ereignisort und stellte das Tier direkt in den Gleisen
fest. Da sich die Ziege bei Annäherung der Einsatzkräfte immer wieder entfernte
und entlang der Strecke in Richtung Stendal lief, musste der Bahnverkehr
zunächst zwischen Stendal und Demker gesperrt werden. Mehrere Versuche, das Tier
einzufangen, blieben zunächst erfolglos. Durch Hinweise von Anwohnern konnte
jedoch der Halter ermittelt werden. Als das Tier kurz vor dem Hauptbahnhof
Stendal mehrere Gleise überquerte, wurde aus Sicherheitsgründen der gesamte
Bahnverkehr im Bahnhofsbereich vorübergehend eingestellt. Unterstützung
erhielten die Bundesbeamten durch eine Streife der Polizeiinspektion Stendal. Um
12:45 Uhr verließ die Ziege den Gleisbereich. Dank eines weiteren
Bürgerhinweises konnte das Tier kurze Zeit später im Stadtgebiet von Stendal
festgestellt werden. In der Weberstraße gelang es den Einsatzkräften
schließlich, die Ziege einzukreisen und einzufangen. Anschließend wurde sie mit
einem Dienstfahrzeug wohlbehalten zu ihrem Besitzer zurückgebracht. Durch den
Vorfall kam es bei zwölf Zügen zu Verspätungen von insgesamt 289 Minuten. Zudem
mussten zwei Zugverbindungen teilweise ausfallen. Die Bundespolizei wies den
Tierhalter auf seine Verantwortung zur Sicherung des Geheges hin, um ähnliche
Vorfälle künftig zu verhindern. Gegen ihn wurde ein
Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Rückfragen bitte an:
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