|
München (ots) - Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) in Bayern sieht die
Entscheidung des Bayerischen Innenministeriums, Distanz-Elektro-Impulsgeräte
(DEIG) - sogenannte Taser - nun auch im regulären Streifendienst zu erproben,
als wegweisenden Erfolg für die Sicherheit der Polizeikräfte. Damit wird eine
langjährige Kernforderung der DPolG endlich auf den Weg gebracht.
Bisher war der Einsatz des DEIG in Bayern primär Spezialeinheiten und
geschlossene Einsatzeinheiten vorbehalten. Die Ausweitung der Erprobung auf den
Streifendienst wird von der DPolG als notwendige Reaktion auf die zunehmenden
Herausforderungen im täglichen Dienst gewertet.
Jürgen Köhnlein, Landesvorsitzender der DPolG, betont die Relevanz dieser
Entscheidung: "Diese Erprobung ist ein überfälliger Schritt hin zu mehr
Sicherheit für unsere Kolleginnen und Kollegen. Wer von Einsatzkräften erwartet,
dass sie hochgefährliche Lagen beherrschen, muss ihnen auch die passenden
Einsatzmittel zur Verfügung stellen. Der DEIG schließt die entscheidende Lücke
zwischen Schlagstock, Pfefferspray und der Schusswaffe."
Die Bayerische Polizei sieht sich zunehmend mit hochaggressiven Personen,
psychischen Ausnahmesituationen und bewaffneten Angreifern konfrontiert. Die
Erfahrungen zeigen, dass oft schon das bloße Androhen des DEIG-Einsatzes eine
deeskalierende Wirkung entfaltet. Das Gerät kann in kritischen Situationen
helfen, schwere Verletzungen bei Beamten sowie bei den Tatverdächtigen selbst zu
vermeiden und lebensbedrohliche Eskalationen zu verhindern.
"Wir haben seit Jahren darauf hingewiesen, dass der Streifendienst ein modernes
und verhältnismäßiges Mittel braucht, um Distanz zu wahren und Gefahren wirksam
abzuwehren. Mit der Pilotphase wird jetzt anerkannt, dass der Taser kein Symbol,
sondern ein wichtiger Bestandteil der gelebten Praxis ist," so Köhnlein weiter.
"Wir werden den Verlauf des Pilotprojekts eng begleiten. Gleichzeitig bleiben
offene Fragen, wie die Beibehaltung des 4-Kräfte-Konzepts und die Einstufung des
DEIG als Waffe und nicht als Hilfsmittel der körperlichen Gewalt", so Köhnlein
abschließend.
Rückfragen bitte an:
DPolG Bayern
Markus Haiß
Telefon: 08955279490
E-Mail: socialmedia@dpolg-bayern.de
https://www.dpolg-bayern.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/134118/6290092
OTS: DPolG Bayern
|