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ZOLL-F: Staatsanwaltschaft Darmstadt und Zollfahndung Frankfurt: Massenweise illegale Vapes aus dem Verkehr gezogen Haupttatverdächtiger am Flughafen festgenommen (FOTO)

18.06.2026 13:25 Uhr Zollfahndungsamt Frankfurt am Main

Darmstadt / Dreieich / Frankfurt am Main / Heusenstamm (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main vom 18.06.2026

Mehrere Hunderttausend unversteuerte sowie nicht in Deutschland zugelassene Vapes stellten Frankfurter Zollfahnderinnen und Zollfahnder am vergangenen Sonntag, 14.06.2026, neben mutmaßlich gefälschten Arzneimitteln und Markenfälschungen, in einer Lagerhalle in Heusenstamm sicher.

Im Rahmen weiterer Durchsuchungsmaßnahmen in Dreieich am vergangenen Sonntag, 14.06.2026, sowie an diesem Mittwoch, 17.06.2025, wurden durch die Ermittlerinnen und Ermittler rund 170.000 Euro Bargeld, Gold und Schmuck im Wert von rund 150.000 Euro sowie weitere Beweismittel fest- und sichergestellt. Zudem vollstreckten die Zollfahnderinnen und Zollfahnder am Frankfurter Flughafen einen Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Kopf einer Schmugglergruppierung vor dessen Ausreise in die Vereinigten Arabischen Emirate sowie eine Vermögensarrest über 1,5 Millionen Euro.

Dem Hauptbeschuldigten und vier weiteren Tatverdächtigen wird der bandenmäßige Einfuhrschmuggel von sowie der unerlaubte bandenmäßige Handel mit unversteuerten Zigaretten und Einweg-E-Zigaretten und somit Steuerhehlerei vorgeworfen. Die Ermittlungen des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Darmstadt werden in diesem Komplex seit Sommer 2024 geführt.

"Kriminaltaktische Maßnahmen lieferten Hinweise auf illegale Aktivitäten der mutmaßlichen Tätergruppierung und es gelang der Staatsanwaltschaft Darmstadt sowie den Frankfurter Zollfahndern weitere potentielle Tatbeteiligte zu identifizieren und deren Rolle innerhalb der Gruppierung zu erhellen", so Robert Hartmann, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt.

Bereits im Oktober 2025 wurden in Zusammenarbeit mit dänischen Strafverfolgungsbehörden bereits 35.000 Stück geschmuggelte Vapes an einem Autobahn-Grenzübergang von Deutschland nach Dänemark sichergestellt, die der Bande zugeordnet werden können. Der verursachte Steuerschaden lag hier bei rund 1,6 Millionen Euro. Nach bisherigen Ermittlungserkenntnissen wurden die in Deutschland und Dänemark sichergestellten Einweg-E-Zigaretten aus China über den Luftweg in die Europäische Union eingeschmuggelt.

"Die Anzahl der in Heusenstamm sichergestellten Vapes war so groß, dass die vollgepackten Kisten ganze 56 Europaletten zum Abtransport füllten", verdeutlicht Carina Orth, Pressesprecherin des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main. "In Deutschland sind Einweg-Vapes mit zwei Millilitern nikotinhaltigem Liquid erlaubt. Dies ist in etwa mit dem Konsum von zwei Schachteln herkömmlicher Zigaretten vergleichbar. Die hier sichergestellten E-Zigaretten überschritten die zugelassene Höchstmenge jedoch um das Vielfache und waren zudem nicht versteuert. Der den Bürgerinnen und Bürgern entstandene Steuerschaden wird derzeit auf mindestens 1,8 Millionen Euro geschätzt", klärt Orth weiter auf.

Die Einsatzmaßnahmen wurden durch die Spezialkräfte des Zolls, der Zentralen Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ), sowie dem Zollfahndungsamt Hamburg und dem Technischen Hilfswerk, Ortsverband Neu-Isenburg, unterstützt.

Der 35-jährige Haupttatverdächtige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt dem Amtsgericht Darmstadt vorgeführt, das den Untersuchungshaftbefehl bestätigte. Die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main dauern an.

In der Vergangenheit führten die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main ein ähnliches Ermittlungsverfahren gegen eine andere Tätergruppierung. Die Pressemitteilung hierzu finden Sie unter https://ww w.zoll.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/Produktpiraterie/2024/z89_haftbefehle _zfaffm.html

Zusatzinformationen

Das nikotinhaltige Liquid in E-Zigaretten unterliegt in der Bundesrepublik Deutschland als verbrauchsteuerpflichtige Ware bzw. als sogenanntes Substitut der Tabaksteuer. Tabakwaren im Sinne des Tabaksteuergesetzes dürfen in Deutschland nur zum Verkauf angeboten und verkauft bzw. gekauft werden, wenn sie hier (im Steuergebiet der Bundesrepublik Deutschland) ordnungsgemäß versteuert worden sind. Das ist an den deutschen Steuerzeichen zu erkennen. Wer Tabakwaren, für die die Tabaksteuer hinterzogen wurde, mit einer Bereicherungsabsicht ankauft oder sich oder einem Dritten verschafft, oder diese unversteuerten Tabakwaren absetzt oder abzusetzen hilft, der begeht eine strafbare gewerbsmäßige Steuerhehlerei.

Rückfragen bitte an:

Zollfahndungsamt Frankfurt am Main Pressesprecherin Carina Orth Telefon: 069/50775-133 E-Mail: mailto:presse@zfaf.bund.de http://www.zoll.de


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Zollfahndungsamt Frankfurt am Main
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