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HZA-HST: Fusion Festival 2026 - vorläufiges Fazit der Polizeiinspektion Neubrandenburg, der Bundespolizeiinspektion Stralsund und des Hauptzollamtes Stralsund

29.06.2026 16:25 Uhr Hauptzollamt Stralsund

Stralsund (ots) - Das 27. Fusion Musikfestival ist zu Ende, die Abreise in vollem Gange - seit gestern verlassen Festivalteilnehmer mit Reisebussen, Rädern, eigenen PKW und mit dem Zug den Bereich rund um Lärz/Neustrelitz.

Wie bereits bei der Anreise sind auch aktuell bei der Abreise die Landes- und die Bundespolizei im Einsatz, um für eine reibungslose Abfahrt zu sorgen.

Rückblickend war es für die Kräfte unter Führung der Polizeiinspektion Neubrandenburg wettertechnisch mit der heißeste Einsatz bei einem Fusion Festival. An den festen und mobilen Kontrollstellen rund um das Festivalgelände haben die Beamten seit Dienstagabend 48 Feststellungen gehabt, bei denen Personen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln am Steuer saßen. Das sind immer 48 Fälle zu viel - daher ist das Prüfen und Sicherstellen der Verkehrstauglichkeit rund um An- und Abreise zu recht das Hauptaugenmerk der Polizei im Fusion-Einsatz.

Neben diesen Feststellungen hat die Polizei unter anderem acht Anzeigen wegen des Besitzes beziehungsweise Handelns mit Drogen aufgenommen.

Am Donnerstagabend musste das Festival in Abstimmung der Sicherheitskräfte des Veranstalters mit Ordnungsamt und Polizei für etwa 2,5 Stunden unterbrochen werden. Sämtliche Gäste wurden auf die Landebahnen evakuiert, nachdem neben dem Festivalgelände ein Brand in der angrenzenden Natur ausgebrochen war, der von der Feuerwehr zügig unter Kontrolle gebracht werden konnte. Dabei hat die Polizei auf dem Gelände kontrolliert, dass alle Festivalteilnehmer den kritischen Bereich verlassen haben. Und während sich eigentlich alle nach und nach vorsorglich in Sicherheit bringen sollten, haben einige Teilnehmer die Situation genutzt und die Plane an einer Seite der mobilen Polizeiwache von außen mit Graffiti beschmiert. Als eine Polizistin die Taten der Verdächtigen unterbinden und per Video als Beweis sichern wollte, wurde sie durch eine Person körperlich angegriffen und leichtverletzt. Die Ermittlungen laufen in diesem Fall, die gesicherten Daten werden ausgewertet. Anzeigen wegen Sachbeschädigung und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte wurden aufgenommen. Der Sachschaden beträgt etwa 500 Euro.

Im Bereich des Bahnhofs Neustrelitz ist mit Beginn des Festivals auch die Bundespolizeiinspektion Stralsund im Einsatz.

Für die Bundespolizei lag der Schwerpunkt darin, eine sichere An- und Abreise der Festivalgäste auf dem Hauptbahnhof Neustrelitz zu gewährleisten. Die verstärkte Bundespolizeiinspektion Stralsund war mit rund 70 Beamtinnen und Beamten im Einsatz. Insgesamt kann eine positive Einsatzbilanz im Bahnbereich gezogen werden.

Knapp 12.000 Festivalteilnehmerinnen und -teilnehmer reisten zum Eventwochenende mit Reisezügen der Deutschen Bahn an und bis heute Mittag rund 7.800 Personen auch wieder ab. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Anstieg der Reisendenzahlen zu verzeichnen.

Wie bereits im Vorfeld von der Bundespolizei angekündigt, fanden während des Einsatzzeitraums stichprobenartige und anlassbezogene Kontrollen statt. Dabei stellten die Einsatzkräfte 10 Straftaten und eine Ordnungswidrigkeit fest. Bei den Straftaten handelt es sich überwiegend um Delikte nach dem Betäubungsmittelgesetz. Es wurden unter anderem Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine sichergestellt. Außerdem wurde ein kolumbianischer Staatsangehöriger festgestellt, der sich unerlaubt in Deutschland aufhält.

Die Sicherheit der Bahnreisenden war in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn jederzeit gewährleistet. Trotz mehrerer Zugausfälle im Fernverkehr konnte dennoch die Abreise der Festivalteilnehmer sichergestellt werden. Die Deutschen Bahn AG setzte insgesamt sieben Sonderzügen ein, um den Rückreiseverkehr zu entzerren. Damit verlief die Abreisephase ebenso geordnet und störungsfrei wie die Anreise.

Während der Hauptanreisetage haben auch Kräfte des Hauptzollamtes Stralsund unter anderem mit Drogenspürhunden die Kontrollen der Landespolizei unterstützt. Aufgrund des vielfältigen Veranstaltungsprogramms und der geographischen Lage ist das Fusion Festival auch im europäischen Umland sehr beliebt, insbesondere bei Besucherinnen und Besuchern aus dem benachbarten Ausland. Das Hauptzollamt Stralsund hat sich daher auch in diesem Jahr in zwei Einsatzabschnitten an Kontrollen des Anreiseverkehrs beteiligt. Ziel der Überprüfung Anreisender war die Verhinderung, Feststellung und Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Bereich der Verbote und Beschränkungen, insbesondere das Mitbringen verbotener Substanzen. Dabei kamen sowohl Drogenspürhunde als auch Röntgentechnik zum Einsatz.

Wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Konsumcannabisgesetz wurden insgesamt 24 Strafverfahren eingeleitet. Einige Aufgriffe bestanden dabei aus einem bunten Mix unterschiedlichster Betäubungsmittel wie Ecstasy, Amphetamin, anderen psychoaktiven Substanzen, Kokain, psilocybinhaltigen Pilzen, LSD, Ketamin sowie Haschisch und Marihuana.

Der Zoll weist an dieser Stelle darauf hin, dass auch mit Inkrafttreten des Konsumcannabisgesetzes zum 01.04.2024 das Mitbringen von Cannabis (in allen Formen) aus dem Ausland verboten ist.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Stralsund Fanny Tumanow-Lammers Telefon: 03831-356 1103 E-Mail: presse.hza-stralsund@zoll.bund.de www.zoll.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/121238/6304539 OTS: Hauptzollamt Stralsund


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Hauptzollamt Stralsund
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