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Giessen (ots) - Drei Kinder im Alter zwischen 10 und 11 Jahren zeigten
Zivilcourage und halfen, während andere wegsahen. Als Dankeschön und Anerkennung
wurden die drei kürzlich ins Polizeipräsidium nach Gießen eingeladen.
Anton und Theo hatten Ende April in Gießen eine Auseinandersetzung zwischen zwei
Obdachlosen beobachtet. Einer der Männer erlitt dabei Verletzungen. Während den
Schilderungen zufolge mehrere Erwachsene weder einschritten noch sich um den
Verletzten kümmerten, gingen die Jungs mit gutem Beispiel voran. Sie sprachen
Niclas an, und mit dessen Handy setzten die Helfer gemeinsam einen Notruf ab.
Sie riefen jedoch nicht nur den Krankenwagen. Darüber hinaus sammelten sie auch
die verlorenen Gegenstände des verletzten Mannes ein. Zudem sprachen sie mit dem
Mann und kümmerten sich bis zum Eintreffen von Polizei und Rettungsdienst um
ihn. Im Nachgang standen sie der Polizei als Zeugen zur Verfügung.
Als das vorbildliche Verhalten bekannt wurde, war klar, dass den kleinen Helfern
ein großes Dankeschön gebührt. Polizeivizepräsident Dr. Hanno Frielinghaus ließ
es sich nicht nehmen, sich bei den drei Helfern persönlich zu bedanken. Beim
Empfang im Polizeipräsidium schilderten die Kinder in Begleitung ihrer
Erziehungsberechtigten in gemeinsamer Runde den Vorfall aus ihrer Sicht. Dr.
Frielinghaus sprach Anton, Theo und Niclas seinen Dank aus und überreichte eine
"Ehrenurkunde" sowie weitere kleine Präsente.
Im Anschluss gab es eine exklusive Führung durch das Präsidium. Wie echte
Notrufe ankommen und bei der Polizei bearbeitet werden, lernten die drei in der
Leitstelle. Danach ging es weiter mit einer Besichtigung der Gewahrsamszellen.
Natürlich durfte auch der Streifenwagen im Programm nicht fehlen. Hier drehten
Anton, Niclas und Theo nicht nur eine Runde über das Gelände, sie durften auch
ausgiebig Blaulicht und Sirene testen. Am Ende des Tages kündigten alle drei mit
einem Lächeln im Gesicht an, später auch einmal zur Polizei gehen zu wollen.
Dass sie die besten Voraussetzungen dazu mitbringen, haben sie bereits
eindrucksvoll bewiesen.
Pierre Gath, Pressesprecher
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