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Mittelhessen: Hessenweiter Action Day Speed am 6. August - Polizei zieht Bilanz

10.08.2026 16:10 Uhr Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle

Giessen (ots) - Im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Speed-Kontrollwoche fanden vom 3. bis 9. August hessenweit verstärkte Verkehrskontrollen statt. Ziel war es, das Bewusstsein für die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit zu schärfen. Zu schnelles Fahren zählt zu den häufigsten Ursachen von Verkehrsunfällen und ist für einen großen Anteil der tödlichen Verkehrsunfälle mitursächlich.

Höhepunkt der Kontrollwoche war der "Action Day Speed" am 6. August. Landesweit waren rund 240 Einsatzkräfte im Einsatz. Neben den Geschwindigkeitskontrollen suchten die Polizistinnen und Polizisten vielerorts das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern, um auf die Gefahren zu schnellen Fahrens aufmerksam zu machen. Denn Rücksichtnahme, angepasste Geschwindigkeit und verantwortungsbewusstes Verhalten sind wichtige Voraussetzungen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Von rund 48.800 hessenweit kontrollierten Fahrzeugen am 6. August hielten sich 3.018 Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer nicht an die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Für 92 von ihnen hat die Überschreitung zudem ein Fahrverbot zur Folge.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Westhessen stellten die Einsatzkräfte mehrere, teils erhebliche Verstöße fest.

Auf der Theodor-Heuss-Brücke wurde ein Fahrzeug, das von Mainz in Richtung Wiesbaden unterwegs war, mit 87 km/h gemessen. Erlaubt sind dort 50 km/h. Den Fahrzeugführer erwarten ein Bußgeld in Höhe von 260 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister sowie ein einmonatiges Fahrverbot.

Bei einer Kontrolle im Bereich Klarenthaler Straße/Blumenthalstraße stellten die Einsatzkräfte zudem fest, dass auf der Rückbank eines Fahrzeugs zwei Kinder ohne angelegten Sicherheitsgurt befördert wurden. Für diesen Verstoß sieht der Bußgeldkatalog ein Bußgeld in Höhe von 70 Euro sowie einen Punkt im Fahreignungsregister vor. Bei der anschließenden Überprüfung des Fahrzeugführers stellten die Beamten zudem fest, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Der Mann wurde festgenommen.

Besonders gefährlich verlief eine weitere Kontrolle auf der Theodor-Heuss-Brücke. Ein blauer VW Polo war aus Mainz kommend in Richtung Wiesbaden unterwegs und wurde mit 64 km/h gemessen. Als die Einsatzkräfte das Fahrzeug einer Kontrolle zuführen wollten, beschleunigte der Fahrer und fuhr nach links in den Gegenverkehr. Anschließend bog er unmittelbar auf die Rampenstraße in Richtung Wiesbadener Straße ab.

Nach Einschätzung der eingesetzten Beamten war es dabei lediglich dem Zufall zu verdanken, dass es aufgrund des zu diesem Zeitpunkt ausbleibenden Gegenverkehrs nicht zu einem Verkehrsunfall kam. Eine unmittelbar eingeleitete Nacheile sowie eine anschließende Fahndung nach dem Fahrzeug verliefen zunächst ohne Erfolg. Kurz darauf konnten Zivilbeamte das Fahrzeug unweit der Rampenstraße feststellen und beobachten. Wenige Minuten später erschien der verantwortliche Fahrer an dem Fahrzeug und wollte damit losfahren. Die Zivilbeamten konnten dies verhindern und den Mann festnehmen.

Gegen den Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs, des Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel, eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

Ebenfalls an Kontrollstellen in Südosthessen stellten die Einsatzkräfte erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen fest. Ein 54-jähriger Fahrzeugführer wurde auf der A661 im Baustellenbereich mit 141 km/h bei erlaubten 100 km/h gemessen. Ihn erwarten ein Bußgeld in Höhe von 320 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister sowie ein einmonatiges Fahrverbot.

Im Stadtgebiet Frankfurt am Main überschritt ein Fahrzeugführer die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Sindlinger Mainbrücke (B40) besonders deutlich. Er wurde mit 141 km/h gemessen, obwohl dort lediglich 60 km/h erlaubt sind. Auch ihn erwartet ein Fahrverbot.

Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Die Ergebnisse des Aktionstages zeigen, dass viele Fahrerinnen und Fahrer die Gefahren von Geschwindigkeitsüberschreitungen nach wie vor unterschätzen. Bereits eine vermeintlich geringe Überschreitung kann im entscheidenden Moment darüber mitentscheiden, ob ein Unfall verhindert werden kann oder schwere Folgen hat.

Die Polizei appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer, Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten, die Geschwindigkeit den Verkehrs- und Straßenverhältnissen anzupassen und jederzeit mit Rücksicht und Verantwortung unterwegs zu sein.

Friederike Morello, Pressesprecherin

Rückfragen bitte an:

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Telefon: +49 641/7006-2055 (Pressetelefon) E-Mail: pressestelle.ppmh@polizei.hessen.de

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Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6330553 OTS: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle
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