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Mittelhessen: STADT+KREIS GIEßEN: Einbrecher bemerken Kamera und flüchten + Falscher Bankmitarbeiter macht Beute - Polizei warnt

31.08.2026 17:55 Uhr Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle

Giessen (ots) - Laubach: Einbrecher bemerken Kamera und flüchten

Am Samstag (29.8.) versuchten zwei Einbrecher in ein Einfamilienhaus in Wetterfeld einzusteigen. Als die Unbekannten eine Kamera am Haus im Rodweg bemerkten, ließen sie von ihrer Tat ab und flüchteten. Die Männer waren beide etwa Mitte 30 bis 40 Jahre alt, einer hatte etwas längere Haare. Der Einbruchsversuch fand gegen 23.45 Uhr statt. Die Ermittler suchen Zeugen, die etwas Verdächtiges bemerkt haben. Sind Personen oder Fahrzeuge im Bereich aufgefallen? Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0641/7006-6555.

Fernwald: Falscher Bankmitarbeiter macht Beute - Polizei warnt

Unter dem Vorwand, festgestellte, verdächtige Buchungen zu korrigieren, gelang es einem Betrüger, Geld vom Konto einer 58-jährigen Frau aus Fernwald zu erbeuten. Der angebliche Bankmitarbeiter übte am Donnerstag (27.8.) so lange Druck auf die Frau aus, bis diese sensible Daten preisgab. Wie hoch der entstandene Schaden tatsächlich ist, wird noch ermittelt, er bewegt sich ersten Schätzungen zufolge im mittleren, fünfstelligen Eurobereich.

Um es den dreisten Betrügern möglichst schwer zu machen, bittet die Polizei um Mithilfe. Sprechen Sie mit älteren Angehörigen über die vielfältigen Maschen der Täter. Stellen Sie sich als Ansprechpartner für ihre Angehörigen zur Verfügung. Zeigen Sie die Möglichkeit auf, unter der Nummer 110 jederzeit die Polizei zu Hilfe holen zu können. Betrüger manipulieren oftmals geschickt. In der Regel versuchen sie, ihre Opfer initial zu schockieren. In vergangenen Fällen kam es bereits zu zahlreichen Anrufen und Gesprächen, die sich teils über einen langen Zeitraum, in manchen Fällen Stunden, erstrecken können. Darin üben die Kriminellen im Verlauf immer mehr Druck auf ihre Opfer aus. Die dabei genutzten Betrugsmaschen sind vielfältig. Im Kontext von falschen Bankmitarbeitern ist der typische Ablauf der gängigsten Fälle wie folgt:

- Der Schockanruf: Die Täter rufen an und geben sich als Mitarbeiter Ihrer Bank oder Sparkasse aus. Oft behaupten sie, es seien "unregelmäßige Kontobewegungen" aufgefallen. Daher seien weitere Sicherheitsvorkehrungen nötig. - Die PIN-Falle: Unter dem Vorwand, die Karte sperren oder prüfen zu müssen, wird das Opfer gedrängt, die PIN preiszugeben. Entweder direkt am Telefon, vor Ort an den falschen Mitarbeiter oder durch Eingabe in eine gefälschte Website. - Die Abholung: Da die Karte angeblich "defekt" oder "unsicher" sei, kündigt der Anrufer an, ein Kurier oder Kollege werde sie sofort an der Haustür abholen, um sie zur Bank zu bringen. Teils wird versucht, auch weitere Wertgegenstände in Verwahrung zu nehmen, um sie so vor Dieben zu sichern. - Die Plünderung: Sobald die Betrüger Karte und PIN haben, heben sie umgehend Bargeld an Automaten ab oder tätigen Einkäufe.

Die Ermittler raten: Banken fragen telefonisch nicht nach Details, Wertgegenständen, Geheimnummern oder fordern Sie telefonisch zu Überweisungen auf. Sollte sich ein angeblicher Mitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf! Vergewissern Sie sich im Zweifel persönlich bei Ihrer Bank. Geben Sie auf keinen Fall Informationen zu Ihren Wertgegenständen, private Daten wie z.B. Bankkonto- und Kartendaten oder andere Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal), heraus. Im Zweifel gilt: Gespräch sofort beenden und die Polizei informieren! Die Polizei Hessen bietet umfangreiche Präventionsangebote und gibt kostenlos Tipps. Kontakt zu den mittelhessischen Ansprechpersonen finden Sie auf unserer Internetseite: https:// www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/kriminalpolizeiliche-beratungsste lle-im-polizeipraesidium-mittelhessen

Pierre Gath, Pressesprecher

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelhessen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Ferniestraße 8 35394 Gießen

Telefon: +49 641/7006-2055 (Pressetelefon) E-Mail: pressestelle.ppmh@polizei.hessen.de

Außerhalb der Regelarbeitszeit

Polizeiführerin/Polizeiführer vom Dienst (PvD) Telefon: +49 641/7006-3381 E-Mail: ful.ppmh@polizei.hessen.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6343074 OTS: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle
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