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Giessen (ots) - Laubach: Einbrecher bemerken Kamera und flüchten
Am Samstag (29.8.) versuchten zwei Einbrecher in ein Einfamilienhaus in
Wetterfeld einzusteigen. Als die Unbekannten eine Kamera am Haus im Rodweg
bemerkten, ließen sie von ihrer Tat ab und flüchteten. Die Männer waren beide
etwa Mitte 30 bis 40 Jahre alt, einer hatte etwas längere Haare. Der
Einbruchsversuch fand gegen 23.45 Uhr statt. Die Ermittler suchen Zeugen, die
etwas Verdächtiges bemerkt haben. Sind Personen oder Fahrzeuge im Bereich
aufgefallen? Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer
0641/7006-6555.
Fernwald: Falscher Bankmitarbeiter macht Beute - Polizei warnt
Unter dem Vorwand, festgestellte, verdächtige Buchungen zu korrigieren, gelang
es einem Betrüger, Geld vom Konto einer 58-jährigen Frau aus Fernwald zu
erbeuten. Der angebliche Bankmitarbeiter übte am Donnerstag (27.8.) so lange
Druck auf die Frau aus, bis diese sensible Daten preisgab. Wie hoch der
entstandene Schaden tatsächlich ist, wird noch ermittelt, er bewegt sich ersten
Schätzungen zufolge im mittleren, fünfstelligen Eurobereich.
Um es den dreisten Betrügern möglichst schwer zu machen, bittet die Polizei um
Mithilfe. Sprechen Sie mit älteren Angehörigen über die vielfältigen Maschen der
Täter. Stellen Sie sich als Ansprechpartner für ihre Angehörigen zur Verfügung.
Zeigen Sie die Möglichkeit auf, unter der Nummer 110 jederzeit die Polizei zu
Hilfe holen zu können. Betrüger manipulieren oftmals geschickt. In der Regel
versuchen sie, ihre Opfer initial zu schockieren. In vergangenen Fällen kam es
bereits zu zahlreichen Anrufen und Gesprächen, die sich teils über einen langen
Zeitraum, in manchen Fällen Stunden, erstrecken können. Darin üben die
Kriminellen im Verlauf immer mehr Druck auf ihre Opfer aus. Die dabei genutzten
Betrugsmaschen sind vielfältig. Im Kontext von falschen Bankmitarbeitern ist der
typische Ablauf der gängigsten Fälle wie folgt:
- Der Schockanruf: Die Täter rufen an und geben sich als
Mitarbeiter Ihrer Bank oder Sparkasse aus. Oft behaupten sie, es
seien "unregelmäßige Kontobewegungen" aufgefallen. Daher seien
weitere Sicherheitsvorkehrungen nötig.
- Die PIN-Falle: Unter dem Vorwand, die Karte sperren oder prüfen
zu müssen, wird das Opfer gedrängt, die PIN preiszugeben.
Entweder direkt am Telefon, vor Ort an den falschen Mitarbeiter
oder durch Eingabe in eine gefälschte Website.
- Die Abholung: Da die Karte angeblich "defekt" oder "unsicher"
sei, kündigt der Anrufer an, ein Kurier oder Kollege werde sie
sofort an der Haustür abholen, um sie zur Bank zu bringen. Teils
wird versucht, auch weitere Wertgegenstände in Verwahrung zu
nehmen, um sie so vor Dieben zu sichern.
- Die Plünderung: Sobald die Betrüger Karte und PIN haben, heben
sie umgehend Bargeld an Automaten ab oder tätigen Einkäufe.
Die Ermittler raten: Banken fragen telefonisch nicht nach Details,
Wertgegenständen, Geheimnummern oder fordern Sie telefonisch zu Überweisungen
auf. Sollte sich ein angeblicher Mitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie
darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf! Vergewissern Sie sich im
Zweifel persönlich bei Ihrer Bank. Geben Sie auf keinen Fall Informationen zu
Ihren Wertgegenständen, private Daten wie z.B. Bankkonto- und Kartendaten oder
andere Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal), heraus. Im Zweifel gilt:
Gespräch sofort beenden und die Polizei informieren! Die Polizei Hessen bietet
umfangreiche Präventionsangebote und gibt kostenlos Tipps. Kontakt zu den
mittelhessischen Ansprechpersonen finden Sie auf unserer Internetseite: https://
www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/kriminalpolizeiliche-beratungsste
lle-im-polizeipraesidium-mittelhessen
Pierre Gath, Pressesprecher
Rückfragen bitte an:
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