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Köln (ots) - Mehr als 60 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS)
des Kölner Zolls, kontrollierten heute gezielt Barbershops und Nagelstudios in
Köln, Bergisch Gladbach, dem Oberbergischen Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis.
Bundesweit überprüften heute rund 2.200 Zöllnerinnen und Zöllner im Rahmen einer
Schwerpunktprüfung das Friseur- und Kosmetikgewerbe.
Insgesamt wurden 66 Beschäftigte von 35 Firmen überprüft.
Kontrolliert wurden:
- in Köln: 34 Beschäftigte von 15 Firmen
- in Bergisch Gladbach: 11 Beschäftigte von 4 Firmen
- im Oberbergischen Kreis (Hückeswagen, Wipperfürth und
Radevormwald): 5 Beschäftigte von 8 Firmen
- im Rhein-Sieg-Kreis (Troisdorf und Siegburg): 16 Beschäftigte
von 8 Firmen
"Außergewöhnlich war der Täuschungsversuch in einem Troisdorfer Nagelstudio. Als
der Inhaber mit vietnamesischem Migrationshintergrund meine Kolleginnen und
Kollegen in sein Nagelstudio kommen sah, rief er seiner 25-jährigen
vietnamesischen Angestellten zu, sie solle sich als seine Tochter ausgeben die
nur aushelfe. Allerdings ging der Plan aufgrund guter vietnamesischer
Sprachkenntnisse einer meiner Kollegen nach hinten los. Tatsächlich hatte die
junge Frau keinen gültigen Aufenthaltstitel und hielt sich nach Feststellung
ihrer waren Identität bereits zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit illegal in
Deutschland auf. Noch vor Ort wurden Ermittlungsverfahren gegen sie und ihren
Scheinvater eingeleitet. Über die weiteren aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen
entscheidet jetzt die zuständige Ausländerbehörde. Unsere Ermittlungen richten
sich nun in erster Linie gegen den Nagelstudiobetreiber", so Jens Ahland,
Pressesprecher des Hauptzollamts Köln.
Auch in einem Siegburger Nagelstudio stießen die Einsatzkräfte der FKS auf
illegale Beschäftigung. Eine 19-jährige Vietnamesin wurde dort arbeitend
angetroffen und konnte den Zöllnerinnen und Zöllnern weder eine gültige
Aufenthaltserlaubnis noch ihren eigenen Pass vorlegen. Nach Feststellung der
Identität, wurde die junge Frau an die zuständige Ausländerbehörde übergeben.
Ein 36-jähriger Syrer arbeitete ohne die erforderliche Arbeitserlaubnis in einem
Wipperfürther Barbershop und auch in der Kölner Innenstadt wurde ein 20 Jahre
alter Syrer illegal in einem Barbershop beschäftigt.
In allen Fällen wurden noch vor Ort Ermittlungsverfahren eingeleitet.
"Weitere Ermittlungen sind auch bei einem 30-jährigen Vietnamesen notwendig.
Denn der meinen Kolleginnen und Kollegen vorgelegte Aufenthaltstitel berechtigte
ihn nicht für die Arbeit in einem Siegburger Nagelstudio, sondern nur für die
Betreuung eines minderjährigen Kindes, welches allerdings dauerhaft in Hamburg
lebt", ergänzt Ahland.
Die weitere bisherige Bilanz der Maßnahme:
- Bei 15 Beschäftigten liegen konkrete Anhaltspunkte vor, dass sie
von ihrem Arbeitgeber nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung
gemeldet und somit umgangssprachlich schwarz beschäftigt werden (11
in Köln, einmal in Bergisch Gladbach, 3 im Rhein-Sieg-Kreis).
- Für den Missbrauch von Sozialleistungen, ergaben sich bei 11
Beschäftigten bereits konkrete Anhaltspunkte (8 in Köln, 3 in
Bergisch Gladbach).
- In 6 Fällen ergaben sich erste Hinweise, dass den Beschäftigten
nicht der Mindestlohn gezahlt wird (alle in Köln).
- In 6 Fällen wurden die erforderlichen Ausweispapier nicht
mitgeführt (5 in Köln, einmal in Hückeswagen).
- bei 11 Betrieben werden nicht die nach dem Mindestlohngesetz
vorgeschriebenen Stundenaufzeichnungen geführt (10 in Köln, einmal in
Bergisch Gladbach)
Die Auswertungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern an.
Rückfragen bitte an:
Hauptzollamt Köln
Pressesprecher
Jens Ahland
Telefon: 0221-9413-1008
Mobil: 0151 - 111 74 537
E-Mail: presse.hza-koeln@zoll.bund.de
www.zoll.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/121251/6359604
OTS: Hauptzollamt Köln
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