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DPolG Niedersachsen: Statement der DPolG Niedersachsen |
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| 7.05.2026 18:25 Uhr |
DPolG Niedersachsen |
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Hannover (ots) - 1. Diätenerhöhung, verweigerte Sonderzahlung und fehlende
amtsangemessene Alimentation: Ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten Die
deutliche Erhöhung der Abgeordnetendiäten steht in direktem Widerspruch zur
Entscheidung des Landes, die von der Bundesregierung ausdrücklich ermöglichte
1.000 Euro Sonderzahlung für die niedersächsischen Beamtinnen und Beamten nicht
auszuzahlen. "Man kann nicht das eine machen und das andere aus Kostengründen
ablehnen. Das sorgt für Vertrauensverlust und Ärger - Wertschätzung und
Weitblick sehen anders aus," so Patrick Seegers. Zudem hält sich das Land seit
Jahren bei der amtsangemessenen Alimentation auffällig zurück. Selbst die als
Ausgleich angekündigte Sonderzahlung für eine nicht amtsangemessene Alimentation
ist bis heute nicht ausgezahlt. "Der Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen ist
unterirdisch," stellt Seegers klar. Die DPolG erinnert an die weiterhin
anhängige Klage zur Alimentation beim Bundesverfassungsgericht. "Wenn einem die
eigene Tasche die nächstgelegene ist, muss sich niemand wundern, dass die
Unzufriedenheit mit Politik insgesamt wächst," so Seegers.
2. 500 Beförderungen bei der Polizei: Dringende Notwendigkeit endlich erkannt
Die Umsetzung von 500 Beförderungen zum 1. Juni 2026 trägt endlich einer seit
Jahren bestehenden dringenden Notwendigkeit Rechnung. "Gute Arbeit muss sich
auch lohnen," betont Patrick Seegers. "Eine Verstetigung dieser Möglichkeiten
muss das Ziel sein." Seegers lobt ausdrücklich die Landesregierung: Sie habe
erkannt, wie wichtig dieser Schritt für Motivation, Bindung und
Leistungsfähigkeit der Polizeibeschäftigten ist.
3. Novellierung des Disziplinargesetzes: Misstrauen statt Rechtsstaatlichkeit
Die geplante Reform des Disziplinargesetzes bewertet die DPolG als Farce und
politisch völlig unnötig. "Mehr Misstrauen kann man gar nicht säen," erklärt
Seegers. Eine Beschleunigung von Verfahren sei sinnvoll, doch kein einziges
Verfahren zur Entfernung aus dem Dienst ist bisher gescheitert - eine
Verschärfung zu Lasten rechtsstaatlicher Garantien sei daher nicht zu
rechtfertigen.
Seegers stellt klar:
"Rechtsstaatliche Prinzipien müssen gelten, nicht handstreichartige Maßnahmen
durch Vorgesetzte. Wir brauchen Vertrauen statt Willkür und rechtlich sichere
Verfahren, damit diejenigen, die nachweislich nicht in den Dienst gehören, auch
entfernt werden können." Sein Schlusswort fällt eindeutig aus: "Wenn der Landtag
diesen Entwurf beschließt, zeigt das, dass die Devise nun Misstrauen statt
Vertrauen heißt - ein Bärendienst für alle Kolleginnen und Kollegen."
Rückfragen bitte an:
DPolG Niedersachsen
Patrick Seegers
Telefon: 00162 20 93 935
E-Mail: kontakt@dpolg.org
https://www.dpolg.org/
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OTS: DPolG Niedersachsen
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - DPolG Niedersachsen
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