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Bonn (ots) - In der Sendung "phoenix persönlich" spricht Theo Koll mit der
Nahost-Expertin Natalie Amiri über die aktuellen Entwicklungen im Iran.
"Ich glaube, für die Menschen vor Ort ist es gerade die Hölle auf Erden,"
beschreibt Amiri, deren Vater aus dem Iran stammt, die Lage der Bevölkerung. Die
Kommunikation ins Ausland sei weitestgehend unterbrochen, die Menschen lebten in
Angst und Sorge. Amiri berichtet von Checkpoints und Schlägertrupps auf den
Straßen von Teheran. Die anfängliche Euphorie und Hoffnung auf ein Ende des
Regimes gäbe es nicht mehr. Das Regime habe sich nicht geändert, es sei nach wie
vor hochradikalisiert, korrupt, richte Protestierende hin und unterdrücke die
Bevölkerung. Hinzu komme eine katastrophale wirtschaftliche Lage, die sich durch
den Krieg noch weiter verschlechtert habe. US-Präsident Trump habe, so Amiri,
mit einem schnellen Regimechange gerechnet, das sei nicht passiert und jetzt
wolle er raus. Die Menschen im Iran hätten durch den Krieg nichts gewonnen, sie
hätten keine Perspektive: "Nichts erscheint am Ende des Tunnels hell."
Natalie Amiri war jahrelang für die ARD als Korrespondentin im Iran und leitete
von 2015 bis 2020 das ARD-Büro in Teheran. Nach einer Warnung des
Bundesnachrichtendienstes musste sie das Land verlassen und ist seitdem auch
nicht mehr eingereist. Zuletzt ist von ihr das Buch "Der Nahost-Konflikt"
erschienen.
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