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Berlin (ots) - Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) wird faktisch
ausgehebelt
Der gestern Nachmittag veröffentlichte Referentenentwurf zum GKV-Spargesetz
konterkariert die wirtschaftspolitische Zielsetzung der Bundesregierung und
steht im diametralen Gegensatz zu den Ankündigungen zur Pharmastrategie.
Anstatt Pharma als Leitbranche für Deutschland zu stärken, stehen die
Unternehmen durch den dynamisierten Herstellerabschlag in der wirtschaftlichen
Unkalkulierbarkeit. Betriebswirtschaftlich valide und notwendige Abschätzungen
darüber, wie erfolgreich und sinnvoll Investitionen sein werden, sind auf dieser
Grundlage nicht möglich. Mit den Rabattverträgen für patentgeschützte
Arzneimittel hebelt das Spargesetz außerdem die Praxis aus, neue Arzneimittel
nach ihrem Zusatznutzen zu bewerten und anschließend ihren Preis zu verhandeln.
Damit wird das Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG) faktisch abgeschafft.
Eingriffe in die Impfstoffversorgung, Erstattungsausschlüsse und vermeintlich
kleine Regelungen am Preismoratorium mit großen Auswirkungen verschärfen das
Bild.
Dazu Pharma Deutschland Hauptgeschäftsführerin Dorothee Brakmann: "Die
verschiedensten Regelungen betreffen im Prinzip die komplette Branche, in Zeiten
einer ohnehin schon schwierigen Lage nicht nachzuvollziehen, denn Maßnahmen
konterkarieren die Stärkung des Pharmastandorts und die Versorgungssicherheit in
Deutschland. Die zweifellos vorhandenen Effizienzreserven im System werden nicht
angegangen, es wird ausschließlich durch Rabatte und Ausschlüsse abgeschöpft.
Patientinnen und Patienten in Deutschland verlieren so den Anschluss an gute,
medizinische Versorgung mit Arzneimitteln und eine der investitionsstärksten
Branchen Deutschlands wird weiter verschreckt und geschwächt."
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Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der
Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten
Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in
Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel
sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die
Patientinnen und Patienten bereit. Unter http://www.pharmadeutschland.de/ gibt
es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.
Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:
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