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Frankfurt am Main (ots) - Mit der "Brigade Litauen" ist die Bundeswehr erstmals
in ihrer Geschichte an der Nato-Ostflanke dauerhaft präsent. Der 30-minütige
Film mit dem Titel "Einsatz Ostflanke - Hessische Soldaten in Litauen" ist am
Dienstag, 21. April, um 22 Uhr im hr-fernsehen sowie in der ARD Mediathek zu
sehen.
Die Stationierung in Litauen ist eine Konsequenz aus der sogenannten
Zeitenwende, die der Krieg Russlands gegen die Ukraine einleitete. Die
Soldatinnen und Soldaten sind nur zehn Kilometer von der Grenze zu Belarus
entfernt, dahinter stehen russische Soldaten. 5000 Männer und Frauen werden
künftig im Baltikum wohnen und arbeiten. Seit kurzem sind auch 350 Soldatinnen
und Soldaten aus Nordhessen bei der Einheit. Das Jägerbataillon 1 aus
Schwarzenborn übernimmt sogar für ein halbes Jahr die Führung der
Nato-Kampftruppe in Litauen. Die Jäger sind als Infanteristen vor allem für den
Kampf in bebautem oder stark bewaldetem Gelände ausgebildet. Sie agieren in der
Regel zu Fuß, nutzen aber auch Panzer, Hubschrauber oder Schlauchboote. Ein
halbes Jahr werden die Soldaten und Soldatinnen in Litauen bleiben. Für viele
ist es der erste längere Einsatz im Ausland. Mit welchem Gefühl sind sie an der
Nato-Ostflanke? Unter welchem Bedingungen arbeiten sie? Für die Kinder der
Bundeswehrangehörigen, die dort dauerhaft stationiert sind, ist in Vilnius eine
deutsche Schule im Aufbau. Monika Arens aus Bad Homburg leitet die Grundschule.
Sie gibt den Kindern nicht nur Bildung, sondern auch ein Stück zuhause.
hr-Reporter Jochen Schmidt, der sonst vor allem im Kreis-Marburg Biedenkopf
unterwegs ist, hat die hessischen Soldatinnen und Soldaten unter Oberstleutnant
Sebastian Hagen in Litauen getroffen und auf ein Manöver begleitet. In
ausführlichen Gesprächen ist er ihren Beweggründen, Erfahrungen und Erwartungen
im Zusammenhang mit ihrem Einsatz nähergekommen. Er erlebte für den Film hautnah
mit, was die Bundeswehr an der Ostflanke leistet: "Das ist die Zeitenwende", so
Schmidt nach den Dreharbeiten.
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