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Download Jahresbericht
https://ots.de/n4MSpu
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Gütersloh (ots) - 1,6 Millionen Menschen suchten 2025 Rat auf der Website der
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Heute stellte die 1993 von Liz Mohn
gegründete Stiftung ihren Jahresbericht vor - und damit auch ihre ambitionierten
Ziele für 2026.
Immer mehr Menschen überleben
Die akute Versorgung des Schlaganfalls läuft in Deutschland auf höchstem Niveau.
Als Liz Mohn 1993 die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe gründete, gab es noch
keine spezifizierte Schlaganfall-Versorgung in Deutschland. Bis Ende 2025 hat
die Stiftung gemeinsam mit der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft 356 Stroke
Units (Schlaganfall-Spezialstationen) zertifiziert. Eine Erfolgsstory
ohnegleichen: Fast doppelt so viele Menschen überleben heute einen Schlaganfall
wie noch vor 30 Jahren.
Fokus auf die Nachsorge
Insbesondere in der Schlaganfall-Nachsorge hat die Stiftung ihre Aktivitäten
deutlich verstärkt. Mit ihrem Förderfonds unterstützt sie Selbsthilfegruppen in
ganz Deutschland. Mehr als 900 ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer hat sie
ausgebildet. Ein spezielles Förderprogramm ermöglicht Sportvereinen die Gründung
von Rehasportgruppen für Schlaganfall-Betroffene. Und ihrem Programm
"Qualifizierte Hilfsmittelberatung nach Schlaganfall" sind bereits 33
Sanitätshaus-Unternehmen in Deutschland beigetreten und lassen ihre
Mitarbeitenden dort schulen.
Patientenlotsen sind ein Leuchtturm-Projekt
Einen Meilenstein setzt die Stiftung mit ihrem Leuchtturmprojekt
Patientenlotsen. Das vom Innovationsfonds des Bundes mit rund 7 Millionen Euro
geförderte Modellprojekt LEX LOTSEN OWL erprobt derzeit in Ostwestfalen-Lippe
unterschiedliche Möglichkeiten, wie man Patientenlotsen in das Gesundheitssystem
integrieren kann. Es ist bundesweit das einzige Lotsen-Projekt, dass
diagnoseübergreifend angelegt ist. Neben dem Schlaganfall werden hier auch
Herzpatientinnen und -patienten versorgt. Damit möchte die Stiftung den Nachweis
erbringen, dass ihr Lotsenmodell unabhängig von der Grunderkrankung auf alle
komplexen, chronischen Erkrankungen anwendbar ist. Das große Ziel bleibt die
Einführung von Patientenlotsen in die Regelversorgung.
Hilfen für Kinder und ihre Familien
Ein Herzensanliegen von Liz Mohn ist die Versorgung schlaganfallbetroffener
Kinder. Die großzügige Unterstützung der "Stiftung RTL Wir helfen Kindern e.V."
in Höhe von 818.000 Euro ermöglicht in 2026 eine große Informationsoffensive, um
betroffene Familien und medizinisches Fachpersonal besser aufzuklären. Dazu
zählt eine Reihe von Videos mit Mutmacher-Geschichten und Experten-Interviews,
Aufklärungsbroschüren und eine Community-Plattform für den Erfahrungsaustausch.
Erhöhung der Reichweite
In 2026 wird die Stiftung einen Relaunch ihrer Website durchführen, um künftig
noch mehr Betroffene zu erreichen. Zuletzt besuchten 1,6 Millionen Menschen
jährlich die Seite. Der anstehende Relaunch wird die Seite barrierefreier machen
und durch eine KI-unterstützte Suche wesentlich nutzerfreundlicher.
Notfall Schlaganfall im Blick
Der Schlaganfall ist immer zeitkritisch. Doch noch immer kommen viele
Patientinnen und Patienten zu spät für eine wirksame Behandlung in die Klinik.
Mehr als 100.000 Menschen haben bisher die kostenlose FAST-Test-App der Stiftung
heruntergeladen. Sie ermöglicht Laien die Prüfung eines Schlaganfall-Verdachts.
2026 soll die App zum BE-FAST-Test erweitert werden. Neben Lähmungen und
Sprachstörungen berücksichtigt dieser Test auch Gleichgewichts- und
Sehstörungen.
Unsichtbare Folgen und Angehörige im Blick
Zwei große Aktionstage greifen in diesem Jahr Themen auf, die in der
öffentlichen Wahrnehmung wenig präsent sind. Am bundesweiten "Tag gegen den
Schlaganfall" am 10. Mai geht es unter dem Motto "Ich spüre was, was du nicht
siehst" um die unsichtbaren, neuropsychologischen Folgen des Schlaganfalls. 80
Prozent der Patienten sind von ihnen betroffen. Und zum Welt-Schlaganfalltag am
29. Oktober lenkt die Stiftung den Fokus auf die Angehörigen. Im Mittelpunkt
stehen die Erkenntnisse der ersten, bundesweiten Angehörigenbefragung der
Schlaganfall-Hilfe.
Pressekontakt:
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Mario Leisle
Pressesprecher
Telefon: 05241 9770-12
E-Mail: mailto:presse@schlaganfall-hilfe.de
Internet: schlaganfall-hilfe.de
facebook.com/schlaganfallhilfe
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/23980/6260726
OTS: Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
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