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WIESBADEN (ots) -
- 426 Milliarden Euro aus öffentlicher und privater Hand für Bildung, Forschung
und Wissenschaft
- Anteil der Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt bei 9,8 %
Die öffentlichen Haushalte und der private Bereich haben im Jahr 2024 nach
vorläufigen Berechnungen 426 Milliarden Euro für Bildung, Forschung und
Wissenschaft in Deutschland ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) mitteilt, waren das nominal (nicht preisbereinigt) 21 Milliarden Euro
beziehungsweise 5 % mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Ausgaben am
Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2024 gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,2
Prozentpunkte auf 9,8 %.
Bildungsbudget 2024 bei 305 Milliarden Euro
Das Bildungsbudget der öffentlichen Haushalte und des privaten Bereichs belief
sich 2024 insgesamt auf 305 Milliarden Euro (Anteil am BIP: 7,0 %), das waren 6
% mehr als im Vorjahr. Mit 250 Milliarden Euro entfiel der größte Teil der
Ausgaben auf Bildungseinrichtungen in öffentlicher und privater Trägerschaft.
Dazu gehören Ausgaben für Schulen und den schulnahen Bereich (zum Beispiel
Schülerbeförderung) in Höhe von 141 Milliarden Euro, 55 Milliarden Euro für
tertiäre Bildungseinrichtungen wie etwa Hochschulen (einschließlich Forschung
und Entwicklung) und 50 Milliarden Euro für Kindertageseinrichtungen. Für die
Bildungsförderung (zum Beispiel BAföG) wurden weitere 15 Milliarden Euro
aufgewendet. Auf zusätzliche bildungsrelevante Bereiche wie die betriebliche
Weiterbildung, Horte, Einrichtungen der Jugendarbeit und Volkshochschulen
entfielen insgesamt 30 Milliarden Euro.
Die Ausgaben von Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen für
Forschung und Entwicklung lagen 2024 bei 113 Milliarden Euro und damit 4 % höher
als im Vorjahr. Für die sonstige Bildungs- und Wissenschaftsinfrastruktur (zum
Beispiel Bibliotheken oder Museen) wurden insgesamt 8 Milliarden Euro
aufgewendet (+5 %).
Knapp zwei Drittel der Ausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft 2023
öffentlich finanziert
Angaben über die Finanzierungsstruktur nach Trägern liegen bislang nur für das
Jahr 2023 vor. In diesem Jahr finanzierten die öffentlichen Haushalte 64 % der
Ausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft (Bund: 13 %, Länder: 38 %,
Gemeinden: 13 %). Ein Drittel (33 %) wurden vom privaten Bereich (Unternehmen,
Organisationen ohne Erwerbszweck und private Haushalte) und 2 % vom Ausland
übernommen.
Methodische Hinweise:
Die Zahlen zum Budget für Bildung, Forschung und Entwicklung werden in den
jeweiligen Preisen (nominal beziehungsweise nicht preisbereinigt) angegeben.
Reale (preisbereinigte) Angaben hierzu werden vom Statistischen Bundesamt nicht
berechnet.
Weitere Informationen:
Der Statistische Bericht "Budget für Bildung Forschung und Wissenschaft" mit
detaillierten Ergebnissen und ausführlichen methodischen Hinweisen ist auf der
Themenseite "Bildungsfinanzen- und Ausbildungsförderung" im Internetangebot des
Statistischen Bundesamtes verfügbar.
Einen Gesamtüberblick über die Bildungssituation in Deutschland von der Schule
über die Berufsbildung bis zur Hochschule bietet die Themenseite
"Bildungsindikatoren".
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Bildungsberichterstattung
Telefon: +49 611 75 3662
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6261676
OTS: Statistisches Bundesamt
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