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Berlin/Astana (ots) - Der Regionale Ökologische Gipfel (RES-2026) geht heute in
Astana zu Ende. Das erstmals auf höchster politischer Ebene ausgerichtete
Treffen markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer stärker koordinierten
Umwelt- und Klimapolitik in Zentralasien. Vertreter aus Regierungen,
internationalen Organisationen und Wirtschaft verständigten sich darauf, die
Zusammenarbeit insbesondere beim Management knapper Wasserressourcen, bei der
Anpassung an den Klimawandel und beim Ausbau nachhaltiger Energieprojekte zu
vertiefen.
An dem Gipfel nahmen Staats- und Regierungsvertreter aus Zentralasien sowie
hochrangige internationale Gäste teil. Dazu zählten Vertreter der Vereinten
Nationen und internationaler Organisationen, darunter der
UN-Untergeneralsekretär Li Junhua, WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom
Ghebreyesus, UNEP-Exekutivdirektorin Inger Andersen, UNECE-Exekutivsekretärin
Tatiana Molcean sowie OSZE-Generalsekretär Feridun Sinirlioglu.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen Herausforderungen, die die Region
unmittelbar betreffen: steigende Temperaturen, Gletscherschmelze und zunehmende
Wasserknappheit. Da zentrale Flusssysteme mehrere Staaten verbinden, wächst der
Druck zu grenzüberschreitender Abstimmung. Der Gipfel zielte darauf ab,
Umweltpolitik erstmals systematisch als gemeinsame regionale Aufgabe zu
verankern.
Kasachstans Präsident Kassym Schomart-Tokajew machte in seiner Grundsatzrede die
strategische Tragweite deutlich. Die ökologischen Herausforderungen seien längst
mehr als ein Fachthema: "Umweltsicherheit und nachhaltige Entwicklung sind keine
isolierten Themen, sondern grundlegende Voraussetzungen für Stabilität und
Wohlstand." Besondere Bedeutung maß Tokajew der Wasserfrage zu, die als
zentrales Konflikt- und Kooperationsfeld in Zentralasien gilt. "Die
Wassersicherheit ist von herausragender Bedeutung für die gesamte
zentralasiatische Region", so Tokajew.
Er sprach sich zudem für ein "rationales und faires Management gemeinsamer
Wasserressourcen" aus und bekräftigte seine Initiative zur Schaffung einer
internationalen Wasserkooperation unter Einbindung multilateraler Strukturen.
Der Gipfel markiert damit den Beginn eines längerfristigen Prozesses:
Umweltpolitik soll in Zentralasien künftig stärker koordiniert, institutionell
verankert und mit wirtschaftlicher Entwicklung verknüpft werden. Beobachter
sehen darin einen wichtigen Schritt, um ökologische Risiken zu begrenzen und
zugleich neue Kooperationsfelder innerhalb der Region zu eröffnen.
Mit dem Abschluss des ersten Regionalen Ökologischen Gipfels (RES-2026) gewinnt
Zentralasien als Kooperationsraum in Klima- und Ressourcenfragen deutlich an
Profil. Für europäische Partner dürfte die Region damit auch über
energiepolitische Fragen hinaus an strategischer Bedeutung gewinnen.
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