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Berlin (ots) - Der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG)
fordert angesichts des massiven Energiepreisanstiegs infolge des Iran-Krieges,
die energetische Gebäudesanierung als Baustein der Versorgungssicherheit in das
Maßnahmenpaket Energiepolitik des Bundeswirtschaftsministeriums aufzunehmen.
"Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung enthält zwar Instrumente zur Stärkung
der Angebotsseite - EEG-Novelle, Netzausbau, Kraftwerksstrategie. Eine Antwort
auf die Frage, wie der Energiebedarf gesenkt werden kann, fehlt jedoch", sagt
Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des BuVEG.
Das Bundeswirtschaftsministerium beziffert im Maßnahmenpaket die jährlichen
Redispatchkosten auf rund drei Milliarden Euro - Kosten, die durch reduzierten
Energieverbrauch im Gebäudebestand mittels einer Sanierungsstrategie vermieden
werden könnten. Investitionen in die energetische Sanierung der Immobilien von
Bürgerinnen und Bürgern kämen somit der Bevölkerung unmittelbar zugute.
"Wer Gebäude energetisch saniert, reduziert den Energieverbrauch dauerhaft -
unabhängig von Heizungsform und dem Erfolg des Netzausbaus. Gerade in Regionen,
in denen der Netzausbau unwirtschaftlich ist, sind Dämmung, neue Fenster und
weitere energetische Sanierungen an der Gebäudehülle die volkswirtschaftlich
sinnvollere Lösung. Ein vollständiges Maßnahmenpaket zur Energiepolitik muss
daher die Angebots- und Nachfrageseite zusammendenken", so Hinrichs
abschließend.
Die Sanierungsquote im deutschen Wohngebäudebestand ist 2025 auf einen
historischen Tiefstand von 0,67 Prozent gesunken. Die energetisch schlechtesten
Gebäude der Effizienzklassen G und H sind für 50 Prozent des gesamten
Energieverbrauchs des Gebäudesektors verantwortlich. Eine Verdreifachung der
Sanierungsquote wäre notwendig, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen.
Der BuVEG - Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e.V. repräsentiert alle
an der Gebäudehülle beteiligten Bauprodukte. Dazu gehören Hersteller von
Steinen, Dämmstoffen, Fenstern und Türen, Fassaden und Putzsystemen. Er bündelt
die Interessen und das Fachwissen seiner Mitglieder und bringt beides in den
Austausch mit Politik, Verbänden, Medien und NGOs ein.
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