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Torffreies Gärtnern auf Terrasse und Balkon - Wie legt man richtig einen Balkonkasten an? (AUDIO)

27.04.2026 11:12 Uhr FNR Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

Gülzow (ots) - Der Frühling mit seinen milden Temperaturen zieht viele Menschen wieder nach draußen: überall grünt, blüht und duftet es. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner, den Frühling auch auf die Terrasse und den Balkon zu holen. Dazu eignen sich bunte Blumen, Gräser und Kräuter. Wer dabei nachhaltig gärtnern möchte, gärtnert mittlerweile mit torffreier Erde. Wie man Pflanzkästen mit torffreier Erde anlegt, verrät uns meine Kollegin Jessica Martin.

Sprecherin: Viele Hobby-Gärtner wissen, dass es für das Klima besser ist, auf torffreie Erde zu setzen. Deshalb sollte man schon beim Einkauf ganz genau hinschauen, rät der WDR Gartenzeit-Fernsehgärtner Rüdiger Ramme - denn da kommt es auf die Feinheiten an.

O-Ton 1 (Rüdiger Ramme, 17 Sek.): "Torfarm oder torfreduziert bedeutet, es können immer noch 70 Prozent Torfanteil in diesen Erden drin sein. Also eine relativ unsichere Sache. Man sollte auf jeden Fall dann auf die torffreien Erden zurückgreifen. Dazu gibt es verschiedene Gütezeichen oder Siegel."

Sprecherin: Zum Beispiel den Blauen Engel. Der zeigt an: In dieser Erde befindet sich kein Torf.

O-Ton 2 (Rüdiger Ramme, 28 Sek.): "Es gibt sogenannte RAL-Gütezeichen. Das ist eine Prüforganisation, die dann auch dafür geradesteht, dass das, was auf der Erde draufsteht, auch wirklich in der Erde drin ist. Und wir haben zum Beispiel ein HORTICERT-Logo. Das untersucht nicht nur die ökologische Wertigkeit dieser Blumenerde, sondern zum Beispiel auch noch soziale Aspekte bei der Herstellung. Auf torffrei.info kann man sich sehr, sehr gut informieren, welche Erden es gibt und für welche Anwendungen es die entsprechenden Erden gibt."

Sprecherin: Neben der richtigen Erde kommt es aber auch auf das passende Gefäß an und da ist ganz wichtig: Auf die richtige Größe achten und unbedingt Staunässe vermeiden.

O-Ton 3 (Rüdiger Ramme, 20 Sek.): "Denn je größer das Gefäß ist, desto mehr Wasser und Nährstoffe kann es an die Pflanzen nachliefern. Idealerweise nimmt man bei torffreien Erden auch bestimmte Gefäße mit einer Wasserspeichermöglichkeit, weil torffreie Erden trocknen etwas schneller aus. Die können weniger gut Wasser speichern, insbesondere in den oberen Bodenschichten."

Sprecherin: Deshalb auch immer den Finger etwas tiefer in die Erde bohren, um zu schauen, wie feucht die Erde wirklich noch ist und lieber häufiger in kleinen Mengen gießen. Außerdem ungefähr nach sechs Wochen das erste Mal nachdüngen. Und ganz wichtig: Torffreie Erde sollte möglichst nicht zu lange gelagert werden.

O-Ton 4 (Rüdiger Ramme, 22 Sek.): "Durch die Lagerung werden Nährstoffe in den torffreien Erden mobilisiert. Deshalb muss ich möglichst wenig ökologische Aktivität in diesen Substraten haben. Das bedeutet, kalt lagern, trocken lagern und nicht der Sonne aussetzen. Am besten, man verarbeitet diese Substrate sehr, sehr schnell, damit sie optimal für die Pflanzen und für das Pflanzenwachstum geeignet sind."

Sie haben es gehört: Gärtnern mit torffreier Erde ist einfach und macht dabei einen großen Unterschied für den Klimaschutz. Wem das jetzt alles zu schnell ging, findet weitere Informationen und Tipps auf http://www.torffrei.info .

Pressekontakt:

Maria Spittel Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) OT Gülzow, Hofplatz 1 18276 Gülzow-Prüzen Tel.: 03843/6930-335 Mail: mailto:m.spittel@fnr.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/24901/6263018 OTS: FNR Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - FNR Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe
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