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Gülzow (ots) - Der Frühling mit seinen milden Temperaturen zieht viele Menschen
wieder nach draußen: überall grünt, blüht und duftet es. Jetzt ist der perfekte
Zeitpunkt für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner, den Frühling auch auf die
Terrasse und den Balkon zu holen. Dazu eignen sich bunte Blumen, Gräser und
Kräuter. Wer dabei nachhaltig gärtnern möchte, gärtnert mittlerweile mit
torffreier Erde. Wie man Pflanzkästen mit torffreier Erde anlegt, verrät uns
meine Kollegin Jessica Martin.
Sprecherin: Viele Hobby-Gärtner wissen, dass es für das Klima besser ist, auf
torffreie Erde zu setzen. Deshalb sollte man schon beim Einkauf ganz genau
hinschauen, rät der WDR Gartenzeit-Fernsehgärtner Rüdiger Ramme - denn da kommt
es auf die Feinheiten an.
O-Ton 1 (Rüdiger Ramme, 17 Sek.): "Torfarm oder torfreduziert bedeutet, es
können immer noch 70 Prozent Torfanteil in diesen Erden drin sein. Also eine
relativ unsichere Sache. Man sollte auf jeden Fall dann auf die torffreien Erden
zurückgreifen. Dazu gibt es verschiedene Gütezeichen oder Siegel."
Sprecherin: Zum Beispiel den Blauen Engel. Der zeigt an: In dieser Erde befindet
sich kein Torf.
O-Ton 2 (Rüdiger Ramme, 28 Sek.): "Es gibt sogenannte RAL-Gütezeichen. Das ist
eine Prüforganisation, die dann auch dafür geradesteht, dass das, was auf der
Erde draufsteht, auch wirklich in der Erde drin ist. Und wir haben zum Beispiel
ein HORTICERT-Logo. Das untersucht nicht nur die ökologische Wertigkeit dieser
Blumenerde, sondern zum Beispiel auch noch soziale Aspekte bei der Herstellung.
Auf torffrei.info kann man sich sehr, sehr gut informieren, welche Erden es gibt
und für welche Anwendungen es die entsprechenden Erden gibt."
Sprecherin: Neben der richtigen Erde kommt es aber auch auf das passende Gefäß
an und da ist ganz wichtig: Auf die richtige Größe achten und unbedingt
Staunässe vermeiden.
O-Ton 3 (Rüdiger Ramme, 20 Sek.): "Denn je größer das Gefäß ist, desto mehr
Wasser und Nährstoffe kann es an die Pflanzen nachliefern. Idealerweise nimmt
man bei torffreien Erden auch bestimmte Gefäße mit einer
Wasserspeichermöglichkeit, weil torffreie Erden trocknen etwas schneller aus.
Die können weniger gut Wasser speichern, insbesondere in den oberen
Bodenschichten."
Sprecherin: Deshalb auch immer den Finger etwas tiefer in die Erde bohren, um zu
schauen, wie feucht die Erde wirklich noch ist und lieber häufiger in kleinen
Mengen gießen. Außerdem ungefähr nach sechs Wochen das erste Mal nachdüngen. Und
ganz wichtig: Torffreie Erde sollte möglichst nicht zu lange gelagert werden.
O-Ton 4 (Rüdiger Ramme, 22 Sek.): "Durch die Lagerung werden Nährstoffe in den
torffreien Erden mobilisiert. Deshalb muss ich möglichst wenig ökologische
Aktivität in diesen Substraten haben. Das bedeutet, kalt lagern, trocken lagern
und nicht der Sonne aussetzen. Am besten, man verarbeitet diese Substrate sehr,
sehr schnell, damit sie optimal für die Pflanzen und für das Pflanzenwachstum
geeignet sind."
Sie haben es gehört: Gärtnern mit torffreier Erde ist einfach und macht dabei
einen großen Unterschied für den Klimaschutz. Wem das jetzt alles zu schnell
ging, findet weitere Informationen und Tipps auf http://www.torffrei.info .
Pressekontakt:
Maria Spittel
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
OT Gülzow, Hofplatz 1
18276 Gülzow-Prüzen
Tel.: 03843/6930-335
Mail: mailto:m.spittel@fnr.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/24901/6263018
OTS: FNR Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe
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