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Frankfurt (ots) - Deutschland liebt die Pressefreiheit - zumindest auf dem
Papier. In Umfragen bekennen regelmäßig 70 bis 80 Prozent der Befragten:
Pressefreiheit sei "unverzichtbar für die Demokratie". Das klingt nach
republikanischer Entschlossenheit, oder?
Doch dieselbe Gesellschaft, die Pressefreiheit hochhält, misstraut denen, die
Information und Meinung vermitteln. Nicht einmal die Hälfte der Deutschen hat
noch Vertrauen in die Medien.
Eine Differenz mit Sprengkraft: Zwar wird ein Prinzip bejaht - aber nicht dessen
Praxis. Die Verteidigung demokratischer Lebensmittel ist kein Sport für
Zuschauer:innen. Deshalb lautet die entscheidende Frage nicht, ob wir
Pressefreiheit gut finden - sondern ob wir bereit sind, etwas für ihr Überleben
zu riskieren.
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