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Berlin (ots) - Was haben Leistenbruch-Operationen, Krampfader-Entfernungen,
Grauer-Star-OPs, Gelenkarthroskopien vom Knie sowie kleine handchirurgische
Eingriffe gemeinsam? Genau, diese Eingriffe müssen nicht zwingend im Krankenhaus
erfolgen, sondern sind ambulant möglich. Entscheidungen dafür könnten offenbar
weit häufiger getroffen werden, als das bis jetzt in Deutschland der Fall ist.
Seit Anfang 2024 gibt es sogenannte Hybrid-Pauschalen, eine sektorengleiche
Vergütungsform, die helfen soll, die Gräben zwischen stationärer und
kassenärztlicher Versorgung zu überbrücken.
Der Ansatz könnte wirklich interessant dafür werden, die Krankenhäuser von
unnötiger Arbeit zu entlasten, und helfen, dass dort die wirklich schweren Fälle
gut versorgt werden. Noch sind trotz fortgeschrittener Krankenhausreform nicht
alle Stellschrauben benannt und bewegt, die schon vorhandene Milliardensummen im
System genau an die Stellen bringen, wo sie für Patienten den besten Effekt
haben. Das ist aber eine Voraussetzung dafür, dass sich sowohl die Versorgung
verbessert als auch die Kassenbeiträge nicht immer weiter erhöhen. Andererseits
wird keine Effizienzsteigerung der Welt verhindern, dass sich klamme Haushälter
im Bund bei den Beitragszahlern der gesetzlichen Versicherungen bedienen.
Doppelter Handlungsbedarf also nicht nur für Ministerin Warken (CDU), sondern
für das gesamte Kabinett: Gesetzliche Kassen von den versicherungsfremden
Leistungen entlasten und gleichzeitig Reserven im vorhandenen Gesundheitssystem
erschließen.
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