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Prag/Berlin (ots) - Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds fördert mit einer
Sonderausschreibung die Partnerschaft zwischen freiwilligen Feuerwehren aus
Deutschland und Tschechien. Der Fonds stellte die neue Ausschreibung gemeinsam
mit dem Feuerwehr-Rettungskorps der Tschechischen Republik, dem Verband der
Feuerwehrleute Böhmens, Mährens und Schlesiens sowie dem Deutschen
Feuerwehrverband vor, mit denen der Fonds ein Memorandum über Zusammenarbeit
unterzeichnet hat. Die feierliche Veranstaltung fand am 23. Mai, dem von
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Geburtstag des Grundgesetzes
ausgerufenen Ehrentag, in Berlin statt.
Freiwillige Feuerwehren schützen in erster Linie unser Leben, unsere Gesundheit
und unser Eigentum. In Deutschland wie Tschechien spielen sie jedoch auch eine
unersetzliche Rolle für den sozialen Zusammenhalt, und dies selbst in den
kleinsten Gemeinden. Sie sind somit ein wichtiger Bestandteil der
Zivilgesellschaft in beiden Ländern.
"Freiwillige Feuerwehren bieten oft die einzige Möglichkeit, sich aktiv am Leben
in seinem Dorf oder in seiner Stadt zu beteiligen. Viele Partnerschaften
zwischen deutschen und tschechischen Gemeinden verdanken ihre Lebensfähigkeit
gerade den freiwilligen Feuerwehren und ihrem Einsatz für andere. Dank ihnen
können sich Menschen aus beiden Ländern bei Festen treffen, ihre Kinder in
gemeinsame Feriencamps schicken oder sich weiterbilden und Erfahrungen
austauschen, beispielsweise bei Tagen der offenen Tür. Genau dabei wollen wir
sie unterstützen und andere inspirieren, ihrem Beispiel zu folgen", kommentieren
Susanne Sehlbach und Tomás Jelínek, die Geschäftsführer des
Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, die Ausschreibung.
Der Zukunftsfonds möchte die freiwilligen Feuerwehren zu einer engeren
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, zu gemeinsamen Aktivitäten und zum Aufbau
neuer Partnerschaften zwischen Vereinen und Gemeinden motivieren und ruft
deshalb eine Sonderausschreibung mit dem Titel "Freiwillige Feuerwehren - eine
Quelle der guten Nachbarschaft" ( https://www.zukunftsfonds.cz/projektforderung/
#eine-quelle-der-guten-nachbarschaft ) aus. In den Jahren 2026-2027 wird er
Projekte mit einem Gesamtbetrag von bis zu 200.000 Euro fördern.
Um Fördermittel des Zukunftsfonds können sich deutsche und tschechische
Gemeinden, Feuerwehreinheiten oder -vereine jeweils mit einem Partner aus dem
Nachbarland bewerben, und zwar erstmals bis zum 30. Juni dieses Jahres, danach
jeweils zum Ende eines jeden Quartals der Jahre 2026 und 2027. Für Projekte bis
zu einem Betrag von 5.000 Euro können Anträge fortlaufend gestellt werden.
"Die Zusammenarbeit zwischen deutschen und tschechischen Feuerwehrleuten hat
eine lange und stabile Tradition. Wir freuen uns, dass wir sie auch dank des
Zukunftsfonds weiter ausbauen können. Die Ausschreibung wird das Interesse der
freiwilligen Feuerwehrleute fördern, neue Kontakte zu knüpfen und direkt mit
Kollegen und deren Einheiten im Nachbarland zusammenzuarbeiten. Sie wird eine
neue Motivation sein, ein frischer Impuls, der es ihnen ermöglicht, gemeinsame
Aktivitäten zu organisieren, an Festen teilzunehmen und Gemeinden und ihre
Bewohner miteinander zu verbinden", so Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen
Feuerwehrverbandes und Monika Nemecková, Vorsitzende des Verbandes der
Feuerwehrleute Böhmens, Mährens und Schlesiens.
"Für das Feuerwehr-Rettungskorps der Tschechischen Republik sind die
freiwilligen Feuerwehren ein absolut unverzichtbarer Partner - nicht nur bei den
Löscheinsätzen oder bei Überschwemmungen im Grenzgebiet, sondern gerade auch als
tragende Säulen des gesellschaftlichen Lebens in den Gemeinden. Diese
Sonderausschreibung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds bietet unseren
Feuerwehren ein hervorragendes Instrument, um die menschlichen und beruflichen
Beziehungen zu unseren Nachbarn in Deutschland zu vertiefen. Gemeinsame Übungen,
der Erfahrungsaustausch und die Einbindung der Jugend stärken unsere
Bereitschaft für Notfälle und tragen gleichzeitig zum Aufbau einer sicheren und
freundschaftlichen Grenzregion bei", sagt der stellvertretende Generaldirektor
des Feuerwehr-Rettungskorps der Tschechischen Republik, Generalmajor Ing. Petr
Oslejsek.
Wie eine lebendige Partnerschaft funktioniert, zeigten bereits am
Samstagnachmittag in Berlin Jugendfeuerwehrleute aus dem hessischen Edertal, die
bereits vor 30 Jahren eine Zusammenarbeit mit der tschechischen Gemeinde Horní
Cermná ins Leben gerufen haben. Sie begegneten sich symbolisch im
Comenius-Garten am Böhmischen Dorf in Berlin-Neukölln mit Gleichaltrigen,
gemeinsam mit Jugendfeuerwehren aus dem westböhmischen Nýrany, die in diesem
Jahr ihre 20jährige Partnerschaft mit der Jugendfeuerwehr Zeulenroda-Triebes
begehen.
Sie schlossen sich damit dem Ehrentag an, mit dem Bundespräsident Steinmeier das
Engagement und die Arbeit von Freiwilligen würdigt. Die Begegnung der
Feuerwehrleute verfolgte auch die Chefin des Bundespräsidialamtes, Dörte Dinger:
"Die freiwilligen Feuerwehren sind eine Keimzelle der Zivilgesellschaft auf
lokaler und regionaler Ebene. Sie sind damit ein großartiges Vorbild für andere.
Ich freue mich sehr, dass ihre Aktivitäten dank des Zukunftsfonds und der
Feuerwehrverbände beider Länder einen neuen Impuls und eine grenzüberschreitende
Dimension erhalten", so die Chefin des Bundespräsidialamtes zur Bedeutung der
freiwilligen Feuerwehren.
Pressekontakt:
Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Silvia Oestreicher
Telefon: 030-28 88 48 823
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