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Berlin (ots) - Nur gut die Hälfte der Kinder und Jugendlichen in Deutschland
haben laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage für das Deutsche Kinderhilfswerk
zum morgigen Weltspieltag den Eindruck, dass sich ihre Eltern oder andere
Erwachsene in angemessenem Maße für die digitalen Spiele interessieren, die sie
spielen. Zugleich sind knapp zwei Drittel der Meinung, dass ihre Eltern oder
andere Erwachsene gut über die von ihnen gespielten Spiele Bescheid wissen. Fast
ebenso viele sagen, dass ihre Eltern oder andere Erwachsene verstehen, warum
ihnen diese Spiele Spaß machen. Weniger als die Hälfte geben jedoch an, dass sie
häufig mit ihren Eltern oder anderen Erwachsenen über die digitalen Spiele
sprechen, die sie selbst spielen, und ein Drittel hat den Eindruck, dass Eltern
oder andere Erwachsene Vorurteile gegenüber diesen Spielen haben. Besonders gut
gefällt den Kindern und Jugendlichen am digitalen Spielen, dass sie eigene Ideen
umsetzen und zum Beispiel Welten, Häuser oder Figuren bauen können, und die
Möglichkeit, beim digitalen Spielen in andere Welten einzutauchen und Neues zu
entdecken.
Der Weltspieltag am 11. Juni steht in diesem Jahr unter dem Motto "Spielen
verbindet - auch digital!". Damit will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam
mit seinen Partnern im "Bündnis Recht auf Spiel" auf die besondere Bedeutung des
Gaming als wesentlichem Bestandteil der Lebenswelten junger Menschen aufmerksam
machen. Die Schirmherrschaft über den Weltspieltag hat die Bundesministerin für
Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, übernommen. Botschafter des
Weltspieltags 2026 ist der Fernsehmoderator und Autor Ralph Caspers, Partner ist
die Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW. Der Weltspieltag 2026 wird
deutschlandweit zum 19. Mal ausgerichtet.
"Das Spielen in der digitalen Welt gehört für Kinder und Jugendliche heutzutage
ganz selbstverständlich zu ihrem Alltag. Damit erholen sie sich nach einem
langen Schulalltag, probieren verschiedene Rollen und Perspektiven aus, sie
suchen Verbindung zu anderen jungen Spielenden oder nutzen das Spiel zur
Ablenkung und weil es einfach Spaß macht. Umso wichtiger ist es für Eltern und
andere Erwachsene, dass sie darüber Bescheid wissen, was die Kinder spielen und
dass sie mit ihnen darüber sprechen. Nur so werden Vorurteile gegenüber diesen
Spielen abgebaut und Kinder fühlen sich ermutigt, sich auch mit negativen
Erfahrungen im digitalen Raum vertrauensvoll an ihre Eltern zu wenden", betont
Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
"Kindgerechte digitale Spiele können zur Identitätsentwicklung beitragen und
unterschiedliche Kompetenzen fördern. Mit den richtigen Rahmenbedingungen und
verantwortungsbewusster medienpädagogischer Begleitung können
Problemlösungsstrategien sowie logisches Denken, aber auch Teamfähigkeit und
Kommunikation geschult werden. Spätestens während der Corona-Pandemie wurde
deutlich, wie wichtig digitale Räume für sozialen Austausch, die Erfahrung von
Gemeinschaft und Teilhabe geworden sind. Inhalte aus digitalen Welten sollten
aber unbedingt auch durch Kinderangebote vor Ort in realen Räumen aufgegriffen
werden. So können auch junge Menschen erreicht werden, die für rein analoge
Angebote weniger zu begeistern sind. Dies ermöglicht es, mit Kindern und
Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, ihre Interessen ernst zu nehmen, gemeinsam
zu reflektieren und vor allem zu lernen, was Kinder und Jugendliche wirklich
bewegt und begeistert", so Hofmann weiter.
Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage im Einzelnen
Spielverhalten bei digitalen Spielen - Spielhäufigkeit
Zu Beginn wurde danach gefragt, wie häufig die Kinder und Jugendlichen digitale
bzw. interaktive Spiele am Computer, Smartphone, Tablet oder per Konsole
spielen. Die deutliche Mehrheit der 10- bis 17-Jährigen spielt regelmäßig: 58
Prozent spielen (fast) täglich digitale Spiele, 23 Prozent mehrmals pro Woche
und weitere 7 Prozent einmal pro Woche. 9 Prozent der Befragten spielen solche
interaktiven Spiele seltener als einmal pro Woche und 3 Prozent nie.
Spielverhalten bei digitalen Spielen - Bevorzugte Spielart
42 Prozent der Kinder bzw. Jugendlichen, die zumindest ab und zu digitale Spiele
spielen, spielen am liebsten gemeinsam mit anderen im Team. Bei denjenigen, die
(fast) täglich spielen, sind es sogar 48 Prozent. 14 Prozent treten dagegen am
liebsten digital gegen andere an. 38 Prozent spielen digitale Spiele am liebsten
alleine.
Was am digitalen Spielen besonders gefällt
Den Spielerinnen und Spielern gefällt am digitalen Spielen besonders gut, dass
sie eigene Ideen umsetzen und zum Beispiel Welten, Häuser oder Figuren bauen
können (53 Prozent). Für 48 Prozent ist besonders positiv, dass sie beim
digitalen Spielen in andere Welten eintauchen und Neues entdecken können. Dass
sie beim digitalen Spielen verschiedene Figuren oder Rollen ausprobieren können,
gefällt 38 Prozent der Kinder und Jugendlichen besonders gut. 28 Prozent gefällt
besonders gut, dass sie beim digitalen Spielen besser sein können als andere
oder gegen andere gewinnen. Fast ebenso beliebt ist es, gemeinsam mit anderen,
schwierige Aufgaben und Level zu bewältigen (25 Prozent). Vergleichsweise selten
(14 Prozent) wird als positiver Aspekt genannt, dass sie durch digitale Spiele
neue Freundinnen und Freunde kennenlernen können, auch wenn diese mitunter weit
entfernt wohnen.
Interesse der Eltern oder anderer Erwachsener für die gespielten digitalen
Spiele
54 Prozent der Spielerinnen und Spieler haben den Eindruck, dass sich ihre
Eltern oder andere Erwachsene in angemessenem Maße für die digitalen Spiele
interessieren, die sie spielen. 21 Prozent finden dagegen, dass sie sich zu
wenig für die von ihnen gespielten Spiele interessieren. 16 Prozent sind
gegenteiliger Meinung und empfinden das Interesse als zu groß, 9 Prozent kann
oder möchte dazu keine Einschätzung abgeben.
Wissensstand der Eltern oder anderer Erwachsener zu den gespielten digitalen
Spielen
Mehrheitlich haben die befragten Spielerinnen und Spieler das Gefühl, dass ihre
Eltern oder andere Erwachsene gut über die von ihnen gespielten Spiele Bescheid
wissen (64 Prozent), 28 Prozent sehen das nicht so. Dass ihre Eltern oder andere
Erwachsene verstehen, warum ihnen diese Spiele Spaß machen, sagen 59 Prozent.
Dabei haben Befragte, die der Meinung sind, dass sich ihre Eltern oder andere
Erwachsene in ausreichendem Maße für ihre digitalen Spiele interessieren,
überdurchschnittlich häufig den Eindruck (72 Prozent), dass diese auch
verstehen, warum ihnen diese Spiele Spaß machen. Und 42 Prozent geben an, dass
sie häufig mit ihren Eltern oder anderen Erwachsenen über die digitalen Spiele
sprechen, die sie selbst spielen, auf mehr als die Hälfte trifft das nicht zu
(52 Prozent). Schließlich haben 33 Prozent den Eindruck, dass Eltern oder andere
Erwachsene Vorurteile gegenüber diesen Spielen haben. Das sehen diejenigen, die
(fast) täglich spielen, eher so im Gegensatz zu denjenigen, die seltener spielen
(39 Prozent zu 23 Prozent). Und Befragte, die finden, dass ihre Eltern oder
andere Erwachsene zu viel oder zu wenig Interesse an den von ihnen gespielten
digitalen Spielen zeigen, haben dagegen häufiger den Eindruck, dass die
Erwachsenen Vorurteile gegenüber diesen Spielen haben (53 Prozent bzw. 50
Prozent). Bei denjenigen, die das Interesse ihrer Eltern oder anderer
Erwachsener als genau richtig einschätzen, sind es hingegen nur 22 Prozent.
Erhebung und Untersuchungsdesign
Im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes hat forsa Gesellschaft für
Sozialforschung und statistische Analysen mbH eine repräsentative Befragung zum
Weltspieltag am 11. Juni 2026 durchgeführt. Im Rahmen der Untersuchung wurden
insgesamt 1.027 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren befragt. Die
Erhebung wurde vom 26. März bis 08. April 2026 im Rahmen des repräsentativen
Online-Panels forsa.omninet durchgeführt. Die ermittelten Ergebnisse können
lediglich mit den bei allen Stichprobenerhebungen möglichen Fehlertoleranzen (im
vorliegenden Fall +/- 3 Prozentpunkte) auf die Gesamtheit der Kinder und
Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren übertragen werden.
Eine Zusammenfassung der Umfrage und Grafiken zu ausgewählten Einzelergebnissen
können unter https://www.dkhw.de/umfrage-weltspieltag-2026 heruntergeladen
werden.
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