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Köln (ots) - Der SPD-Politiker Klaus Wowereit ist 25 Jahre nach seinem
legendären Satz "Ich bin schwul, und das ist gut so" stolz auf die
gesellschaftliche Debatte, die er damit angestoßen hat.
Im WDR-Interview sagte Wowereit:
"Es hat mich natürlich sehr gefreut, denn ich war ja kein Aktivist für
Gleichstellung, sondern ich war immer Kulturpolitiker oder Haushaltspolitiker.
Insofern war mir auch nicht ganz klar, was das für eine Bedeutung haben würde.
Aber ich bin im Nachhinein ganz stolz auch darauf, dass tatsächlich dieser eine
Satz so viel bewirkt hat, auch im persönlichen. Mir haben Eltern geschrieben,
dass sie jetzt zu Ihren Kindern stehen können, wenn der Regierende Bürgermeister
schon offen schwul ist. Oder umgekehrt gestandene Persönlichkeiten wie ein Arzt
mit 30 Jahren; der hat mir geschrieben, jetzt traut der sich auch, sich im
Kreise seines beruflichen Umfeldes zu outen. Ja, das macht einen dann doch
stolz."
Gleichzeitig warnt Wowereit vor den Risiken, denen queere Menschen auch in
Deutschland ausgesetzt seien:
"Wir haben jetzt eben einen Rechtsruck auch in unserer Gesellschaft. Durch die
Umfragewerte für die AfD. Das lässt Schlimmes befürchten, wir sehen das auch in
ganz Europa, dass es solche Tendenzen gibt. Und deshalb muss eine Gesellschaft
wehrhaft sein und wachsam. Und es ist auch eine Aufgabe der
Mehrheitsgesellschaft, tatsächlich einen Beitrag dazu zu leisten, dass wir alle
mit allen Unterschiedlichkeiten in Freiheit und Frieden leben können, und das
muss verteidigt werden."
Das komplette Interview hören Sie am Mittwoch um 8.05 Uhr im WDR5-Morgenecho.
Abrufbar im Anschluss unter
https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/morgenecho/index.html
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