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Berlin (ots) - Korruptionsweltmeister ist normalerweise kein Titel, mit dem man
sich gern schmückt. Aber was ist schon normal bei Donald Trump? Der Mann liebt
es, Rekorde zu brechen, selbst wenn es Negativmarken sind. In Sachen Korruption
macht ihm jedenfalls niemand etwas vor, wofür er diese Woche gleich zwei neue
Beispiele lieferte.
Zum einen wurden mehr als 3500 Aktienkäufe und -verkäufe allein im ersten
Quartal 2026 öffentlich, die er tätigen ließ. Der Gesamtwert der Transaktionen
mit Papieren von Nvidia, Oracle, Boeing, Meta, Amazon und Disney belief sich auf
Hunderte Millionen Dollar. Es sind Firmen, mit deren Chefs Trump regelmäßig
interagiert, die er zum Teil mit auf seine China-Reise nahm. In manchen Fällen
warb er öffentlich für den Kauf der Aktien, sodass er noch reicher wurde. Seine
eigenen Käufe fanden oft statt, bevor positive Nachrichten der Firmen den Rest
der Weltöffentlichkeit erreichten. Insider Trading in Reinform!
Kurz darauf einigte sich Trump mit seinem eigenen Justizministerium (!) auf die
Rücknahme einer Klage gegen die eigene Steuerbehörde (!). Im Gegenzug setzt der
Justizminister einen Fonds von knapp 1,8 Milliarden Dollar für Justizopfer (wie
Trump) auf. Über die Auszahlung entscheidet ein Gremium, dessen Mitglieder der
US-Präsident nach Belieben selbst feuern kann. So ist sichergestellt, dass die
Nutznießer allesamt Anhänger (und Spender) von Trump sein werden.
Das einzig Positive an alledem ist, dass er derzeit auch die Rekorde in Sachen
Unbeliebtheit bei den Wählern bricht und alles nach einer krachenden Niederlage
seiner Partei bei den Zwischenwahlen im Herbst aussieht.
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