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"nd.DieWoche": Korruption in Reinform - Kommentar zu den Aktiengeschäften des US-Präsidenten

21.05.2026 19:45 Uhr nd.DerTag / nd.DieWoche

Berlin (ots) - Korruptionsweltmeister ist normalerweise kein Titel, mit dem man sich gern schmückt. Aber was ist schon normal bei Donald Trump? Der Mann liebt es, Rekorde zu brechen, selbst wenn es Negativmarken sind. In Sachen Korruption macht ihm jedenfalls niemand etwas vor, wofür er diese Woche gleich zwei neue Beispiele lieferte.

Zum einen wurden mehr als 3500 Aktienkäufe und -verkäufe allein im ersten Quartal 2026 öffentlich, die er tätigen ließ. Der Gesamtwert der Transaktionen mit Papieren von Nvidia, Oracle, Boeing, Meta, Amazon und Disney belief sich auf Hunderte Millionen Dollar. Es sind Firmen, mit deren Chefs Trump regelmäßig interagiert, die er zum Teil mit auf seine China-Reise nahm. In manchen Fällen warb er öffentlich für den Kauf der Aktien, sodass er noch reicher wurde. Seine eigenen Käufe fanden oft statt, bevor positive Nachrichten der Firmen den Rest der Weltöffentlichkeit erreichten. Insider Trading in Reinform!

Kurz darauf einigte sich Trump mit seinem eigenen Justizministerium (!) auf die Rücknahme einer Klage gegen die eigene Steuerbehörde (!). Im Gegenzug setzt der Justizminister einen Fonds von knapp 1,8 Milliarden Dollar für Justizopfer (wie Trump) auf. Über die Auszahlung entscheidet ein Gremium, dessen Mitglieder der US-Präsident nach Belieben selbst feuern kann. So ist sichergestellt, dass die Nutznießer allesamt Anhänger (und Spender) von Trump sein werden.

Das einzig Positive an alledem ist, dass er derzeit auch die Rekorde in Sachen Unbeliebtheit bei den Wählern bricht und alles nach einer krachenden Niederlage seiner Partei bei den Zwischenwahlen im Herbst aussieht.

Pressekontakt:

nd.DerTag / nd.DieWoche Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/59019/6279623 OTS: nd.DerTag / nd.DieWoche


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - nd.DerTag / nd.DieWoche
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