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Frankfurt am Main (ots) -
- DIVAX-AV bricht drastisch ein
- Immer weniger Befragte sehen sich im Alter gut abgesichert
- Rentenreform braucht mehr Ehrlichkeit
Das Vertrauen der Deutschen in die gesetzliche Rente ist stark abgesunken. Dies
ist das Ergebnis des aktuellen Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV) des Deutschen
Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) mit Sitz in Frankfurt.
Der Abfall von 1,2 auf - 3,0 ist signifikant (der Index kann Werte zwischen -100
und +100 ausweisen), und ist damit einer der größten Abfälle seit es die
Befragung gibt. Befragt werden turnusmäßig rund 2.000 Personen zu ihrer Haltung
zur Altersvorsorge.
Hohe Erwartungen an die Rentenkommission
"Die Regierung steht jetzt unter enormen Handlungsbedarf," kommentierte der
Wissenschaftliche Direktor des DIVA, Prof. Dr. Oliver Schellenberger. "Natürlich
ist die aktuelle Energiekrise durch den Irankrieg und die allgemein schlechte
Wirtschaftslage mitverantwortlich für die negative Stimmung. Allerdings zeigt
unsere Befragung ganz klar, dass sich nur noch ein Viertel der Befragten gut
durch die Rentenversicherung abgesichert fühlt. Ein Minus von über fünf
Prozentpunkten im Vergleich zur Herbstbefragung 2025. Mit diesen Ergebnissen
muss sich die Rentenkommission dringend auseinandersetzen!"
Rentenreform braucht Ehrlichkeit: Bürger meiden unbequeme Stellschrauben
Besonders die Antworten auf die Fragen nach der "Langfristigen Stabilisierung
der gesetzlichen Rente" zeigen auf, wie wichtig es ist, unbequeme Wahrheiten
über eine angemessene und geschlossene politische Kommunikation zu vermitteln.
Gefragt nach den wichtigsten Stellschrauben wie Ausgabenentlastung bzw.
Einnahmenerhöhung, scheuen die Befragten eindeutig Lösungen, die sie direkt
betreffen, jedoch finanzmathematisch die höchste Systementlastung brächten.
Erhöhung der Rentenbeiträge (insg. Nur 15,3 % Zustimmung bei den Befragten),
Absenkung des Rentenniveaus (Zustimmung bei 12,5 % der Befragten), Abschaffung
der Rente mit 63 (Zustimmung bei 13,7 % der Befragten) und Erhöhung des
Renteneintrittsalters (Zustimmung bei nur 10,8 % der Befragten) haben für die
Bürger die geringste Priorität. "Schenken Sie den Bürgern endlich reinen Wein
ein! Die Veränderung des Rentensystems kann nur gelingen, wenn wir an den
richtigen Stellschrauben drehen. Das hört keiner gern", fordert Martin Klein,
Geschäftsführer von VOTUM, einer der Trägerverbände des DIVA.
Positiv: Altersvorsorgereformgesetz greift Vielfalt der Vorsorgebedürfnisse auf
Dass es auch anders geht, zeigen Bundesregierung und Bundestag selbst. Das
gerade verabschiedete Altersvorsorgereformgesetz macht einen Schritt in die
richtige Richtung. Es trägt der Tatsache Rechnung, dass die Präferenzen der
Bevölkerung sehr unterschiedlich sind. Ob klassische Vorsorgeprodukte,
fondsgebundene Lösungen, Immobilien oder neue Anlageformen wie das
Altersvorsorgedepot: Entscheidend ist, dass Bürgerinnen und Bürger
Wahlmöglichkeiten erhalten, die zu ihrer persönlichen Lebenssituation passen.
Hieraus sollte die Politik den notwendigen Mut schöpfen und auch in den anderen
Schichten der Altersvorsorge nun handeln.
Die Umfrage ist Teil der aktuellen Ausgabe des Deutschen Altersvorsorge-Index
(DIVAX-AV) und wurde im Auftrag des DIVA von INSA-CONSULERE durchgeführt.
Befragt wurden ca. 2.000 Personen in Deutschland. Alle Ergebnisse sind auf der
Website des DIVA (https://diva.de/umfragen) zu finden.
Halten Sie sich gerne auch über unseren LinkedIn
(https://www.linkedin.com/company/diva2019/about/) -Kanal auf dem Laufenden.
DIVA - Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung DIVA -
Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung
Das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) in
Frankfurt am Main ist ein An-Institut der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW)
und versteht sich als Meinungsforschungsinstitut für finanzielle
Verbraucherfragen. Es wird von vier namhaften Vermittlerverbänden getragen: dem
Bundesverband Finanzdienstleistung AfW, VOTUM, dem Bundesverband Deutscher
Vermögensberater (BDV) und dem Bundesverband der Assekuranzführungskräfte VGA.
Die Wissenschaftliche Leitung liegt seit 1.1.2026 bei FHDW-Professor Dr. Oliver
Schellenberger.
Deutscher Geldanlage-Index des DIVA (DIVAX-GA); Deutscher Altersvorsorge-Index
(DIVAX-AV)
Im Rahmen seines Forschungsspektrums veröffentlicht das DIVA jeweils zweimal
jährlich den Deutschen Geldanlage-Index (DIVAX-GA) und den Deutschen
Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV), die das Meinungsklima der Menschen in
Deutschland zu diesen Finanzfragen messen. Sie werden ergänzt durch
Sonderbefragungen zu Themen der Vermögensbildung und Alterssicherung, häufig mit
Unternehmenspartnern. Veröffentlichungen des DIVA und weitere Informationen
unter http://www.diva.de .
FHDW - Fachhochschule der Wirtschaft
Die private Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) wurde 1993 gegründet. Sie
bietet an fünf Campussen duale und berufsbegleitende Bachelor- und
Master-Studiengänge in den Bereichen Betriebswirtschaft und
Wirtschaftsinformatik an. Neben der engen Verzahnung von Theorie und Praxis
durch die Kooperation mit rund 800 Unternehmen bietet die FHDW kleine
Studiengruppen, intensive Betreuung, effiziente Studienorganisation und
attraktive Karrieremöglichkeiten. Im Sommersemester 2025 sind über 2.000
Studierende eingeschrieben. Sie werden von 40 Professoren und zahlreichen
Lehrbeauftragten betreut. Seit ihrer Gründung hatte die FHDW rund 11.000
Absolventinnen und Absolventen. Weitere Informationen unter http://www.fhdw.de .
Pressekontakt:
Prof. Dr. Oliver Schellenberger, Wissenschaftlicher Direktor
Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung
Kleiner Hirschgraben 10-12, 60311 Frankfurt/Main
Tel. 069 2562 6998-0
mailto:oliver.schellenberger@diva.de http://www.diva.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/142461/6282066
OTS: Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung D
IVA
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