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Frankfurt am Main (ots) - Zwanzig Videoimpulse auf der Galerie der
Dauerausstellung "Mediengeschichte|n neu erzählt" greifen aktuelle Aspekte von
Künstlicher Intelligenz auf: Wird KI zum Machtinstrument? Wer sorgt für den
gesetzlichen Rahmen? Trägt KI zu Ungleichheiten und Ungerechtigkeit bei? Müssen
wir Schule neu denken?
Zu diesen und anderen Fragen beziehen Expert:innen aus Forschung, Bildung und
Wirtschaft Stellung. Mit dabei sind die Hessische Ministerin für Digitalisierung
und Innovation Kristina Sinemus, die IG Metall-Vorsitzende Christiane Benner,
der Geschäftsführer des Deutschen Forschungszentrums für KI, Antonio Krüger, die
ZEIT-Journalistin Eva Wolfangel sowie die Soziologin Sabine Pfeiffer, um nur
einige der prominenten Stimmen zu nennen.
Bei den "20 Perspektiven" sind die Besuchenden dazu eingeladen, sich prägnante
Einschätzungen und Gedanken zur digitalen Transformation durch Künstliche
Intelligenz anzusehen. Sie starten dafür einen interaktiven Touchscreen mit
Fragen, geben ihre Antworten ein und erhalten bis zu vier Empfehlungen für einen
Rundgang nach ihren Interessen.
Die Perspektiven beschäftigen sich mit zentralen Fragen, die das heutige - und
künftige - Zusammenleben mit KI betreffen. Denn die Technologie verändert nicht
nur die Industrie und Arbeitswelt, sondern zunehmend den Alltag der Menschen.
Die 20 Vordenker:innen geben wertvolle persönliche Einblicke in die Art und
Weise, wie KI zwischenmenschliche Beziehungen beeinflusst, wie neue Lernräume in
Schule und Industrie entstehen können, wie der Zugang zu Tools und Ressourcen
fair und inklusiv sichergestellt werden kann, und ob sich Manipulation,
Propaganda und der immense ökologische Fußabdruck in den Griff bekommen lassen.
Somit ermöglichen die "20 Perspektiven" eine ganzheitliche Annäherung an eine
der zentralen technischen Entwicklungen der Gegenwart.
Co-Kreation mit der Öffentlichkeit
Eine Besonderheit des Projekts: Sowohl die Themen als auch die konkreten Fragen
stammen direkt aus der Öffentlichkeit. Rund 200 Teilnehmende entwickelten diese
im Dezember 2025 und März 2026 im Rahmen zweier "Ideenforen". Das Museum für
Kommunikation etablierte dafür ein neues Gesprächsformat, das Menschen mit
unterschiedlichen Vorkenntnissen zusammenbrachte, um persönliche Erfahrungen mit
Künstliche Intelligenz sowie Perspektiven auf Kommunikation und Gesellschaft zu
diskutieren.
Im ersten Ideenforum am 2. Dezember 2025 diskutierten rund 100 Teilnehmende in
wechselnden Gruppen acht Themenfelder mit Alltagsbezug: "Pflege", "Weltbild",
"Organisation", "Steuerung", "Arbeit", "Bildung", "Beziehung" und "Diversität".
Fragen, Erfahrungen sowie wahrgenommene Chancen und Risiken von KI wurden
dokumentiert und priorisiert. Aufgrund des großen Zuspruchs folgte am 14. März
2026 ein zweites Ideenforum. Auf Basis der bisherigen Ergebnisse wurden 20
Themenfelder weiterentwickelt sowie geeignete Expert:innen für die Videobeiträge
identifiziert.
Die ausgewählten Personen wurden eingeladen, filmische Impulse für den
sogenannten "Stelenwald" beizusteuern. Die Interviewfragen entwickelten die
Teilnehmenden des zweiten Ideenforums selbst. Produziert wurden die Kurzfilme
von Thomas Bannier, der gemeinsam mit dem Museum informative Beiträge von
jeweils 120 bis 180 Sekunden Länge realisiert.
Die Ergebnisse der Ideenforen fließen nicht nur in die neue Videoinstallation
ein, sondern bilden auch die Grundlage für zukünftige museumspädagogische
Angebote zu KI. Workshops, Fortbildungen und Gesprächsformate greifen die Fragen
und Informationsbedarfe der Besuchenden auf und fördern so die sogenannte "AI
Literacy", also die Kompetenz, KI-Systeme besser zu verstehen und einzuordnen.
Technisches Upgrade der Stelen
Die bisherigen zehn Stelen mit 20 Videoporträts von namhaften Personen aus
Politik, Wissenschaft und Kultur wurden mit der Eröffnung der neuen
Dauerausstellung 2017 auf der Galerie installiert. Nach rund neun Jahren sind
viele der Aussagen nicht mehr aktuell und das Museumsteam hat dies zum Anlass
für eine grundlegende Überarbeitung genommen. Dabei wurde die
Ausstellungsarchitektur beibehalten, aber die technischen Möglichkeiten
verbessert.
Nachdem zuvor 20 Filme auf Playern in den 10 Stelen verortet waren, können die
Videos nach dem technischen Upgrade über ein Content Management System via
Browser eingespielt werden. Dies erweitert das Spektrum der Möglichkeiten enorm,
denn das Handling erlaubt es, die Stelen für Abschlusspräsentationen von
Video-Workshops zu nutzen. Auch Arbeiten, die Museumsbesuchende mit dem
museumspädagogischen Team hergestellt haben, können in kürzester Zeit oder aus
aktuellen Anlässen hochgeladen und nach einer definierten Dauer wieder
herausgenommen werden, um wieder zur Basispräsentation zurückzukehren.
Für Gäste, denen der Weg nach Frankfurt zu weit ist, stellen wir sämtliche
Videos auch online zur Verfügung: Videos "20plus1 Perspektiven" (https://www.mfk
-frankfurt.de/videos-20plus1-perspektiven/?utm_source=chatgpt.com)
Pressekontakt:
Regina Hock, Tel. 069 60 60 350 | Mobil 0171 9867272 | mailto:r.hock@mspt.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/61966/6282944
OTS: Museum für Kommunikation
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