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Berlin (ots) - Anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai fordert das
Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) eine sachliche Debatte über
Schadensminimierung ("Harm Reduction") und die Rolle der E-Zigarette beim
Tabakstopp. Während die Raucherquote in Deutschland seit Jahren auf hohem Niveau
stagniert, geraten ausgerechnet weniger schädliche Alternativen zunehmend unter
politischen Druck.
"Millionen Menschen rauchen weiterhin Tabakzigaretten. Wer den
Weltnichtrauchertag ernst nimmt, darf erfolgreiche Alternativen für erwachsene
Raucher nicht verdrängen, sondern muss sie fördern", erklärt Dustin Dahlmann,
Vorsitzender des BfTG.
Besonders kritisch sieht der Verband Forderungen nach Verboten von Aromen und
Kühlstoffen in E-Zigaretten. Internationale Erfahrungen zeigen laut BfTG
deutlich die negativen Folgen solcher Maßnahmen. In den Niederlanden, wo seit
2024 nahezu alle Aromen verboten sind, greifen laut einem Bericht der
niederländischen Regierung inzwischen 87 Prozent der Dampfer zu illegalen
Produkten. Besonders alarmierend: 98 Prozent der jugendlichen Dampfer und 95
Prozent der 18- bis 25-Jährigen konsumieren dort Schwarzmarktprodukte. [1]
Zugleich zeigen Studien aus den Niederlanden, dass ehemalige Dampfer infolge des
Verbots wieder häufiger Tabak konsumieren. 27 Prozent rauchen seit dem Verbot
mehr oder haben wieder mit dem Tabakrauchen angefangen. [2]
"Aromen sind für viele erwachsene Raucher entscheidend, um dauerhaft von der
Zigarette wegzukommen", so Dahlmann. "Verbote verdrängen Konsumenten nicht aus
dem Nikotinkonsum, sondern häufig in den Schwarzmarkt oder zurück zur
Tabakzigarette."
Das BfTG warnt zudem davor, Jugend- und Verbraucherschutz mit immer strengeren
Verboten erreichen zu wollen. Jugendliche kaufen problematische Produkte nach
Einschätzung des Verbandes gerade nicht im regulierten Fachhandel mit
Alterskontrollen, sondern über illegale Vertriebswege und soziale Netzwerke.
Auch die DEBRA-Studie zeigt seit Jahren eine weiterhin hohe Raucherquote in
Deutschland. Rund jeder dritte Bundesbürger raucht. [3] Statt ideologischer
Verbote brauche es deshalb eine pragmatische Politik mit wirksamen
Alterskontrollen, konsequenter Bekämpfung des illegalen Handels und
realistischen Strategien zur Schadensminimierung.
"Eine moderne Gesundheitspolitik muss zwischen Rauchen und deutlich weniger
schädlichen Alternativen unterscheiden", erklärt Dahlmann. "Wer legale Produkte
verdrängt, stärkt am Ende nur den Schwarzmarkt und gefährdet den
Verbraucherschutz."
Quellen:
[1] Rijksoverheid: Pressemitteilung vom 10.04.2026. Link (https://www.rijksoverh
eid.nl/actueel/nieuws/2026/04/10/kabinet-neemt-maatregelen-tegen-illegale-vapes)
; Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport: Donkere wolken. Een eerste
verkenning van illegale vapehandel in Nederland, 2026. Link (https://www.rijksov
erheid.nl/documenten/rapporten/2026/04/10/rapport-donkere-wolken-een-eerste-verk
enning-van-illegale-vapehandel-in-nederland)
[2] Prohibition Does Not Work: Pressemitteilung vom 14.04.2026. Link (https://ww
w.prohibitiondoesnotwork.com/news/dutch-vape-flavour-ban-backfires-newreport-sho
ws-rise-in-youth-use-illicit-trade-and-smoking)
[3] DEBRA study - Deutsche Befragung zum Rauchverhalten. Link
(https://www.debra-study.info/)
Pressekontakt:
Bündnis für Tabakfreien Genuss e.V.
Vorsitzender: Dustin Dahlmann
Geschäftsführer: Philip Drögemüller
Telefon: +49 (0) 30 209 240 80
E-Mail: mailto:presse@bftg.org
Web: http://www.tabakfreiergenuss.org
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/118679/6283120
OTS: Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) e.V.
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