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Hamburg (ots) - Geschäftsführer verdienen oft gut, tragen viel Verantwortung und
gelten als finanziell abgesichert. Doch im Ruhestand zeigt sich bei vielen ein
anderes Bild: Fehlende gesetzliche Absicherung, falsch strukturierte
Altersvorsorge und zu starke Abhängigkeit vom eigenen Unternehmen führen dazu,
dass das Einkommen im Alter deutlich niedriger ausfällt als erwartet. Gerade bei
Gesellschafter-Geschäftsführern werden Risiken häufig unterschätzt.
Viele Geschäftsführer konzentrieren sich jahrelang auf das Unternehmen - und
schieben ihre eigene Altersvorsorge auf später. Das rächt sich im Ruhestand.
Hier erfahren Sie, welche Planungsfehler besonders häufig gemacht werden, warum
klassische Vorsorgemodelle oft nicht ausreichen und wie Geschäftsführer ihre
Altersstrategie rechtzeitig und solide aufstellen können.
Warum das Einkommen im Ruhestand oft nicht reicht
Ein zentraler Grund liegt in der fehlenden gesetzlichen Absicherung. Viele
Geschäftsführer erwerben keine Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung
und verfügen im Alter daher über keinen stabilen Einkommensbaustein. Wenn
zusätzlich weder betriebliche Vorsorge noch Einnahmen aus Immobilien vorhanden
sind, fehlen oft verlässliche, laufende Einnahmen.
Stattdessen wird häufig darauf vertraut, dass das eigene Unternehmen später den
gewünschten Lebensstandard sichert. Diese Strategie ist jedoch unsicher. Fällt
der Verkaufserlös geringer aus als geplant oder bleibt ganz aus, entsteht
schnell eine Versorgungslücke.
Warum Altersvorsorge aufgeschoben wird
Die Ursachen liegen vor allem im unternehmerischen Alltag. In der Aufbauphase
steht das operative Geschäft im Vordergrund. Hohe Arbeitsbelastung und
wirtschaftliche Unsicherheiten führen dazu, dass langfristige Themen wie
Altersvorsorge in den Hintergrund rücken. Zugleich fehlen oft klare Strukturen.
Ohne feste Prozesse wird die eigene Vorsorge selten überprüft. Viele Maßnahmen
erfolgen zudem ausschließlich aus dem privaten Nettoeinkommen, während
steuerlich effizientere Lösungen auf Unternehmensebene ungenutzt bleiben.
Hinzu kommt, dass zentrale Einflussfaktoren unterschätzt werden. Inflation,
steigende Gesundheitskosten oder eine längere Lebenserwartung wirken sich
erheblich aus, werden aber häufig nicht systematisch berücksichtigt.
Warum klassische Modelle oft nicht ausreichen
Viele Geschäftsführer sind durchaus bereit, bei ihrer Altersvorsorge Risiken
einzugehen. Allerdings fehlt häufig eine übergeordnete Strategie. Die
Altersvorsorge besteht dann aus einzelnen, nebeneinanderstehenden Bausteinen,
die nicht aufeinander abgestimmt sind.
Typisch ist eine Mischung aus verschiedenen Ansätzen - etwa eine steuerlich
motivierte Immobilieninvestition, ein ETF-Depot über einen Neobroker oder eine
Basisrente, die primär aus steuerlichen Gründen abgeschlossen wurde. Zwar wird
in solchen Fällen grundsätzlich Vermögen aufgebaut, doch die einzelnen Elemente
greifen selten sinnvoll ineinander.
Dadurch entsteht kein konsistentes Gesamtkonzept. Renditechancen werden nicht
systematisch genutzt, Risiken nicht gezielt gesteuert und steuerliche Vorteile
nicht optimal ausgeschöpft. Die Folge ist, dass trotz vorhandener Investments
die langfristige Wirkung deutlich hinter den Möglichkeiten zurückbleibt.
Die Risiken der Abhängigkeit vom eigenen Unternehmen
Die Konzentration auf das eigene Unternehmen als Altersvorsorge birgt erhebliche
Risiken. Zum einen hängt der Vermögensaufbau vollständig vom wirtschaftlichen
Erfolg ab. Zum anderen setzt diese Strategie voraus, dass ein Verkauf zum
richtigen Zeitpunkt gelingt.
Gleichzeitig fehlt vielen Geschäftsführern ein zweiter stabiler
Einkommenspfeiler. In wirtschaftlich schwierigen Phasen kommt hinzu, dass
vorhandenes Privatvermögen oft wieder in das Unternehmen zurückgeführt wird.
Dadurch wird der langfristige Kapitalaufbau unterbrochen. Zudem sind
Vermögenswerte innerhalb der operativen Gesellschaft im Insolvenzfall nicht
geschützt.
Wie Geschäftsführer ihre Vorsorge realistisch einschätzen können
Eine fundierte Finanzplanung schafft Klarheit über die eigene Situation. Dabei
wird analysiert, welche Einkünfte im Ruhestand zu erwarten sind und wie sich
Inflation, Steuern und laufende Kosten auswirken.
Viele Geschäftsführer erkennen erst durch eine solche Auswertung, ob ihre
Strategie tragfähig ist. Häufig zeigt sich, dass ein Vermögen in mehrfacher
Millionenhöhe notwendig ist, um den bisherigen Lebensstandard langfristig zu
sichern. Entscheidend ist daher, frühzeitig zu prüfen, ob die aktuelle
Entwicklung diesem Ziel entspricht.
Welche Bausteine eine tragfähige Altersstrategie ausmachen
Eine solide Strategie beginnt mit ausreichenden Liquiditätsreserven. Darauf
aufbauend sollte frühzeitig ein breit gestreutes Wertpapierdepot aufgebaut
werden. Parallel dazu gewinnen strukturierte Lösungen auf Unternehmensebene an
Bedeutung, etwa durch steueroptimierte Modelle der Geschäftsführerversorgung.
Mit steigenden Gewinnen können zusätzlich Firmendepots oder Holdingstrukturen
sinnvoll sein, um Kapital effizient anzulegen.
Erst wenn die Altersvorsorge grundsätzlich gesichert ist, rückt die breitere
Vermögensstrukturierung - bei der dann auch andere Anlageklassen wie Immobilien,
Anleihen, Edelmetalle und Kryptowährungen mit eingebunden werden - in den Fokus.
Entscheidend bleibt jedoch, frühzeitig zu handeln und die Strategie regelmäßig
zu überprüfen.
Über Sebastian Ohligschläger:
Sebastian Ohligschläger ist Gründer von Ohligschläger Consulting und berät
Geschäftsführer sowie Vorstände zur steueroptimierten Altersvorsorge. Er
entwickelt Versorgungsmodelle, die Investitionen in ETFs und Aktien auf
Unternehmensebene ermöglichen. Sein Ansatz verbindet Vermögensaufbau mit
steuerlicher Effizienz und klaren Strukturen. Mehr Informationen unter:
https://ohligschlaeger-consulting.de/
Pressekontakt:
Ohligschläger Consulting
Inhaber: Sebastian Ohligschläger
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Ruben Schäfer
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