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Warum die Mietpreisbremse den Immobilienmarkt München nicht retten wird: Thomas Aigner von Aigner Immobilien über Wohnungsnot, politische Illusionen und eine unbequeme Wahrheit (FOTO)

3.06.2026 18:11 Uhr Aigner Immobilien GmbH

München (ots) - München steht seit Jahrzehnten unter Druck. Die Nachfrage nach Wohnraum wächst, die Mieten steigen, Eigentum bleibt für viele Menschen kaum erreichbar und die Politik verspricht regelmäßig Entlastung. Doch nach Ansicht von Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH, greift die Debatte zu kurz. Wer den Immobilienmarkt München (https://aigner-immobilien.de/marktinformationen/?ref=pr-dima-statement-ta) verstehen will, müsse weniger über Mietdeckel und mehr über Angebot, Bauland, Eigentumsbildung und langfristige Generationengerechtigkeit sprechen.

Wohnungsnot ist kein neues Problem

Die Diskussion über bezahlbares Wohnen wirkt aktuell, ist aber keineswegs neu. Schon vor mehr als 30 Jahren wurde in München über explodierende Mieten, zu wenig Neubau und politische Fehlsteuerung diskutiert. Geändert hat sich aus Sicht vieler Marktbeobachter vor allem eines: Die Lage ist enger geworden.

Thomas Aigner sieht darin ein grundsätzliches politisches Versäumnis. "Schon vor über 30 Jahren war die Wohnungsnot in Ballungsräumen wie München groß. Trotzdem wurde das Problem nie wirklich an der Ursache angepackt." Gemeint ist vor allem der Mangel an neuem Wohnraum. Solange in einer Stadt wie München mehr Menschen wohnen wollen, als Wohnungen verfügbar sind, können Regulierungen zwar Preise begrenzen, aber keine zusätzlichen Wohnungen schaffen.

Das zeigt sich besonders deutlich bei der Mietpreisbremse (https://aigner-immobi lien.de/news-2025-04-verlaengerung-mietpreisbremse/?ref=pr-dima-statement-ta) . Sie soll Mieter schützen und wurde bundespolitisch bis Ende 2029 verlängert. In angespannten Wohnungsmärkten darf die Miete bei Neuvermietung grundsätzlich nur begrenzt über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Doch der Kernkonflikt bleibt: Wer bereits eine günstige Wohnung hat, wird geschützt. Wer neu sucht, konkurriert weiter mit vielen anderen Bewerbern um ein knappes Angebot.

Die Mietenlüge: Schutz für Bestandsmieter, keine Lösung für Wohnungssuchende

Aigner formuliert seine Kritik bewusst scharf. "Die Mietpreisbremse bekämpft nicht die Ursachen, sondern suggeriert Sicherheit. Sie schafft keine einzige zusätzliche Wohnung." Für ihn liegt genau darin die politische Mietenlüge: Man verspreche Entlastung, ohne den eigentlichen Engpass zu beheben.

Besonders problematisch sei diese Politik für Menschen, die nach München ziehen müssen, weil sie dort arbeiten, studieren oder eine Familie gründen wollen. Auch wer innerhalb der Stadt umziehen möchte, etwa wegen Nachwuchs, Trennung oder Pflegebedarf, trifft auf einen Markt, der kaum Spielraum lässt. Für diese Gruppen hilft eine regulierte Bestandsmiete nur wenig.

Der Münchner Mietspiegel verdeutlicht die Entwicklung. Die durchschnittliche Nettokaltmiete ist über die vergangenen Jahrzehnte deutlich gestiegen. Gleichzeitig bleibt Neubau teuer, Flächen sind knapp, Genehmigungsverfahren lang und Baukosten hoch. Damit entsteht ein Markt, in dem Regulierung politisch attraktiv wirkt, wirtschaftlich aber an Grenzen stößt.

Warum Wohnen und Rente mehr gemeinsam haben, als viele denken

Aigner zieht eine ungewöhnliche Parallele zwischen Wohnungsmarkt und Rentensystem. In beiden Fällen gehe es um langfristige mathematische Realitäten, die politisch zu lange verdrängt worden seien. "Bei der Rente war früh absehbar, dass das System unter dem demografischen Wandel leidet. Beim Wohnen ist ebenso klar: Wenn in Ballungsräumen zu wenig gebaut wird, steigen die Preise."

Der Vergleich ist bewusst zugespitzt, aber er trifft einen wunden Punkt. Beide Themen betreffen Generationengerechtigkeit. Die ältere Generation profitiert häufig von günstigen Bestandsmieten, abbezahltem Eigentum oder früheren Kaufpreisen. Jüngere Menschen starten dagegen in einen Markt mit hohen Mieten, hohen Kaufpreisen, gestiegenen Finanzierungskosten und unsichereren Rentenaussichten.

Aus Sicht Aigners wird dieser Zusammenhang politisch zu selten ehrlich benannt. "Ob Miete oder Rente, am Ende geht es häufig um Besitzstandswahrung. Die Frage ist, wer die Rechnung dafür bezahlt."

Deutschland bleibt Mieterland und zahlt dafür einen Preis

Ein weiterer zentraler Punkt in Aigners Analyse ist die geringe Eigentumsquote in Deutschland. Während Wohneigentum in vielen europäischen Ländern über Generationen hinweg als private Altersvorsorge verstanden wird, bleibt Deutschland traditionell ein Mieterland. In München verschärft sich dieses Muster zusätzlich, weil Eigentum für viele Haushalte kaum noch erreichbar ist.

Dabei wäre gerade der Eigentumserwerb ein wichtiger Baustein für langfristige Unabhängigkeit. Wer früh in München eine Wohnung kaufen (https://aigner-immobilien.de/immobilien/?ref=pr-dima-statement-ta) konnte, profitierte nicht nur von Wertentwicklung, sondern auch von einem gewissen Schutz vor steigenden Mieten im Alter. Wer dauerhaft mietet, bleibt stärker abhängig von Marktentwicklung, Gesetzgebung und persönlichem Einkommen.

Auch Immobilien als Kapitalanlage (https://aigner-immobilien.de/investmentimmobilien/?ref=pr-dima-statement-ta) spielen in diesem Kontext eine wichtige Rolle. Für private Anleger, Bestandshalter und Familienvermögen stellt sich zunehmend die Frage, wie Wohnimmobilien in einem regulierten, aber nachfragestarken Markt bewertet werden müssen. München bleibt attraktiv, doch Investitionsentscheidungen werden komplexer.

Was Eigentümer und Vermieter jetzt beachten sollten

Für Eigentümer, die eine Wohnung in München (https://aigner-immobilien.de/inform ationen-fuer-vermieter/?ref=pr-dima-statement-ta) vermieten möchten, ist die Lage anspruchsvoller geworden. Mietrechtliche Vorgaben, energetische Anforderungen, steigende Bewirtschaftungskosten und politische Eingriffe verlangen mehr Marktkenntnis als früher. Eine falsche Einschätzung kann wirtschaftliche Folgen haben, etwa bei Miethöhe, Modernisierung, Vermarktung oder Verkauf.

Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Mietwohnungen in München (https://aigner-immobilien.de/vermietung/?ref=pr-dima-statement-ta) hoch. Gute Lagen, funktionale Grundrisse und energetisch solide Immobilien sind weiterhin gefragt. Doch die Spielräume sind enger. Vermieter müssen rechtssicher handeln, Mieter suchen Verlässlichkeit und Käufer kalkulieren vorsichtiger.

Hier sieht Aigner die Rolle eines erfahrenen Immobilienmaklers nicht nur in der Vermittlung, sondern in der Einordnung. Wer in München Immobilien besitzt, verkauft, vermietet oder kauft, braucht heute ein tiefes Verständnis für Mikrostandorte, Zielgruppen, Regulierung und Finanzierung.

Warum politische Beruhigungspillen den Markt nicht entspannen

Die öffentliche Debatte konzentriert sich oft auf einfache Lösungen. Mehr Regulierung, strengere Mietgrenzen, mehr Schutz für Mieter. Das klingt nachvollziehbar, greift aber zu kurz, wenn das Angebot nicht wächst. Aigner kritisiert vor allem, dass politisch unbequeme Maßnahmen häufig vermieden werden.

Dazu zählen aus seiner Sicht eine mutigere Baulandpolitik, schnellere Genehmigungsverfahren, strategische Stadtentwicklung in Metropolregionen und eine ernsthafte Diskussion über Eigentumsbildung. "Wer günstige Mieten verspricht, muss auch sagen, wo die Wohnungen entstehen sollen. Alles andere ist politisch bequem, aber wirtschaftlich unehrlich."

München steht dabei exemplarisch für viele Ballungsräume. Die Stadt ist wirtschaftlich stark, international gefragt und bietet hohe Lebensqualität. Genau das treibt die Nachfrage. Wer diesen Erfolg nicht durch Wohnraummangel gefährden will, muss die Angebotsseite stärken.

Der Blick nach vorn: Ohne Neubau keine Entspannung

Der Münchner Wohnungsmarkt wird sich nicht durch einzelne Gesetze entspannen. Die entscheidenden Fragen lauten: Wie viel neuer Wohnraum entsteht tatsächlich? Wie schnell können Projekte umgesetzt werden? Wie wird Bauland aktiviert? Und wie gelingt es, Eigentum wieder stärker als Teil privater Altersvorsorge zu ermöglichen?

Aigner warnt davor, die Diskussion weiter zu vertagen. "Wenn wir beim Wohnen so weitermachen wie bisher, verspielen wir Zukunftschancen. Nicht für diejenigen, die heute gut versorgt sind, sondern für die nächste Generation."

Die Botschaft ist unbequem, aber klar: Die Mietpreisbremse kann Symptome dämpfen, sie ersetzt keine Wohnungsbaupolitik. Wer den Immobilienmarkt München langfristig stabilisieren will, muss mehr Angebot schaffen, Investitionen ermöglichen und Eigentumsbildung erleichtern. Alles andere bleibt ein Versprechen, das kurzfristig beruhigt, aber langfristig nicht trägt.

Pressekontakt:

Aigner Immobilien GmbH Dr. Berit Dirscherl Gmunder Straße 53 81379 München Telefon: 089 17 87 87 0 E Mail: mailto:berit.dirscherl@aigner-immobilien.de http://www.aigner-immobilien.de

Pressekontakt: mailto:redaktion@dimaconcept.de http://www.dimaconcept.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182681/6287905 OTS: Aigner Immobilien GmbH


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Aigner Immobilien GmbH
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