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Straubing (ots) - Deutschlands Niederlage bei der Wahl in den UN-Sicherheitsrat
ist mehr als eine diplomatische Enttäuschung. Einer der größten Beitragszahler,
die stärkste Volkswirtschaft in der EU, deren Regierung gern einen
Führungsanspruch erhebt, ist nicht in der Lage, sich gegen Portugal und den
kleinen Nachbarn Österreich durchzusetzen. Das ist - Achtung, Fußball-Metapher -
ein außenpolitisches Córdoba für Bundeskanzler Friedrich Merz und seinen
Chefdiplomaten Johann Wadephul. Ein Land, das sich selbst als zentrale Stütze
der internationalen Ordnung versteht, bekommt nicht genügend Unterstützung für
einen nichtständigen Sitz zusammen.
In Berlin gibt es nichts zu beschönigen. Nun gilt es, die Außenpolitik
strategischer, glaubwürdiger und wirksamer zu gestalten.
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