|
Köln (ots) - Zum Welttag gegen Kinderarbeit am 12. Juni lenkt Tony's Chocolonely
(https://de.tonyschocolonely.com/pages/unser-versprechen) den Blick auf eine
unbequeme Wahrheit der Kakaoindustrie - und macht die bittere Realität hinter
der Schokolade in Köln sichtbar.
Mindestens 1,56 Millionen Kinder arbeiten laut aktuellen Zahlen auf den
Kakaoplantagen von Ghana und Côte d'Ivoire - das entspricht etwa jedem zweiten
Grundschulkind in Deutschland. Sie verrichten gefährliche Arbeiten: mit Macheten
hantieren, schwere Lasten von bis zu 60 Kilogramm tragen.
Diese illegale Kinderarbeit ist weiter verbreitet, als die meisten denken - und
eines der größten und hartnäckigsten Probleme im Kakaoanbau. Um sie zu
bekämpfen, muss sie zuerst sichtbar gemacht werden.
Schokoladenhersteller Tony's Chocolonely
(https://de.tonyschocolonely.com/pages/unser-versprechen) setzt sich deshalb
gemeinsam mit lokalen Partnerkooperativen dafür ein, Kinderarbeit aufzudecken
und langfristig abzuschaffen. Mit Hilfe des "Child Labour Monitoring and
Remediation System" (CLMRS) identifizieren sie Fälle illegaler Kinderarbeit in
der Lieferkette und unterstützen betroffene Familien gezielt mit Programmen, die
verhindern, dass Kinder zurück auf die Plantagen geschickt werden.
Die Last, die kein Kind tragen sollte
60 Kilogramm - das entspricht etwa dem Gewicht von zwei vollgepackten
Reisekoffern. Ein Gewicht, das kein Kind tragen sollte. Tony's Chocolonely
(https://de.tonyschocolonely.com/pages/unser-versprechen) nutzt den Welttag
gegen Kinderarbeit an diesem Freitag, um erneut auf diese Realität aufmerksam zu
machen. Das Ziel: alle Schokoladenhersteller zu fairer Herstellung bewegen und
Verbraucher:innen informieren. "The Unfair School Bag" heißt die aktuelle
Aufmerksamkeitskampagne - sie macht deutlich, dass Kinder statt auf die
Kakaoplantage in die Schule gehören.
Die bittere Wahrheit erlebbar in Köln
Mit einem temporären "Peep Up" vom 11. bis 13. Juni 2026 in Köln bringt Tony's
Chocolonely (https://de.tonyschocolonely.com/pages/unser-versprechen) passend
zum Welttag gegen Kinderarbeit das Thema faire Kakaoproduktion zu den
Verbraucher:innen. Im Fokus des dreitägigen Formats steht nicht der Verkauf von
Schokolade, sondern die Aufklärung über Ausbeutung in den Lieferketten der
Schokoladenindustrie. In einem spielerisch gestalteten Erlebnisraum können
Kölner:innen die Hintergründe selbst entdecken (Donnerstag, 13 - 19 Uhr.
Freitag, & Samstag, 11 - 19 Uhr, Luxemburger Str. 41-43, Köln-Süd).
Warum Hersteller genau hinsehen müssen
Das System basiert auf Menschen aus den Gemeinden selbst. Speziell geschulte
Community Facilitators besuchen jedes Jahr die Familien der Kakaobauer:innen,
sprechen mit Eltern und Kindern und erfassen die Situation aller Kinder unter 18
Jahren. Es geht nicht darum, Familien zu bestrafen, sondern zu verstehen, warum
Kinder arbeiten müssen und welche Unterstützung nötig ist. Zusätzlich finden
unangekündigte Besuche auf den Farmen statt, um die Lage vor Ort besser
einschätzen zu können.
Lösungen gemeinsam finden
Wird illegale Kinderarbeit festgestellt, beginnt der nächste Schritt: die
Unterstützung. Gemeinsam mit den Familien wird ein individueller Maßnahmenplan
entwickelt. Manchmal reicht bereits eine Geburtsurkunde, damit ein Kind
überhaupt in die Schule eingeschrieben werden kann. In anderen Fällen werden
Schulmaterialien, Uniformen oder Fahrräder für lange Schulwege bereitgestellt.
Liegen die Ursachen tiefer, können auch Arbeitskräfte für die Farm, Schulungen
oder weitere Unterstützungsmaßnahmen notwendig sein.
Langfristige Unterstützung vor Ort
Nach drei und sechs Monaten kehren die Community Facilitators zurück und prüfen,
ob die Maßnahmen wirken. Erst wenn bestätigt werden kann, dass das Kind nicht
mehr arbeitet und wieder regelmäßig die Schule besucht, gilt der Fall als
abgeschlossen.
Dieser Ansatz funktioniert - das zeigt die langfristige Entwicklung: Der Anteil
an Kinderarbeit in langfristigen Partnerkooperativen liegt nur noch bei 4 %,
während der Branchendurchschnitt bei 46,7 % liegt.
Klingt immer noch viel? Es braucht Zeit, das System auszurollen und Teams zu
schulen. Neuere Partnerkooperativen haben zwar ihre Ziele erreicht und alle
Haushalte besucht, bauen aber noch die Kapazitäten auf, um jeden einzelnen Fall
zu erkennen. Deshalb wird die höchste Zahl an Fällen typischerweise erst einige
Jahre nach Einführung des CLMRS entdeckt - wenn die Mitarbeitenden erfahrener
werden und Kinderarbeitssituationen sicherer identifizieren können.
Menschen wie Community Facilitator Aïcha Situonon Gboritcha erleben diese
Veränderungen täglich. Seit fast fünf Jahren besucht sie Familien in Côte
d'Ivoire, klärt über Kinderrechte auf und begleitet betroffene Familien: "Als
ich angefangen habe, gab es deutlich mehr Fälle. Heute sehe ich, dass die Zahl
der betroffenen Kinder sinkt." Besonders motivierend sei für sie, den Moment zu
erleben, wenn Eltern ihre Botschaft verstehen, warum ihre Kinder in die Schule
gehören und dass die Zahl der Fälle zurückgeht. Das ganze Interview mit Aïcha
und sowie Zahlen und Fakten sind im Tony's Fair Report 2025/2026
(https://at.tonyschocolonely.com/pages/jahrlicher-fair-report-2024-2025) zu
finden.
Kinderarbeit zu beenden ist nicht einfach. Aber die Erfahrungen von Tony's
Chocolonely zeigen: Wenn Fälle konsequent identifiziert, Gemeinden eingebunden
werden und Familien die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, können mehr
Kinder dort sein, wo sie hingehören: in die Schule statt auf der Kakaoplantage.
Pressekontakt:
HEROES & HEROINES
mailto:irina@heroes-heroines.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/164782/6290075
OTS: Tony's Chocolonely
|