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Stuttgart (ots) -
- Demographisch bedingter Austritt erfahrener Fachkräfte: ERP-Systeme werden zum
Schutzschild gegen den industriellen Brain Drain
- Wie produzierende Unternehmen Erfahrungswissen im ERP-System digitalisieren
und den Verlust kritischer Prozesskompetenz vermeiden
Der demografische Wandel entwickelt sich für den produzierenden Mittelstand
zunehmend zu einem operativen Risiko. In den kommenden Jahren werden
hunderttausende erfahrene Fach- und Führungskräfte der Baby-Boomer-Generation in
den Ruhestand wechseln - vielfach ohne ausreichende Nachfolge. Besonders
kritisch ist dabei weniger der reine Personalabgang als vielmehr der Verlust von
Erfahrungswissen, Prozesskenntnissen und informellen Abläufen, die über
Jahrzehnte entstanden sind. Moderne ERP-Systeme entwickeln sich daher immer
stärker zur zentralen Wissensplattform für Unternehmen.
"Viele Unternehmen unterschätzen, wie stark ihre operative Stabilität vom
impliziten Wissen einzelner Mitarbeiter abhängt. Wenn dieses Know-how nicht
systematisch digitalisiert und in Prozessen verankert wird, entsteht ein
gefährlicher Brain Drain", erklärt Christian Biebl, Geschäftsführer des
ERP-Herstellers Planat. Brain Drain bezeichnet den Verlust von Wissen, Erfahrung
und Kompetenz, wenn qualifizierte Fachkräfte ausscheiden und etwa aufgrund des
Fachkräftemangels nicht ersetzt werden können.
In vielen mittelständischen Produktionsunternehmen sind wesentliche
Betriebsabläufe historisch gewachsen. Wissen über Produktionsparameter,
Materialflüsse, Sonderprozesse, Lieferantenbeziehungen oder individuelle
Kundenanforderungen steckt häufig in den Köpfen langjähriger Mitarbeiter - oder
in der sogenannten Schatten-IT. Man versteht darunter Software, Cloud-Dienste
oder digitale Prozesse, die Mitarbeiter oder Abteilungen ohne Freigabe der
offiziellen IT außerhalb des ERP- und Unternehmenssystems nutzen. Als typisches
Beispiel für die so genannte Schatten-IT gelten private Excel-Listen einzelner
Beschäftigter mit betriebsrelevanten Informationen, die für das Unternehmen
unsichtbar bleiben.
Zusätzlich verschärft der Fachkräftemangel die Situation: Offene Stellen können
oftmals nicht mehr zeitnah oder qualitativ gleichwertig nachbesetzt werden.
Unternehmen stehen dadurch vor der Herausforderung, vorhandenes Know-how
unabhängig von einzelnen Personen dauerhaft verfügbar zu machen.
ERP als Unternehmens-Gedächtnis
ERP-Systeme übernehmen in dieser Situation zunehmend die Funktion eines
digitalen Unternehmensgedächtnisses. "Ein modernes ERP-System ist heute weit
mehr als eine Verwaltungssoftware. Es bildet Prozesse, Regeln, Entscheidungswege
und Erfahrungswissen strukturiert ab und macht dieses Wissen für neue
Mitarbeiter nachvollziehbar und reproduzierbar", so Christian Biebl.
Insbesondere im Produzierenden Gewerbe entsteht dadurch eine strategisch
wichtige Wissensbasis, die Prozesse standardisiert, Medienbrüche reduziert und
Abhängigkeiten von einzelnen Personen minimiert.
Von besonderer Bedeutung ist dies bei langjährig gewachsenen IT-Strukturen. In
vielen Unternehmen existieren noch proprietäre Altsysteme oder individuell
entwickelte Insellösungen, deren Funktionsweise oftmals nur wenige Mitarbeiter
vollständig verstehen. Häufig sind diese Systeme eng mit einzelnen IT-Leitern
oder langjährigen Fachkräften verbunden. Gehen diese in den Ruhestand, droht
nicht nur ein personeller, sondern auch ein technologischer Wissensverlust. "Die
Lebensdauer mancher Unternehmenssoftware ist faktisch an die Lebensarbeitszeit
einzelner Know-how-Träger gekoppelt. Ohne rechtzeitige Migration in
standardisierte ERP-Strukturen entsteht ein erhebliches Zukunftsrisiko", warnt
Christian Biebl.
Wissensmanagement als Produktivitätsfaktor
Gleichzeitig wird Wissensmanagement zu einem Produktivitätsfaktor. Je stärker
Prozesse digital dokumentiert, standardisiert und unternehmensweit verfügbar
sind, desto schneller können neue Mitarbeiter eingearbeitet werden. Gerade
angesichts knapper Personalressourcen gewinnt diese Fähigkeit strategische
Bedeutung. "Die Menschen im Unternehmen bleiben entscheidend wichtig. Aber
Unternehmenswissen darf nicht dauerhaft ausschließlich an Personen gebunden
sein", erklärt Christian Biebl. Moderne ERP-Systeme schaffen deshalb
Plattformen, auf denen Produktionswissen, Prozessabläufe, Dokumentationen und
betriebswirtschaftliche Zusammenhänge zusammengeführt werden.
Hinzu kommt die wachsende Komplexität in der Industrie. Produktionsunternehmen
müssen heute flexibel zwischen Einzelanfertigungen, kleinen Losgrößen und
Serienproduktion wechseln. Gleichzeitig steigen Anforderungen an Transparenz,
Rückverfolgbarkeit, Lieferkettensteuerung und Ressourceneffizienz. Ohne zentral
verfügbare und konsistente Daten wird dies zunehmend schwer beherrschbar.
ERP-Systeme dienen deshalb nicht nur der Prozesssteuerung, sondern auch der
langfristigen Sicherung organisatorischer Handlungsfähigkeit.
Auch der Fachkräftemangel verändert die Rolle moderner ERP-Plattformen
grundlegend. Während früher primär Maschinenkapazitäten im Mittelpunkt standen,
rückt heute der effiziente Einsatz qualifizierter Mitarbeiter stärker in den
Fokus. "Früher galt vor allem: Die Maschine muss laufen. Heute wird zusätzlich
entscheidend, dass qualifiziertes Personal optimal eingesetzt und vorhandenes
Wissen dauerhaft verfügbar gemacht wird", erklärt Christian Biebl. ERP-Systeme
ermöglichen dabei die direkte Verknüpfung von Produktionsplanung,
Personalressourcen und Prozesswissen.
Nach Einschätzung des Planat-Geschäftsführers wird sich diese Entwicklung in den
kommenden Jahren weiter beschleunigen. Christian Biebl erklärt: "Der Mittelstand
steht vor einem tiefgreifenden Generationenwechsel, während gleichzeitig die
Zahl verfügbarer Fachkräfte sinkt. Unternehmen, die ihr Erfahrungswissen nicht
systematisch digitalisieren, riskieren operative Ineffizienzen, steigende
Fehlerquoten und Produktivitätsverluste. Moderne ERP-Systeme werden damit
zunehmend zu einer strategischen Infrastruktur gegen Wissensverlust und
Fachkräftemangel."
Die Planat GmbH bietet mit der ERP-Software FEPA eine modular aufgebaute Lösung
für den produzierenden Mittelstand. Das System unterstützt Unternehmen dabei,
Prozesse zu standardisieren, Wissen zentral verfügbar zu machen und Produktions-
sowie Unternehmensabläufe langfristig abzusichern.
Die PLANAT GmbH ( www.PLANAT.de (http://www.planat.de) ) bietet mit der
skalierbaren ERP-Standardsoftware FEPA einen flexiblen IT-Service "Made in
Germany" für den produzierenden Mittelstand. In der Basisversion verantwortet
die Software Vertrieb, Beschaffung, Logistik, Produktionsplanung und -steuerung
mit Betriebsdatenerfassung und betriebswirtschaftliche Anwendungen. On top
können bedarfsgerecht branchenspezifische Softwareinhalte integriert und diverse
Add-ons, wie z. B. ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) oder
Customer-Relationship-Management (CRM), eingesetzt werden. Das innovative,
modulare Softwarekonzept ergänzt PLANAT seit 1981 durch branchenspezifische
Beratung sowie durch verlässlichen Support.
Pressekontakt:
Kontakt: PLANAT GmbH,
Schönbergstr. 45-47, 73760 Ostfildern (bei Stuttgart), Deutschland,
Tel.: +49 (0)711-16756-0, E-Mail: mailto:software@PLANAT.de,
Web: http://www.PLANAT.de
Ansprechpartner: Cecilia Fischer - E-Mail: mailto:cecilia.fischer@planat.de
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