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WIESBADEN (ots) -
- Personalzuwachs beim unbefristeten Personal schwächer als 2024
- 3,6 % mehr ärztliches und zahnärztliches Personal
- Starke regionale Unterschiede in der Altersverteilung
- Größter Arbeitsanteil entfällt auf Kinder- und Jugendgesundheit
Zum Jahresende 2025 arbeiteten in Deutschland 27 225 Personen in
Gesundheitsämtern (einschließlich externe Mitarbeitende). Das waren 570 Personen
oder 2,1 % mehr als im Vorjahr. Die Zahl der auf die volle tarifliche
Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) lag Ende 2025 bei
22 110 und stieg gegenüber dem Vorjahr um 365 oder 1,7 %. Damit ist die Zahl der
in Gesundheitsämtern beschäftigten Personen und Vollzeitäquivalente im Jahr 2025
stärker gewachsen als im Jahr 2024 (+335 Personen oder +1,3 %, +275
Vollzeitäquivalente oder +1,3 %). Dies sind die Ergebnisse des regionalen
Gesundheitspersonalmonitorings des Statistischen Bundesamtes (Destatis).
Personalzuwachs beim unbefristeten Personal schwächer als 2024
Im Jahr 2025 wuchs das unbefristete Personal in Gesundheitsämtern mit einem
Anstieg von 385 Personen oder 1,5 % schwächer als im Jahr 2024 (+800 Personen
oder +3,3 %). Anders war es beim Personal mit zeitlich befristeten
Arbeitsverträgen: Hier erhöhte sich die Zahl im Jahr 2025 um 190 Personen oder
10,8 %, nachdem sie im Jahr 2024 deutlich zurückgegangen war (-465 Personen oder
-21,1 %). Ende 2025 hatten in Gesundheitsämtern 25 305 Personen einen
unbefristeten und 1 920 Personen einen befristeten Arbeitsvertrag. Unbefristete
Tarifbeschäftigte bildeten mit 83 % die größte Personengruppe gefolgt von 10 %
verbeamtetem und 7 % befristetem Personal.
3 % mehr hochqualifiziertes Personal
Gut die Hälfte des Personals in Gesundheitsämtern (52 %) waren zum Jahresende
2025 Hochqualifizierte. Hierbei handelt es sich um Personen mit Hochschul-,
Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss. Zwischen den Regionen variierte
dieser Anteil von 31 % bis 86 %. Im Laufe des Jahres 2025 stieg das Personal in
Gesundheitsämtern mit einem hohen Bildungsabschluss um 410 Personen (+3,0 %).
3,6 % mehr ärztliches und zahnärztliches Personal
Insgesamt setzte sich das Personal der Gesundheitsämter Ende 2025 zu 20 % aus
Ärztinnen und Ärzten einschließlich Zahnärztinnen und Zahnärzten, zu 55 % aus
Fachpersonal und zu 25 % aus Verwaltungspersonal zusammen. Während das ärztliche
und zahnärztliche Personal im Vorjahresvergleich insgesamt um 195 Personen oder
3,6 % und das Fachpersonal um 400 Personen oder 2,8 % zunahm, ging das
Verwaltungspersonal im gleichen Zeitraum um 20 Personen oder 0,3 % zurück.
Altersverteilung variiert stark zwischen den Regionen
Zum Jahresende 2025 war das Personal in Gesundheitsämtern im Bundesdurchschnitt
47,7 Jahre alt, wobei sich die Altersverteilung stark zwischen den Regionen
unterschied: Der Anteil der unter 35-Jährigen variierte regional zwischen 6 %
und 25 % und lag im Bundesdurchschnitt bei 14 %. Der Anteil der ab 55-jährigen
Beschäftigten lag Ende 2025 im Bundesdurchschnitt bei 34 %. Zwischen den
Regionen variierte dieser Anteil zwischen 17 % und 47 %. Dabei wird die
Altersverteilung in Gesundheitsämtern wenig vom Regionstyp (städtische Region,
Region mit Verstädterungsansatz, ländliche Region) beeinflusst.
Deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern beim Beschäftigungsumfang
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 arbeiteten mit einem Anteil von 82 % besonders
viele Frauen in Gesundheitsämtern. Sie waren mit anteilig 60 % auch deutlich
häufiger teilzeitbeschäftigt als Männer (23 %). Insgesamt arbeiteten 46 % des
Personals in Gesundheitsämtern in Vollzeit und 54 % in Teilzeit. Der Anteil der
geringfügig Beschäftigten lag unter 1 %. Beim Beschäftigungsumfang kamen im
Bundesdurchschnitt 1,2 Personen auf eine Vollzeitstelle. Zwischen den Regionen
variierte dieser Wert von 1,1 bis 1,5.
Schwerpunkt der Tätigkeitsbereiche bei Kinder- und Jugendgesundheit
Die Einsatzbereiche des Personals in Gesundheitsämtern sind breit gefächert.
Tätigkeitsbereiche mit dem größten Arbeitsanteil waren Ende 2025 Kinder- und
Jugendgesundheit mit 18 %, Verwaltung mit 14 % sowie Sozialpsychiatrie und
psychische Gesundheit mit 12 %. Bei Ärztinnen und Ärzten einschließlich
Zahnärztinnen und Zahnärzten lag der größte Arbeitsanteil im Tätigkeitsbereich
Kinder- und Jugendgesundheit (30 %), gefolgt vom Bereich Begutachtung von
Erwachsenen (18 %).
Methodische Hinweise:
Bei den Angaben handelt es sich um tief regionalisierte Ergebnisse zum Personal
in Gesundheitsämtern im Rahmen des regionalen Gesundheitspersonalmonitorings.
Die jährliche Erhebung wurde erstmalig zum Stichtag 31. Dezember 2023 vom
Statistischen Bundesamt durchgeführt und stellt Strukturinformationen auf Ebene
von 96 Raumordnungsregionen zur Verfügung. Raumordnungsregionen stellen das
Beobachtungs- und Analyseraster der Bundesraumordnung dar. Räumliche
Basiseinheiten dieser Regionen sind kreisfreie Städte und Landkreise, um den
Bezug auf die Regionalstatistik zu sichern.
Die Daten zum Personal in Gesundheitsämtern zum Stichtag 31. Dezember 2025
basieren auf einer auskunftspflichtigen Vollerhebung bei den 377 örtlichen
Gesundheitsämtern. Im Rahmen des regionalen Gesundheitspersonalmonitorings
wurden neben den Gesundheitsämtern auch 60 Landesbehörden mit Aufgaben im
Öffentlichen Gesundheitsdienst befragt. Die Ergebnisse werden auf der Ebene der
Länder und der Raumordnungsregionen veröffentlicht.
Weitere Informationen:
Detaillierte Daten und Indikatoren mit Regionalkarten zum Personal im
Öffentlichen Gesundheitsdienst im Rahmen des regionalen
Gesundheitspersonalmonitorings sind ab Berichtsjahr 2023 im Informationssystem
der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (www.gbe-bund.de) abrufbar.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Gesundheitsbezogene Rechensysteme
Telefon: +49 611 75 8121
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
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OTS: Statistisches Bundesamt
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