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Alexander Klaws beklagt verlorene Diskussionskultur / Der Winnetou-Darsteller glaubt fest an die Botschaft Karl Mays und plädiert für mehr Gelassenheit beim Meinungsaustausch

12.06.2026 08:06 Uhr Neue Osnabrücker Zeitung

Osnabrück (ots) - Alexander Klaws vermisst in der heutigen Gesellschaft eine gesunde Diskussionskultur. "Das Geheimnis einer funktionierenden Gesellschaft liegt darin, zu akzeptieren, dass wir unterschiedlich sind", sagt der Schauspieler, Sänger und Musicaldarsteller im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). Die Akzeptanz anderer Meinungen sei in der Corona-Zeit verloren gegangen.

Fest macht der 42-Jährige seine Beobachtung an der Debatte um kulturelle Aneignung und den damit verbundenen Rassismusvorwürfen in den Werken Karl Mays. Klaws spielt in diesem Sommer zum sechsten Mal bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) die Rolle des Winnetou und weist die Kritik zurück: "Wenn jemand meint, dass unsere Arbeit kulturelle Aneignung darstellt, darf er diese Meinung gerne haben."

Für ihn selbst habe die Botschaft, die Karl May in seinen Werken vermittelt, dennoch nicht an Bedeutung verloren - sie sei aktueller denn je. "Das Thema hat kein Verfallsdatum", betont der dreifache Familienvater. Die früheren Winnetou-Darsteller Pierre Brice und Goiko Mitic hätten Bleibendes geschaffen. Er spüre, dass die Figur vielen Menschen viel bedeute. Daher könne er sich auch vorstellen, als Winnetou in Bad Segeberg den Bühnentod zu sterben: "Jede legendäre Geschichte verdient ein legendäres Ende. Wenn man sich diesen Moment nehmen ließe, würde der Rolle etwas fehlen."

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58964/6292863 OTS: Neue Osnabrücker Zeitung


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Neue Osnabrücker Zeitung
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