|
Osnabrück (ots) - Alexander Klaws vermisst in der heutigen Gesellschaft eine
gesunde Diskussionskultur. "Das Geheimnis einer funktionierenden Gesellschaft
liegt darin, zu akzeptieren, dass wir unterschiedlich sind", sagt der
Schauspieler, Sänger und Musicaldarsteller im Gespräch mit der "Neuen
Osnabrücker Zeitung" (noz). Die Akzeptanz anderer Meinungen sei in der
Corona-Zeit verloren gegangen.
Fest macht der 42-Jährige seine Beobachtung an der Debatte um kulturelle
Aneignung und den damit verbundenen Rassismusvorwürfen in den Werken Karl Mays.
Klaws spielt in diesem Sommer zum sechsten Mal bei den Karl-May-Spielen in Bad
Segeberg (Schleswig-Holstein) die Rolle des Winnetou und weist die Kritik
zurück: "Wenn jemand meint, dass unsere Arbeit kulturelle Aneignung darstellt,
darf er diese Meinung gerne haben."
Für ihn selbst habe die Botschaft, die Karl May in seinen Werken vermittelt,
dennoch nicht an Bedeutung verloren - sie sei aktueller denn je. "Das Thema hat
kein Verfallsdatum", betont der dreifache Familienvater. Die früheren
Winnetou-Darsteller Pierre Brice und Goiko Mitic hätten Bleibendes geschaffen.
Er spüre, dass die Figur vielen Menschen viel bedeute. Daher könne er sich auch
vorstellen, als Winnetou in Bad Segeberg den Bühnentod zu sterben: "Jede
legendäre Geschichte verdient ein legendäres Ende. Wenn man sich diesen Moment
nehmen ließe, würde der Rolle etwas fehlen."
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58964/6292863
OTS: Neue Osnabrücker Zeitung
|