|
Stuttgart (ots) - Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im politischen
Diskurs hat sich zuletzt zu einem Kampfgebiet entwickelt, auf dem zwar nicht
scharf geschossen, doch mit spitzer Feder respektive klandestinen Algorithmen
gestritten wird. Der Lärm gilt der Frage, welcher Hilfsmittel sich diejenigen
bedienen dürfen, die sich öffentlich zu Wort melden. Das ist nicht trivial.
Letztlich geht es um die Frage, was den Menschen überhaupt ausmacht.(...) Der
thüringische Ministerpräsident Voigt dementiert nicht, dass weitere seiner
Verlautbarungen maschinell erstellt wurden, darunter eine Holocaust-Gedenkrede.
Auch auf diese Weise kann man den Ermordeten die Würde nehmen.
Selbstverständlich und nachvollziehbar hat kein Spitzenpolitiker die Zeit und
den Kopf, alle seine Reden selbst zu schreiben, außer vielleicht die
wichtigsten. Dafür gibt es Mitarbeiter, die ihn kennen - und mit denen er sich
austauscht. Wenn es auch dafür nicht reicht, gibt es einen Ausweg: Schweigen.
Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Frank Schwaibold
Telefon: 0711 / 7205 - 7110
cvd@stn.zgs.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/39937/6296579
OTS: Stuttgarter Nachrichten
|