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WIESBADEN (ots) -
- Ausfuhrvolumen 2025 nach drei Jahren mit Rückgängen erstmals gestiegen
- Im- und Exportvolumen aber noch immer niedriger als vor der Corona-Pandemie
- Durchschnittswert der gehandelten Waren 2025 unter Allzeithoch von 2022, aber
deutlich über dem Niveau von 2019
Im April 2026 wurden mengenmäßig 4,8 % mehr Waren aus Deutschland exportiert und
2,8 % mehr Waren nach Deutschland importiert als im Vorjahresmonat. Wie das
Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stieg
das Außenhandelsvolumen damit sowohl export- als auch importseitig. Das
Außenhandelsvolumen zeigt für Importe (Importvolumen) und Exporte
(Exportvolumen) die reine Mengenentwicklung ein- und ausgeführter Waren. Damit
ist es unabhängig von aktuellen Preisentwicklungen und ergänzt die nominalen,
unbereinigten Ergebnisse der Außenhandelsstatistik, die auch Preisveränderungen
einschließen. Zum Vergleich: Nach den nominalen Ergebnissen waren die Exporte im
April 2026 um 3,7 % und die Importe um 6,3 % höher als im Vorjahresmonat. Die
langfristige Betrachtung seit dem Jahr 2019 zeigt, dass sich beide Größen in
diesem Zeitraum stark unterschiedlich entwickelten: Während das Volumen sank,
stieg der nominale Wert der Im- und Exporte deutlich.
Im Gesamtjahr 2025 war das Exportvolumen nach drei Jahren mit Rückgängen
erstmals wieder angestiegen und lag um 1,3 % höher als im Jahr 2024. Die Menge
der über die Grenzen Deutschlands gehandelten Waren war damit jedoch um 6,3 %
niedriger als im Jahr 2019, dem letzten Jahr vor den Krisen infolge der
Corona-Pandemie und des russischen Angriffs auf die Ukraine. Bei den Importen
zeigt sich ein ähnliches Bild. Das Importvolumen stieg 2025 nach zwei Jahren mit
Rückgängen erstmals wieder und lag um 1,6 % höher als 2024, aber noch 4,2 %
unter dem Niveau des Jahres 2019.
Durchschnittswert gehandelter Waren stabilisiert sich nach 2022 auf hohem Niveau
Der Durchschnittswert der gehandelten Waren, der unabhängig von der Warenmenge
ist und die durchschnittliche Preisentwicklung zeigt, hat sich seit 2019 in die
entgegengesetzte Richtung entwickelt. Anders als das Außenhandelsvolumen können
Durchschnittswerte methodisch bedingt nur mit dem Basisjahr 2021 verglichen
werden. Die bislang höchsten Durchschnittswerte waren sowohl import- und
exportseitig im Jahr 2022 erreicht worden. Damals hatte der Durchschnittswert
exportierter Waren um 17,3 % und der Durchschnittswert importierter Waren um
21,2 % über dem Niveau des Jahres 2021 gelegen. Seither haben sich die
Durchschnittswerte stabilisiert. 2025 lagen sie für exportierte Waren 16,0 % und
für importierte Waren 15,8 % über dem Niveau des Jahres 2021. Im Jahr 2019
hatten die Durchschnittswerte exportseitig noch 7,7 % und importseitig 9,8 %
niedriger als im Basisjahr 2021 gelegen.
Nominalwert der Im- und Exporte trotz geringerer Warenmenge deutlich höher als
2019
Die Ergebnisse zum Export- und Importvolumen und zu den Durchschnittswerten
zeigen somit, dass die gehandelte Warenmenge im Jahr 2025 kleiner war als zu
Beginn des Betrachtungszeitraums im Jahr 2019. Zugleich war der
durchschnittliche Wert der Waren 2025 höher war als 2019. Nach den nominalen
Außenhandelsergebnissen, die sowohl Mengen- als auch Preisentwicklungen
abbilden, übertrafen die deutschen Exporte 2025 das Vorkrisenniveau des Jahres
2019 deutlich um 17,8 %. Die Importe wiesen für 2025 gegenüber 2019 sogar einen
nominalen Anstieg um 23,3 % auf. Während also die nominalen, unbereinigten Ein-
und Ausfuhren im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 stark gestiegen sind, lag das
Ein- und Ausfuhrvolumen, das die Preisentwicklungen ausblendet, unter dem Wert
des Vor-Corona-Jahres 2019.
Methodische Hinweise:
Das Außenhandelsvolumen zeigt den statistischen Wert der Importe und Exporte,
wenn die Menge der über die Grenzen Deutschlands verbrachten Waren auf Basis der
Warendurchschnittswerte des Jahres 2021 bewertet würde. Das Außenhandelsvolumen
gibt also einen Überblick über die Entwicklung der Mengen von Importen (Import-
bzw. Einfuhrvolumen) und Exporten (Export- bzw. Ausfuhrvolumen) und klammert
aktuelle Preisentwicklungen seit dem Basisjahr 2021 aus.
Der Durchschnittswert gibt Auskunft über den durchschnittlichen Wert gehandelter
Waren beim Grenzübertritt und vergleicht sie mit den Durchschnittswerten des
Basisjahres 2021. Er klammert die Mengenentwicklung somit aus und kann als
implizite Preisbereinigung für die Außenhandelsstatistik verstanden werden.
Errechnete Ergebnisse wie diese stellen eine Ergänzung der unbereinigten,
nominalen Außenhandelsergebnisse dar.
Eine detaillierte Methodenbeschreibung bietet der Aufsatz "Volumen- und
Indexberechnung in der Außenhandelsstatistik" in der Zeitschrift "WISTA -
Wirtschaft und Statistik", Ausgabe 3/2026.
Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr
Deutschlands mit dem Ausland. Nicht inbegriffen ist der grenzüberschreitende
Handel mit Dienstleistungen. Dieser wird von der Deutschen Bundesbank erhoben.
Weitere Informationen:
Alle detaillierten Ergebnisse zum Außenhandel des Berichtsmonats April 2026
bietet die Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 51000). Tabellen für die Volumen-
und Indexwerte sind unter den Tabellennummern 51000-0050 bis 51000-0058
abrufbar. Unternehmensbezogene Ergebnisse bieten die Tabellen 51911. Ausgewählte
Tabellen zur Außenhandelsstatistik bietet auch die Themenseite "Außenhandel" im
Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Ergebnisse zum Außenhandel sind auch im "Dashboard Konjunktur"
(www.dashboard-deutschland.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das
Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und
weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt,
Bauen und Energie.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Außenhandel
Telefon: +49 611 75 2481
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
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Telefon: +49 611-75 34 44
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OTS: Statistisches Bundesamt
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