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München (ots) - Wenn die Temperaturen steigen, verlagert sich das Leben wieder
nach draußen - auf den Balkon, die Terrasse oder in den Garten. Sonnenschirme
spenden dort Schatten und können dabei helfen, die Belastung durch UV-Strahlung
zu reduzieren. Damit der Schirm im Alltag gut nutzbar bleibt und sicher steht,
sollten Verbraucher beim Kauf auf Material, Verarbeitung und Standfestigkeit
achten. TÜV SÜD-Produktexperte Morten Rosenfeld erklärt, worauf es dabei
ankommt.
Standort, Bauform und Größe
Für kleinere Balkone eignen sich meist kompakte Mittelstockschirme oder
halbrunde Modelle mit einer Spannweite von etwa 1,5 bis 2 Metern. Je nach
Balkongröße können auch Befestigungen am Geländer sinnvoll sein, um Stellfläche
zu sparen. Auf Terrassen oder größeren Sitzbereichen kommen dagegen häufig
Schirme mit 2 bis 3 Metern Spannweite infrage, etwa Ampel- oder Freiarmschirme.
Bei ihnen sitzt der Mast seitlich, sodass die Fläche unter dem Schirm besser
genutzt werden kann. Im Garten können je nach Fläche auch größere Modelle
sinnvoll sein. Für besonders windanfällige Bereiche eignen sich robuste
Marktschirme.
"Wichtig ist, dass der Schirm ausreichend Schatten spendet, ohne Wege oder
Sitzbereiche unnötig einzuschränken", erklärt Rosenfeld. Dazu gehört auch eine
ausreichende Durchgangshöhe: Unter dem geöffneten Schirm sollte man sich bequem
bewegen können, ohne dass das Öffnen, Schließen oder Neigen des Schirms
erschwert wird.
Material und UV-Schutz
Ein wichtiges Kaufkriterium ist das Material des Schirmdachs, da es den
UV-Schutz, die Witterungsbeständigkeit und die Farbhaltbarkeit beeinflusst.
Dicht gewebte Polyester- oder Acrylstoffe können dabei besonders
widerstandsfähig sein und einen besseren Schutz vor
UV-Strahlung bieten. Ein ausgewiesener Schutzfaktor, etwa nach UV-Standard 801,
kann als Orientierung dienen. Dunklere Stoffe können den UV-Schutz zusätzlich
verbessern. Viele Bespannungen sind zudem wasserabweisend ausgerüstet, sodass
sie leichtem Sommerregen kurzfristig standhalten und anschließend schnell wieder
trocknen. Auch das Gestell sollte möglichst wetterfest und korrosionsbeständig
ausgeführt sein, beispielsweise aus pulverbeschichtetem Aluminium oder
rostgeschützten Metallkomponenten.
Langlebigkeit und Reparaturmöglichkeiten
Damit Sonnenschirme möglichst lange genutzt werden können, sollten Verbraucher
bereits beim Kauf auf eine solide Verarbeitung und eine möglichst
reparaturfreundliche Konstruktion achten. Sinnvoll sind Modelle, bei denen sich
besonders beanspruchte Teile bei Bedarf austauschen lassen, etwa die Bespannung
oder einzelne Komponenten des Gestells. Auch Pflege und Lagerung tragen zur
Langlebigkeit bei. Leicht zu reinigende Bezüge erleichtern die Pflege und können
helfen, Verschmutzungen oder Stockflecken vorzubeugen. Bei längerer Nichtnutzung
schützen Schutzhüllen oder Abdeckhauben das Material und die Mechanik vor
Witterungseinflüssen. Außerhalb der Sommersaison sollte der Schirm trocken und
geschützt gelagert werden.
Stabilität und Verankerung
Da Sonnenschirme oft über längere Zeit im Freien stehen, spielt auch die
Stabilität bei Wind eine wichtige Rolle. Flexible Streben aus Glasfaser oder
verstärktem Aluminium können dabei helfen, Belastungen besser abzufangen und die
Konstruktion widerstandsfähiger zu machen. "An windanfälligen Standorten sollte
der Schirmständer ausreichend schwer sein oder fest im Boden verankert werden",
rät Rosenfeld. Verbraucher sollten dabei die Angaben des Herstellers beachten,
etwa dazu, mit welchem Mindestgewicht der Ständer beladen werden muss und ab
welcher Windstärke der Schirm eingeklappt werden sollte. Je größer die
Spannweite des Schirms ist, desto höher sollte das Standgewicht sein
beziehungsweise desto stabiler sollte die Verankerung ausfallen.
Bedienkomfort im Alltag
Neben Materialqualität und Stabilität ist auch die einfache Bedienbarkeit im
Alltag wichtig. Hilfreich sind dabei Kurbelmechanismen oder Gasdrucksysteme
sowie Kipp- oder Neigefunktionen, mit denen sich der Schatten leichter an den
Sonnenstand anpassen lässt. "Verbraucher sollten vor dem Kauf prüfen, ob sich
der Schirm leicht bedienen lässt und sicher einrastet", empfiehlt der Experte.
Bewegliche Teile sollten sauber verarbeitet sein, damit keine unnötigen Klemm-
oder Quetschstellen entstehen. Das ist besonders wichtig, wenn Kinder im
Haushalt leben oder den Schirmbereich mitnutzen. Leichtgängige Gelenke und
stabile Verriegelungen können zudem Verschleiß im Alltag reduzieren.
Eine gute Orientierung beim Kauf bieten das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit
sowie das blaue TÜV SÜD-Oktagon. Sie zeigen an, dass ein Produkt
sicherheitstechnisch geprüft wurde und bestimmte Anforderungen an Verarbeitung
und Produktsicherheit erfüllt.
Weitere Informationen gibt es HIER
(https://www.tuvsud.com/de-de/branchen/konsumgueter-und-handel/haus-und-garten)
.
Pressekontakt:
Dirk Moser-Delarami
TÜV SÜD
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