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Berlin (ots) - Die aktuell laufende Hitzewelle zeigt, wie dringend Deutschland
besseren Hitzeschutz braucht. Temperaturen von bis zu 40 Grad sind für viele
Menschen nicht nur belastend, sondern können lebensgefährlich werden. Besonders
gefährdet sind ältere Menschen, Pflegebedürftige, Kinder, Menschen mit
Behinderungen, chronisch kranke Menschen, wohnungslose Menschen sowie Menschen,
die im Freien arbeiten.
Der SoVD fordert deshalb konsequente Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und
ruft zugleich zu gegenseitiger Aufmerksamkeit im Alltag auf. Viele ältere und
gesundheitlich vorbelastete Menschen leben allein und können Hitzegefahren
schwerer einschätzen. Andere können sich nicht selbst ausreichend schützen, weil
sie pflegebedürftig, mobilitätseingeschränkt, krank oder auf Unterstützung
angewiesen sind.
"Ältere und gesundheitlich eingeschränkte Menschen brauchen bei Hitze besondere
Unterstützung. Nachbarschaftliche Hilfe kann viel bewirken. Zugleich müssen
Bund, Länder und Kommunen verbindliche Hitzeaktionspläne flächendeckend
umsetzen", erklärt SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier. Schon kleine
Gesten können helfen: ein kurzer Anruf, ein Gespräch an der Tür, Unterstützung
beim Einkauf, ein kühles Getränk oder die Frage, ob die Wohnung ausreichend kühl
ist. Viele Menschen zögern, um Hilfe zu bitten. Umso wichtiger ist es, aktiv auf
Mitmenschen zuzugehen.
Gleichzeitig macht der SoVD deutlich: Nachbarschaftliche Solidarität ersetzt
keine politische Verantwortung. Hitzeschutz darf nicht davon abhängen, ob eine
Kommune genug Personal hat, ob Einrichtungen eigene Mittel aufbringen können
oder ob Ehrenamtliche einspringen. Bund, Länder und Kommunen müssen besonders
gefährdete Menschen zuverlässig schützen und Extremhitze verbindlich in
Krisenvorsorge und Katastrophenschutz integrieren.
Der SoVD fordert flächendeckende kommunale Hitzeaktionspläne mit klaren
Zuständigkeiten, ausreichender Ausstattung und verbindlichen Zielen. Dazu
gehören öffentliche Kühlmöglichkeiten, Trinkbrunnen, Schattenplätze,
barrierefreie Warn- und Informationsangebote sowie Schutzkonzepte für Kitas,
Schulen, Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Behindertenhilfe und Unterkünfte
für wohnungslose Menschen. Auch Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen müssen
hitzeresilient aufgestellt werden. Extreme Hitze ist das größte durch die
Klimakrise bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Hitzeschutz ist eine Frage
von Gesundheit, sozialer Gerechtigkeit und Teilhabe.
Weitere Informationen und praktische Hinweise zum Hitzeschutz gibt es unter
http://www.sovd.de/hitzeschutz .
Pressekontakt:
SoVD-Bundesverband
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Constantin Schwarzer
Stv. Pressesprecher (V.i.S.d.P.)
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