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Bad Berka (ots) - Menschen mit chronischen Erkrankungen, die Arzneimittel
einnehmen, müssen bei hohen Außentemperaturn besonders vorsichtig sein. Dies rät
die Chefapothekerin der Zentralklinik Bad Berka, Dr. Grit Berger. "Arzneimittel
können die Reaktion des Körpers auf Hitzeereignisse beeinflussen. Darunter fällt
beispielsweise die reduzierte Schweißproduktion und die daraus resultierende
Hemmung der zentralen Kühlmechanismen. Der Körper wärmt sich in der Folge
zunehmend auf", erklärt sie.
Es sei ratsam, sich regelmäßig abzukühlen, z. B. mit Fußbädern oder Umschlägen.
Bei Hitze weiten sich die Blutgefäße, dies könne zu einem Blutdruckabfall führen
und sei vor allem für Menschen, die gleichzeitig blutdrucksenkenden Arzneimittel
einnehmen, nicht zu unterschätzen. Eine regelmäßige Blutdruckkontrolle sichere
den Überblick.
Die Apothekerin weist auch darauf hin, dass einige Medikamente das Durstgefühl
hemmen oder eine Dehydrierung begünstigen, z.B. Diuretika ("Wassertabletten").
Warnzeichen seien zum Beispiel dunkler Urin, Müdigkeit oder Verwirrtheit,
Kopfschmerzen und trockene Schleimhäute. Auf regelmäßige Flüssigkeitszufuhr ist
zu achten.
Auch die bei hohen Temperaturen gesteigerte Hautdurchblutung könne besonders bei
Transdermalen therapeutischen Systemen (TTS/Pflastern), wie sie z.B. bei
stärksten Schmerzen oder in der Parkinson-Therapie eingesetzt werden,
problematisch werden, da vermehrt Wirkstoff durch die Haut aufgenommen wird.
"Diese Pflaster sollten vor direkter Sonneneinstrahlung und starkem Erhitzen
geschützt werden. Bei Anzeichen einer Überdosierung sollte das Pflaster entfernt
und umgehend ein Arzt aufgesucht werden".
Vorsichtig sollten auch Menschen sein, die aufgrund von Medikamenten eine
erhöhte Lichtsensibilität haben. "Patienten, die z. B. Diuretika,
Antiepileptika, Antidepressiva, Antibiotika, Psychopharmaka, aber auch z. B.
Johanniskraut einnehmen, sind gefährdet, starke Sonnenbrände, Blasen,
Pigmentstörungen oder Juckreiz zu bekommen, weil ihre Haut gegenüber UV-Licht
besonders lichtsensibel ist. Ratsam wäre, um die Mittagszeit die Sonne zu
meiden, einen hohen Sonnenschutz mit einem hohen UV-A-Filter zu nutzen", so Dr.
Grit Berger.
Die zum Verbund der RHÖN-KLINIKUM AG gehörende Zentralklinik Bad Berka zählt mit
ihren 21 Fachkliniken und Fachabteilungen sowie ihrer über 120-jährigen
Geschichte zu den großen Thüringer Kliniken. Jährlich werden hier rund 40.000
Patienten behandelt, 1.800 Mitarbeitende sind an der Klinik beschäftigt.
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