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Daniel Peters: Vorpommern darf bei Milliardenaufträgen der Marine nicht leer ausgehen

24.06.2026 18:55 Uhr CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern

CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern (ots) - Medienberichten zufolge plant Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, das Fregattenprojekt F126 zu beenden und stattdessen auf einen neuen Auftrag für Fregatten des Typs MEKO zu setzen. Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet dies erhebliche Unsicherheit für die maritime Industrie, insbesondere für den Werftstandort Vorpommern. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, erklärt hierzu:

"Die angekündigte Kehrtwende beim Fregattenprojekt F126 ist ein harter Schlag für den Industriestandort Vorpommern. Viele Beschäftigte haben auf die langfristige Beteiligung an diesem Großprojekt gesetzt und brauchen jetzt schnell Klarheit über die weiteren Planungen. Wer Milliardeninvestitionen umsteuert, trägt auch Verantwortung für die Regionen, die von diesen Entscheidungen unmittelbar betroffen sind. Wenn Vorpommern industrielle Wertschöpfung verliert, kann dies existenzgefährdend für eine ganze Region sein.

Grundsätzlich ist es richtig, dass neue Fregatten für die Deutsche Marine auf deutschen Werften gebaut werden sollen und damit die nationale Sicherheits- und Verteidigungsindustrie gestärkt wird. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass im Zuge der Vergabe an ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) der Standort Wismar ausreichend bedacht wird, so dass zumindest ein Teil der Wertschöpfung im Land bleibt. Vor allem aber erwarte ich, dass die Werft in Wolgast angemessen an den anstehenden Bau- und Ausrüstungsleistungen beteiligt wird und von den Investitionen in die Marine spürbar profitiert.

Kritisch zu hinterfragen ist allerdings, dass eine Entscheidung dieser Tragweite offenbar weitgehend im Verteidigungsministerium vorbereitet wurde und die betroffenen Regionen vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Das gilt auch für die Bundeswehr selbst, die den Einsatz der F126-Klasse seit Jahren plant und Personal, Ausbildung sowie Fähigkeiten auf dieses Projekt ausgerichtet hat. Solche Kurswechsel verursachen zusätzliche Kosten für den Steuerzahler und schaffen neue Unsicherheiten in der Truppe.

Zudem stellt sich die Frage, ob der eingeschlagene Weg militärisch und wirtschaftlich tatsächlich überzeugt. Die F126 und die nun diskutierten Schiffe unterscheiden sich erheblich in Größe, Einsatzprofil und Entwicklungspotenzial. Wenn am Ende für annähernd vergleichbare Investitionen deutlich geringere Fähigkeiten zur Verfügung stehen, drohen über Jahrzehnte Fähigkeitslücken für die Deutsche Marine. Verteidigungsminister Pistorius steht deshalb in der Pflicht, nachvollziehbar darzulegen, weshalb ein weiteres milliardenschweres Rüstungsprojekt grundlegend neu ausgerichtet wird und welche konkreten Perspektiven er für die Werftstandorte und die maritime Zulieferindustrie in Mecklenburg-Vorpommern sieht - insbesondere mit Blick auf den östlichen Landesteil."

Pressekontakt:

Pressestelle CDU-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern Lennéstraße 1 19053 Schwerin Telefon: 0385/525-2205 Telefax: 0385/525-2277 E-Mail: mailto:pressestelle@cdu.landtag-mv.de Internet: https://www.cdu-fraktion.de/

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182588/6301536 OTS: CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern
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